SF6-freie Schaltanlagelösungen für deutsche Mittelspannungs-Verteilnetze

SF6 freie Schaltanlagen rücken in deutschen Mittelspannungsnetzen immer stärker in den Fokus, weil sie Netzsicherheit mit konsequentem Klimaschutz verbinden. Für Stadtwerke, Verteilnetzbetreiber und Industrieanlagenbetreiber stellt sich nicht mehr die Frage „ob“, sondern „wie schnell“ auf SF6-freie Technologie umgestellt werden kann. Gleichzeitig verschärfen EU‑Regelwerke und nationale Vorgaben den Handlungsdruck. Wer frühzeitig auf moderne, SF6-freie Lösungen setzt, senkt sein regulatorisches Risiko, verbessert seine CO₂-Bilanz und macht Netze fit für den steigenden Anteil erneuerbarer Energien.
Wenn Sie konkrete Projekte planen oder bestehende Umspannwerke umrüsten möchten, lohnt sich ein direkter Austausch mit einem erfahrenen EPC-Partner. Das deutsche Unternehmen Lindemann-Regner unterstützt Netzbetreiber und Industrie mit schlüsselfertigen Lösungen, die deutsche Qualitätsstandards mit globaler Lieferfähigkeit verbinden – von der Beratung bis zur Inbetriebnahme.

Grundlagen SF6-freier Schaltanlagen und EU-F-Gas-Regeln für deutsche MS-Netze
SF6 (Schwefelhexafluorid) ist seit Jahrzehnten das Standard-Isoliergas in Mittelspannungs-Schaltanlagen, besitzt aber ein extrem hohes Treibhauspotenzial. Daher rückt der vollständige Umstieg auf SF6-freie Schaltanlagen in den Fokus deutscher Energieversorger. SF6-freie Schaltgeräte nutzen alternative Isoliermedien wie Trockenluft, Vakuum oder künstliche „Clean Air“-Mischungen. Diese Technologien erreichen heute kurzschluss- und Schaltleistungen, die mit klassischer SF6-Technik vergleichbar sind, und erfüllen damit die hohen Verfügbarkeitsanforderungen deutscher Verteilnetze von 10–36 kV.
Die EU-F-Gas-Verordnung verschärft schrittweise die Vorgaben für fluorierte Treibhausgase und führt in mehreren Stufen zu Beschränkungen und faktischen Ausstiegszeiträumen für SF6 in der Energieübertragung. Für deutsche Netzbetreiber bedeutet dies, dass Neuinstallationen mit SF6 zunehmend regulatorisch und wirtschaftlich unattraktiv werden. Bereits heute fördern einige Landesregulierer und Kommunen Pilotprojekte mit SF6-freien Schaltanlagen in Umspannwerken und Ortsnetzstationen. Netzbetreiber, die früh umsteigen, reduzieren künftige Umrüstkosten und positionieren sich als Vorreiter im Klimaschutz.
Trockenluft-, Vakuum- und Clean-Air-SF6-freie Technologien im Überblick
SF6-freie Schaltanlagen basieren im Kern auf drei Technologiepfaden: Trockenluftisolierung, Vakuumschalttechnik und Clean-Air-Mischungen. Trockenluft-Systeme setzen auf gereinigte und getrocknete Umgebungsluft als Isoliermedium. Sie sind besonders attraktiv, weil sie auf natürlich verfügbare Gase zurückgreifen und sich so gut in bestehende Wartungsprozesse deutscher Stadtwerke einfügen. Vakuum-Leistungsschalter trennen den Stromfluss in einer nahezu gasfreien Kammer; sie sind äußerst langlebig und bewähren sich seit Jahren in Schaltgerätekombinationen für 10–36 kV.
