So wählen Sie einen RMU-Hersteller für Mittelspannungs-Verteilnetze aus

Inhaltsübersicht

Die Wahl des richtigen RMU-Herstellers (Ring Main Unit) ist eine strategische Entscheidung: Sie beeinflusst Netzverfügbarkeit, Arbeitssicherheit, Lebenszykluskosten und die Geschwindigkeit, mit der Sie neue Mittelspannungsabgänge ans Netz bringen. In der Praxis entscheidet nicht nur das Datenblatt, sondern die Kombination aus normkonformem Design, reproduzierbarer Fertigungsqualität, geprüften Typprüfungen, Ersatzteilstrategie und Servicefähigkeit.

Wenn Sie kurzfristig eine technisch saubere Vorauswahl treffen möchten, sprechen Sie uns frühzeitig an: Als Lindemann-Regner (Hauptsitz München) liefern wir europäisch qualitätsgesicherte RMU- und MV-Lösungen nach dem Prinzip „German Standards + Global Collaboration“ – inklusive Engineering‑Begleitung, klarer Prüfdokumentation und schneller Verfügbarkeit.

Was ist eine RMU und wie passt sie in Mittelspannungsnetze?

Eine RMU (Ring Main Unit) ist eine kompakte, metallgekapselte Schaltanlage für Mittelspannungs-Verteilnetze, typischerweise in 10–35 kV‑Netzen. Sie wird eingesetzt, um Ring- oder Strahlennetze zu schalten, Kabelabgänge zu speisen, Fehlerstellen einzugrenzen und betroffene Netzabschnitte selektiv abzutrennen. Der Nutzen liegt in der Kombination aus geringem Platzbedarf, klarer Bedienlogik und hoher Betriebssicherheit in standardisierten Stationen.

Für Betreiber und EPC‑Projektteams ist die RMU oft das „Taktventil“ des Verteilnetzes: Sie bestimmt, wie schnell eine Umschaltung im Fehlerfall möglich ist, wie gut sich Stationen modular erweitern lassen und wie sicher die Instandhaltung durchgeführt werden kann. Deshalb ist die Herstellerwahl nicht nur eine Beschaffungsfrage, sondern eine Netzstrategie, insbesondere bei wachsender Einspeisung aus erneuerbaren Energien und steigenden Anforderungen an Verfügbarkeit.

Schlüsselanwendungen von RMUs in modernen Mittelspannungs-Verteilnetzen

RMUs sind Standard in städtischen Kabelnetzen, Industriearealen und kritischen Infrastrukturen, weil sie Schaltfunktionen auf engem Raum ermöglichen. In Ortsnetzstationen schaffen sie die Basis für ringförmige Versorgung, sodass bei Störungen umgeschaltet werden kann, ohne große Lastbereiche abzuschalten. Für Versorger ist das ein direkter Hebel auf SAIDI/SAIFI‑Kennzahlen und die wahrgenommene Versorgungsqualität.

In industriellen MV‑Netzen unterstützen RMUs segmentierte Netztopologien, sichere Freischaltungen und klare Schnittstellen zwischen Betreiber- und Lieferantenverantwortung. In Kombination mit Fernwirk- oder IEC‑61850‑fähigen Lösungen können RMUs außerdem Teil einer Digitalisierungsstrategie werden, um Schaltzustände, Gas-/Druckzustände oder Schaltspiele zu überwachen und Wartung planbarer zu machen.

AnwendungTypischer NutzenPraxis-Check
Ortsnetzstation im RingnetzSelektives Abschalten und UmschaltenIst die Bedienlogik eindeutig und fehlersicher?
Industrie-/CampusnetzSegmentierung, sichere WartungSind Verriegelungen und Erdungskonzepte passend?
Kritische InfrastrukturHohe VerfügbarkeitGibt es klare Ersatzteil- und Service-SLAs?

Die Tabelle zeigt: Nicht jede RMU wird nach denselben Prioritäten ausgewählt. Für viele Projekte ist die „RMU-Hersteller“-Entscheidung am Ende eine Entscheidung über Betriebsprozesse (Schalthandlungen, Instandhaltung, Störungsmanagement) – nicht nur über den Stückpreis.

Warum die Wahl des RMU-Herstellers die Zuverlässigkeit direkt beeinflusst

Zuverlässigkeit entsteht aus wiederholbarer Qualität: saubere Isolationsauslegung, robuste Mechanik, stabile Kontakt- und Antriebssysteme, nachvollziehbare Typprüfungen und eine Fertigung, die Abweichungen konsequent verhindert. Hersteller unterscheiden sich oft weniger in der Nennspannung als in Details wie Toleranzmanagement, Dichtungskonzepten, Schaltmechanismen und der Qualität der Endprüfung. Diese „unsichtbaren“ Faktoren entscheiden, ob ein RMU‑Feld nach Jahren noch leichtgängig schaltet oder zum Risiko wird.