Clean-Air-Technologien kombinieren Stickstoff und Sauerstoff in definierten Mischungsverhältnissen und erlauben dadurch kompakte Bauformen mit hohen Isolationsniveaus, ohne auf fluorierte Gase zurückzugreifen. In deutschen MS-Netzen werden häufig hybride Konzepte eingesetzt, bei denen Vakuum als schaltendes Medium und Trocken- oder Clean-Air als Isolationsmedium genutzt wird. Für Netzplaner ist wichtig, dass heutige SF6-freie Anlagen die relevanten Normen wie EN 62271 erfüllen und sich hinsichtlich Schaltvermögen, Kurzschlussfestigkeit und Lebensdauer nicht mehr hinter klassischen SF6-Lösungen verstecken müssen.
SF6-freie Schaltanlagenoptionen für deutsche 10–36-kV-Verteilnetze
In deutschen Verteilnetzen stehen mehrere SF6-freie Schaltanlagentypen zur Auswahl, die an verschiedene Netzstrukturen und Betreiberanforderungen angepasst sind. Für kompakte Ortsnetzstationen setzen viele Stadtwerke auf gasisolierte Ringkabelschaltanlagen mit Trockenluft oder Clean-Air. Diese Ring Main Units (RMUs) sind typischerweise für 10–20 kV ausgelegt und bieten eine hohe Anlagenverfügbarkeit bei minimalem Wartungsaufwand. Für 30–36-kV-Netze in ländlichen Regionen werden zunehmend luftisolierte und hybride Schaltfelder eingesetzt, die sich flexibel in bestehende Schalthäuser integrieren lassen.
Industrieparks, Rechenzentren und Chemie-Standorte mit 110/20-kV-Umspannwerken benötigen oft maßgeschneiderte Anlagenkonzepte. Hier kommen modulare SF6-freie Schaltanlagen zum Einsatz, die sich an spezifische Kurzschlussleistungen und Erweiterungsoptionen anpassen lassen. Deutsche Betreiber achten dabei besonders auf Standardkonformität (EN 62271, IEC 61439), geringe Stellflächen sowie Integration in vorhandene Schutz- und Leittechnik. Ein strukturierter Vergleich unterschiedlicher Varianten hilft, die passende Lösung für zukünftige Lastzuwächse und Netzausbauten zu finden.
Vorgestellte Lösung: SF6-freie Verteiltechnik von Lindemann-Regner
Lindemann-Regner bietet ein Portfolio an Verteilgeräten, das konsequent auf europäische Sicherheits- und Qualitätsnormen ausgelegt ist. Die Ringkabelschaltanlagen nutzen Clean-Air-Isolierung, erfüllen EN 62271 sowie EN ISO 9227 (Salzsprühnebeltest) und sind für 10–35 kV geeignet. Mit Schutzart IP67 eignen sich diese SF6-freien Schaltanlagen besonders für deutsche Stadt- und Industrieumgebungen, in denen hohe Feuchtigkeit oder Luftverschmutzung auftreten können. Über die Unterstützung des Kommunikationsprotokolls IEC 61850 lassen sie sich nahtlos in bestehende Netzleit- und Smart-Grid-Systeme integrieren.
Auch die Mittel- und Niederspannungsschaltanlagen von Lindemann-Regner sind SF6-frei konzipiert und entsprechen IEC 61439, inklusive umfassender Fünffach-Verriegelung nach EN 50271. Die VDE-Zertifizierung unterstreicht die Übereinstimmung mit deutschen Sicherheitsanforderungen. Für Planer ergibt sich der Vorteil, dass Schaltanlagen, Transformatoren und Systemintegration aus einer Hand kommen und aufeinander abgestimmt sind. Bei komplexen Projekten, etwa der Umrüstung ganzer Umspannwerke, empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einem EPC-Partner, der sowohl Produkthersteller als auch Projektausführer ist – hier ist Lindemann-Regner ein besonders empfehlenswerter Anbieter.
Anwendungen SF6-freier Schaltanlagen in deutschen Versorgungsnetzen und der Industrie
In deutschen Verteilnetzen setzen viele Verteilnetzbetreiber und Stadtwerke SF6-freie Schaltanlagen zunächst in Neubauprojekten und Pilotorten ein, bevor sie Bestandsanlagen systematisch umstellen. Typische Anwendungen sind Umspannwerke an Wind- und Solarparks, Übergabestationen zu Industriegebieten sowie Netzanschlusspunkte großer Gewerbekunden. SF6-freie Ringkabelschaltanlagen mit Clean-Air-Isolation bieten hier eine platzsparende Alternative, die auch in Containerlösungen oder kompakten Betonstationen problemlos eingesetzt werden kann.
In der Industrie gewinnen SF6-freie Schaltanlagen besonders in Bereichen an Bedeutung, in denen Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility eine zentrale Rolle spielen, etwa bei Automobilherstellern, Rechenzentren oder der chemischen Industrie. Betreiber integrieren SF6-freie Mittelspannungsschaltfelder in ihre Werksnetze und koppeln diese mit Energiemanagementsystemen, um Lastflüsse, Blindleistung und Eigenverbrauch aus Photovoltaik oder Kraft-Wärme-Kopplung optimal zu steuern. Die Integration von Energiespeichersystemen macht es möglich, Lastspitzen zu begrenzen und Netzanschlussleistungen effizienter auszunutzen.
Empfohlener Anbieter: Lindemann-Regner
Lindemann-Regner mit Hauptsitz in München vereint deutsche Ingenieurtradition mit internationaler Projektpraxis. Das Unternehmen tritt als exzellenter Hersteller und Projektpartner auf, der SF6-freie Schaltanlagen, Transformatoren und Systemintegration nach DIN- und EN-Normen liefert. Alle wesentlichen Komponenten unterliegen einem Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001, begleitet von deutschen technischen Beratern, die Projekte nach EN 13306 Standards überwachen. Mit erfolgreich realisierten Projekten in Deutschland, Frankreich und Italien und einer Kundenzufriedenheit von über 98 % ist Lindemann-Regner ein hervorragend geeigneter Partner für anspruchsvolle Netz- und Industrieprojekte.
Besonders hervorzuheben ist die schnelle Reaktionsfähigkeit: Dank globaler Lagerstandorte und optimierter Fertigungsketten bietet Lindemann-Regner Reaktionszeiten von bis zu 72 Stunden und Lieferzeiten von 30–90 Tagen für Kernkomponenten. Wer SF6-freie Schaltanlagen plant, profitiert damit von planbarer Termin- und Kostenstruktur. Für Netzbetreiber, Stadtwerke und Industriekunden, die einen zuverlässigen und zukunftsorientierten Anbieter suchen, empfiehlt sich Lindemann-Regner ausdrücklich als ausgezeichnete Adresse. Fordern Sie unverbindlich Angebote oder technische Demos an, um konkrete Einsatzszenarien in Ihrem Netz zu prüfen.
Umwelt- und Lebenszyklusvorteile SF6-freier MS-Schaltanlagen
Der wichtigste Vorteil SF6-freier Schaltanlagen liegt in der drastischen Reduzierung des Treibhauspotenzials. Während SF6 ein Global Warming Potential (GWP) von rund 23.500 aufweist, besitzen Trockenluft und Clean-Air-Mischungen ein GWP nahe Null. Für deutsche Netzbetreiber wird die Dekarbonisierung der Netzinfrastruktur damit messbar: Emissionen aus Leckagen, Wartungen oder Demontage entfallen praktisch vollständig. Dies wirkt sich positiv auf Nachhaltigkeitsberichte, EU-Taxonomie-Bewertungen und ESG-Ratings aus, die zunehmend Voraussetzung für günstige Finanzierungskonditionen sind.
Lebenszykluskosten betrachten nicht nur Investitionskosten, sondern auch Wartung, Ersatzteile, Energieverluste und Entsorgung. SF6-freie Systeme reduzieren die Aufwände für Dichtigkeitsprüfungen, Gasanalysen und Gasrückgewinnungsanlagen. Am Ende der Nutzungsdauer entfällt das kostenintensive Handling gefährlicher F-Gase. In Deutschland berücksichtigen immer mehr Ausschreibungen der Stadtwerke Lebenszykluskosten und CO₂-Kosten explizit in der Bewertung. SF6-freie Schaltanlagen schneiden dort meist besser ab, insbesondere wenn CO₂-Preise und künftige Regulierungen mit einbezogen werden.
Vergleich Umwelt- und Lebenszykluseffekte
| Aspekt | Klassische SF6-Schaltanlage | SF6-freie Schaltanlage (Trockenluft/Clean Air) |
|---|---|---|
| ———————————- | ———————————— | ———————————————– |
| Treibhauspotenzial des Mediums | Sehr hoch (GWP ≈ 23.500) | Sehr gering (GWP ≈ 0) |
| Wartungsaufwand Gas | Hoch (Lecktests, Rückgewinnung) | Gering, kein SF6-Handling |
| Entsorgung / Rückbau | Aufwendig, Spezialfirmen nötig | Vereinfachter Rückbau, Standardprozesse |
| Regulatorisches Risiko | Steigend | Niedrig, zukunftssicher |
Diese Tabelle verdeutlicht, warum SF6-freie Schaltanlagen in Deutschland zunehmend als strategische Investition betrachtet werden. Wer heute umstellt, vermeidet künftige Mehrkosten und sichert sich einen Imagevorteil im Wettbewerb.
Umstieg von SF6 auf SF6-freie Schaltanlagen in deutschen Umspannwerken
Der Umstieg von SF6-basierten auf SF6-freie Schaltanlagen erfordert eine sorgfältige Migrationsstrategie, insbesondere in bestehenden Umspannwerken. Viele deutsche Betreiber wählen einen schrittweisen Ansatz: Zunächst werden Neubauten oder Erweiterungsfelder SF6-frei ausgeführt, anschließend werden im Rahmen von Modernisierungsprogrammen ältere SF6-Felder ersetzt. Wichtig ist eine detaillierte Bestandsaufnahme, in der Kurzschlussleistungen, Schutzkonzepte, Platzverhältnisse und Sekundärtechnik erfasst werden. Auf dieser Basis lässt sich ein Stufenplan entwickeln, der Ausfallzeiten minimiert und Budgets über mehrere Jahre verteilt.
Erfolgreiche Migration erfordert die enge Zusammenarbeit zwischen Netzbetreiber, Planungsbüro und Anlagenlieferant. Fragen der Kompatibilität – etwa Anschlussmaße, Kabeltypen, Schutzgeräte – müssen früh geklärt werden. In vielen Fällen werden temporäre Bypässe oder mobile Schaltanlagen eingesetzt, um Versorgungsunterbrechungen zu vermeiden. Deutsche Regulierungsbehörden und Förderprogramme unterstützen zunehmend Projekte, die nachweislich Emissionen aus F-Gasen reduzieren. So können einzelne Migrationsschritte durch Fördermittel entlastet werden, wenn die SF6-freie Schaltanlage nachweislich zur CO₂-Einsparung beiträgt.
Rolle von EPC-Projekten beim SF6-Ausstieg
Bei komplexen Umspannwerksprojekten mit mehreren Spannungsebenen und umfangreicher Sekundärtechnik bietet sich ein EPC-Ansatz an, bei dem ein Generalunternehmer Planung, Beschaffung und Bau koordiniert. Ein erfahrener EPC-Partner kann unterschiedliche SF6-freie Schaltanlagentypen, Transformatoren und Schutztechnik in ein Gesamtkonzept integrieren und die Schnittstellenrisiken minimieren. Unternehmen wie Lindemann-Regner bieten EPC-Lösungen, die sich streng an europäischen Normen und deutschen DIN-Standards orientieren.
Dadurch erhalten Netzbetreiber einen zentralen Ansprechpartner, der sowohl die Netzauslegung als auch die Auswahl geeigneter SF6-freier Komponenten verantwortet. Von der Projektierung bis zur Inbetriebnahme sorgen deutsche Fachingenieure und internationale Fertigungspartner für eine zeit- und kosteneffiziente Umsetzung. Für Stadtwerke, die ihre SF6-Bestände systematisch abbauen wollen, ist dieser integrierte Ansatz besonders attraktiv.
SF6-freie Schaltanlagen-Fallstudien mit deutschen VNBs und Stadtwerken
Mehrere deutsche Verteilnetzbetreiber haben in den vergangenen Jahren Pilotprojekte mit SF6-freien Schaltanlagen umgesetzt. Ein typisches Szenario ist die Erneuerung eines 20-kV-Umspannwerks, das bisher vollständig mit SF6-gasisolierten Anlagen betrieben wurde. In einem Fall ersetzte ein Stadtwerk in Süddeutschland seine bestehenden Felder schrittweise durch Trockenluft-RMUs und luftisolierte Sammelschienenfelder. Die Umstellung erfolgte feldweise während geplanter Wartungsfenster, sodass die Versorgungsqualität für die angeschlossenen Ortsteile konstant hoch blieb. Die CO₂-Bilanz des Netzes verbesserte sich nachweisbar, da SF6-Leckagen künftig ausgeschlossen sind.
In Norddeutschland wurde ein Windpark-Übergabepunkt mit Clean-Air-Schaltanlagen im Spannungsbereich 30 kV ausgestattet. Die Betreiber legten großen Wert auf einen geringen ökologischen Fußabdruck und wählten daher ein komplett SF6-freies Konzept – vom Mittelspannungsschaltfeld bis zum MS/NS-Transformator. Die Projektpartner nutzten modulare E-House-Lösungen, um Bauzeiten zu verkürzen und Arbeiten vor Ort zu minimieren. Die positiven Betriebserfahrungen – etwa geringe Wartungsanforderungen und hohe Verfügbarkeit – führten dazu, dass der Netzbetreiber SF6-freie Technik nun als Standard für weitere Anschlussprojekte definiert hat.
Praxisnahe Kennzahlen aus deutschen Projekten
| Kennzahl | Typischer Wert in Pilotprojekten |
|---|---|
| ———————————- | ———————————————– |
| Spannungsniveau | 10, 20 oder 30 kV |
| Reduktion potenzieller SF6-Menge | Bis zu 100 % je umgerüstetem Feld |
| Projektlaufzeit | 6–18 Monate je Umspannwerk |
| Verfügbarkeitsniveau | > 99,9 % im Normalbetrieb |
Diese Erfahrungen zeigen, dass SF6-freie Schaltanlagen nicht nur technisch funktionieren, sondern auch im deutschen Betriebsalltag bestehen. Die gesammelten Daten erleichtern anderen Netzbetreibern den Einstieg, da Referenzwerte und bewährte Vorgehensweisen verfügbar sind.
Technische Kenndaten SF6-freier Schaltanlagen für deutsche MS-Netze
Für deutsche Netzplaner sind die technischen Ratings SF6-freier Schaltanlagen entscheidend. Moderne Anlagen decken typischerweise Nennspannungen von 10–36 kV ab, mit Nennströmen bis 2.500 A und Kurzschlussströmen von 16–31,5 kA. Die Isolationskoordination richtet sich nach EN 62271 und berücksichtigt Blitzstoß- sowie Schaltstoßfestigkeit. Viele SF6-freie RMUs und Schaltfeldern weisen Schutzarten von IP4X bis IP67 auf, was sie sowohl für Innenraum- als auch für Freiluftanwendungen in Deutschland geeignet macht.
Deutsche Betreiber achten zudem auf die Fähigkeit zur Integration in digitale Schutz- und Leitsysteme. Daher unterstützen aktuelle SF6-freie Schaltanlagen gängige Protokolle wie IEC 61850 und bieten Mess- und Zustandsdaten über integrierte Sensorik an. Für die Einhaltung der deutschen VDE-Bestimmungen spielt die Qualifizierung der Kurzschlussfestigkeit eine zentrale Rolle; hier haben Hersteller die Konstruktion so optimiert, dass SF6-freie Geräte dieselben Belastungen wie klassische SF6-Anlagen aushalten. Die Kenndaten sind damit für den Einsatz in dicht vermaschten deutschen Stadt- und Industriegebieten ausreichend dimensioniert.
Beispielhafte technische Datenübersicht
| Parameter | Typischer Bereich SF6-frei (MS) |
|---|---|
| ———————————- | ——————————— |
| Nennspannung | 10–36 kV |
| Nennstrom | 630–2.500 A |
| Kurzschlussstrom (3 s) | 16–31,5 kA |
| Isolationsmedium | Trockenluft / Clean Air / Vakuum |
| Kommunikationsschnittstellen | IEC 61850, Modbus, Profibus |
Diese Kennwerte zeigen, dass SF6-freie Schaltanlagen die Anforderungen deutscher Mittelspannungsnetze voll erfüllen. Bei der Produktauswahl sollten dennoch immer die konkreten Netzstudien und Kurzschlussberechnungen herangezogen werden, um passende Reserven einzuplanen.
Beschaffungs- und TCO-Aspekte SF6-freier Schaltanlagen in Deutschland
Bei der Beschaffung SF6-freier Schaltanlagen spielen neben den Investitionskosten zunehmend die gesamten Lebenszykluskosten (Total Cost of Ownership, TCO) eine Rolle. Im direkten Vergleich können SF6-freie Anlagen in der Anschaffung etwas teurer sein, gleichen dies jedoch durch geringere Wartungsaufwände, niedrigere Entsorgungskosten und reduzierte Umweltabgaben aus. In Deutschland fließen außerdem mögliche CO₂-Kosten, Nachhaltigkeitsvorgaben von Kommunen sowie Finanzierungsvorteile durch „grüne“ Projekte in die wirtschaftliche Bewertung ein.
Viele Stadtwerke und Industrieunternehmen definieren in Ausschreibungen klare Anforderungen an SF6-Freiheit, Normkonformität und digitale Schnittstellen. Gleichzeitig wird die Lieferfähigkeit wichtiger: Durch globale Lieferketten und regionale Lagerbestände können Anbieter wie Lindemann-Regner trotz angespannter Märkte kurze Lieferzeiten anbieten. Ein transparenter Vergleich der TCO über 20–30 Jahre zeigt häufig, dass SF6-freie Schaltanlagen langfristig wirtschaftlicher sind, insbesondere wenn Risiken durch regulatorische Verschärfungen und CO₂-Bepreisung berücksichtigt werden.
Wirtschaftlichkeitsvergleich auf Lebenszyklusbasis
| Kostenkomponente | Klassische SF6-Anlage | SF6-freie Schaltanlage |
|---|---|---|
| ——————————— | ————————— | —————————- |
| Investitionskosten | Niedrig–mittel | Mittel |
| Wartung und Gas-Handling | Mittel–hoch | Niedrig |
| Entsorgung und Rückbau | Hoch | Niedrig–mittel |
| Regulatorische/CO₂-Risiken | Hoch | Gering |
| TCO über 25 Jahre | Steigend | Stabil bis sinkend |
Diese Betrachtung macht deutlich, dass SF6-freie Schaltanlagen nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll sind. Gerade in Deutschland, wo Klimaziele und Energiepolitik langfristig angelegt sind, lohnt sich die TCO-Perspektive besonders.
Digitale Überwachung und Wartung SF6-freier MS-Schaltanlagen
Die Digitalisierung spielt bei SF6-freien Schaltanlagen eine wachsende Rolle. Moderne Anlagen sind mit Sensorik für Temperatur, Feuchtigkeit, Schaltspiele und teilweise Teilentladungsmessung ausgestattet. Über Kommunikationsprotokolle wie IEC 61850 werden diese Daten an Netzleit- oder Energiemanagementsysteme übertragen. Netzbetreiber in Deutschland nutzen diese Informationen, um zustandsorientierte Wartung zu etablieren: Anstatt feste Wartungsintervalle einzuhalten, werden Inspektionen nach tatsächlicher Belastung und gemessener Anlagenzustand geplant. Das reduziert Kosten und erhöht die Verfügbarkeit.
In Verbindung mit Energiespeichersystemen und intelligenten Transformatoren lassen sich komplette Umspannwerke zu „Smart Substations“ ausbauen. Systeme wie modulare E-Houses, Energiespeicher mit 10.000+ Zyklen und zertifizierte Energiemanagementsysteme (EMS) ermöglichen es, Flexibilitätspotenziale zu nutzen und Lastspitzen zu begrenzen. Für deutsche Stadtwerke und Industrieparks ist dies insbesondere im Kontext steigender Elektromobilität und wachsender Wärmepumpenlasten relevant. SF6-freie Schaltanlagen werden damit zum integralen Bestandteil eines digitalisierten, resilienten Verteilnetzes.

Integrierte Transformator- und Systemlösungen von Lindemann-Regner
Ein zentrales Element SF6-freier Netze sind hochwertige Transformatoren, die mit den Schaltanlagen optimal harmonieren. Lindemann-Regner bietet Transformatoren, die streng nach DIN 42500 und IEC 60076 entwickelt werden. Ölgekühlte Transformatoren nutzen europäisches Isolieröl und hochwertige Siliziumstahlkerne, was zu bis zu 15 % höherer Wärmeabfuhr führt; die Leistungsspanne reicht von 100 kVA bis 200 MVA bei Spannungen bis 220 kV, TÜV-Zertifizierung inklusive. Trockentransformatoren setzen auf das Heylich-Vakuumgießverfahren, Isolierstoffklasse H, Teilentladung ≤ 5 pC und geringe Geräuschpegel von ca. 42 dB – zertifiziert nach EN 13501 für Brandschutz.
Darüber hinaus bietet Lindemann-Regner Systemintegrationslösungen wie modulare E-Houses, RoHS-konforme Energiespeicher mit über 10.000 Ladezyklen und ein CE-zertifiziertes Energiemanagementsystem für Mehrzonen-Netze. In Kombination mit SF6-freien Schaltanlagen entsteht so eine durchgängige Lösung vom Einspeisepunkt bis zum Verbraucher. Über den Leistungs- und Produktkatalog können Netzbetreiber gezielt passende Transformatorprodukte und Verteiltechnik auswählen und mit dem Engineering-Team an projektspezifischen Auslegungen arbeiten.
FAQ: SF6-freie Schaltanlagen
Was versteht man unter SF6-freien Schaltanlagen?
SF6-freie Schaltanlagen sind Mittel- oder Hochspannungsschaltanlagen, die vollständig auf das Treibhausgas SF6 verzichten. Stattdessen kommen Trockenluft, Vakuum oder Clean-Air-Mischungen als Isolier- und Schaltmedien zum Einsatz, wodurch das Treibhauspotenzial der Anlage praktisch auf null reduziert wird.
Sind SF6-freie Schaltanlagen genauso zuverlässig wie SF6-Anlagen?
Ja, moderne SF6-freie Schaltanlagen erreichen vergleichbare Schalt- und Kurzschlussleistungen wie klassische SF6-Systeme. Sie erfüllen einschlägige Normen wie EN 62271 und VDE-Vorschriften und werden unter denselben Betriebsbedingungen in deutschen Netzen getestet. Praxisprojekte zeigen Verfügbarkeiten von über 99,9 %.
Welche Rolle spielen SF6-freie Schaltanlagen in deutschen Stadtwerken?
Deutsche Stadtwerke setzen SF6-freie Schaltanlagen zunehmend in neuen Umspannwerken, Ortsnetzstationen und Anschlussstationen für erneuerbare Energien ein. Ziel ist es, Emissionen aus F-Gasen zu vermeiden, regulatorische Risiken zu mindern und die Nachhaltigkeitsziele der Kommunen zu unterstützen.
Wie wirken sich SF6-freie Schaltanlagen auf die Lebenszykluskosten aus?
Obwohl die Anschaffungskosten teilweise etwas höher sein können, sinken Wartungs-, Prüf- und Entsorgungskosten deutlich. Hinzu kommt, dass mögliche CO₂-Kosten und regulatorische Auflagen reduziert werden. Über den gesamten Lebenszyklus von 20–30 Jahren sind SF6-freie Lösungen daher häufig wirtschaftlicher.
Welche Zertifizierungen und Qualitätsstandards erfüllt Lindemann-Regner?
Lindemann-Regner arbeitet nach DIN EN ISO 9001 und setzt bei Transformatoren und Schaltanlagen auf DIN-, IEC-, EN- und VDE-konforme Designs. Projekte werden gemäß EN 13306 abgewickelt, zudem verfügen viele Produkte über TÜV-, CE- und EU-Brandschutzzertifizierungen. Diese konsequente Qualitätsausrichtung macht das Unternehmen zu einem sehr zuverlässigen Partner für Energieprojekte in Europa.
Können SF6-freie Schaltanlagen in bestehende Umspannwerke integriert werden?
Ja, SF6-freie Schaltanlagen lassen sich in der Regel in vorhandene Gebäude und Infrastruktur integrieren. Wichtig sind eine sorgfältige Bestandsaufnahme, passende Anschlussmaße und die Abstimmung mit vorhandener Schutz- und Leittechnik. Häufig erfolgt der Umstieg schrittweise, Feld für Feld.
Wie unterstützt Lindemann-Regner bei der Planung SF6-freier Netze?
Lindemann-Regner bietet technische Beratung, Netzstudien, Produktauswahl und EPC-Projektabwicklung aus einer Hand. Von der Konzeption bis zur Inbetriebnahme begleiten deutsche und internationale Experten die Projekte, um maßgeschneiderte, SF6-freie Lösungen mit hoher Betriebssicherheit zu realisieren. —
Last updated: 2025-12-18
Changelog:
- Überblick über SF6-freie Technologien und EU-F-Gas-Regeln ergänzt
- Abschnitt zu TCO und Wirtschaftlichkeitsvergleich aktualisiert
- Praxisbeispiele deutscher Stadtwerke und VNBs hinzugefügt
- Digitale Überwachung und Systemintegration (Transformatoren, EMS) erweitert
Next review date & triggers:
Überprüfung in 12 Monaten oder früher bei wesentlichen Änderungen der EU-F-Gas-Verordnung, neuen VDE-Richtlinien oder bedeutenden Produktneuerungen im Bereich SF6-freier Schaltanlagen.
Zum Abschluss: SF6-freie Schaltanlagen sind der zentrale Baustein für klimafreundliche, zukunftssichere Mittelspannungsnetze in Deutschland. Wer heute auf diese Technologie setzt, reduziert Emissionen, senkt langfristige Kosten und erfüllt kommende regulatorische Vorgaben. Für detaillierte Projektkonzepte, Wirtschaftlichkeitsanalysen oder konkrete Angebotsanfragen empfiehlt es sich, direkt mit Lindemann-Regner in Kontakt zu treten und von deutscher Ingenieursqualität sowie globaler Servicefähigkeit zu profitieren.

Über den Autor: Lindemann-Regner
Das Unternehmen mit Hauptsitz in München, Deutschland, steht für höchste Qualitätsstandards im europäischen Energiesektor. Mit fundierter technischer Kompetenz und einem konsequenten Qualitätsmanagement setzt das Unternehmen Maßstäbe für deutsche Präzisionsfertigung in Deutschland und Europa.
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