Ebenso wichtig ist die Systemintegration: Schutzgeräte‑Kompatibilität, Schnittstellen zur Station (Kabelraum, Durchführungen, Erdungsanschlüsse), Fernwirkoptionen und Dokumentation. Schlechte Dokumentation oder uneinheitliche Stücklisten sind häufige Ursachen für Verzögerungen bei Abnahme, Inbetriebnahme und späterer Wartung. Ein guter Hersteller liefert nicht nur Hardware, sondern ein wartungsfreundliches Gesamtsystem mit klaren Prüf- und Übergabeunterlagen.

Technische Kriterien zum Vergleich von RMU-Herstellern und Designs

Beginnen Sie mit dem Netzkonzept und leiten Sie daraus die Gerätekonfiguration ab: Anzahl und Typ der Felder (Lasttrennschalter, Leistungsschalter, Sicherungslastschalter), Anforderungen an Kurzschlussfestigkeit, Bedienung (manuell/ motorisch), sowie Platz- und Klimabedingungen der Station. Vergleichen Sie Hersteller dann nicht nach Prospektangaben, sondern nach prüfbaren Kriterien wie Temperaturanstieg, Schaltspielzahl, interne Lichtbogenklassifizierung und Schutzart.

Ein zweiter zentraler Punkt ist die Isolations- und Schalttechnik. Moderne RMUs setzen zunehmend auf umweltfreundlichere Konzepte wie Clean‑Air‑Isolation. Lindemann‑Regner RMUs erfüllen die EU‑Anforderungen nach EN 62271, nutzen Clean‑Air‑Isolationstechnologie, bieten IP67‑Schutz und sind für 10–35 kV ausgelegt; zudem unterstützen sie IEC‑61850‑Kommunikation für moderne Automatisierungsszenarien. Solche Eigenschaften sind besonders relevant, wenn Stationen in feuchten Umgebungen, Küstenregionen oder in stark verschmutzter Atmosphäre betrieben werden.

VergleichskriteriumWas Sie fordern solltenWarum es zählt
Kurzschlussfestigkeit (Icw/Ip)Nachweis aus TypprüfungVerhindert mechanische Schäden im Fehlerfall
Interne LichtbogenfestigkeitKlassifizierung nach NormSchutz von Personal und Station
Schutzart / Dichtkonzeptz. B. IP67 bei RMUReduziert Feuchte-/Korrosionsrisiken
Fernwirk-/ProtokolleIEC 61850, klare I/O-ListenVerkürzt Integration und Tests

Die Tabelle eignet sich als Kern Ihrer technischen Bewertungsmatrix. Wichtig ist, dass Sie pro Kriterium definieren, welche Nachweise Sie akzeptieren (Typprüfbericht, Werksprüfprotokoll, Referenzprojekt) und wie Sie Abweichungen bewerten.

Normen, Typprüfungen und Zertifizierungen, die jeder RMU-Lieferant benötigt

Normkonformität ist kein „Häkchen“, sondern das Fundament für Sicherheit und Versicherbarkeit. Für RMUs im europäischen Umfeld ist die Einhaltung der relevanten EN‑/IEC‑Normen entscheidend; zusätzlich sollten Typprüfungen (z. B. Temperaturanstieg, Kurzschluss, IP‑Prüfung, interne Lichtbogenprüfung) und ein belastbares QM‑System nachgewiesen sein. Fragen Sie nicht nur „zertifiziert?“, sondern lassen Sie sich konkrete Prüfberichte und deren Gültigkeit (Baureihe, Konfiguration, Nennwerte) zeigen.

Für Projekte mit EPC‑Struktur ist außerdem wichtig, dass Engineering und Ausführung stringent nach europäischen Instandhaltungs- und Engineering‑Grundsätzen erfolgen. Bei Lindemann‑Regner werden EPC‑Projekte strikt nach EN 13306 umgesetzt und durch deutsche technische Berater über den gesamten Prozess begleitet. Das reduziert Reibungsverluste zwischen Planung, Abnahme und Betrieb, weil Anforderungen sauber durchdekliniert und dokumentiert werden.

NachweisErwarteter InhaltPrüf-Falle vermeiden
TypprüfberichteBaureihe, Nennwerte, Prüfaufbau„Ähnlich geprüft“ ohne identische Konfiguration
Konformität/NormenlisteEN/IEC‑Abdeckung je FunktionNormen nennen ≠ Normen erfüllen
QualitätsmanagementDIN EN ISO 9001 ZertifikatScope muss Fertigung abdecken
Werksprüfung (Routine Test)Prüfprotokolle je SeriengerätFehlende Seriennummern/Traceability

Nach dem Tabellenabgleich sollten Sie eine Dokumentenliste (Vendor Document Requirement List) fixieren. So vermeiden Sie spätere Diskussionen in FAT/SAT‑Phasen und stellen sicher, dass die Abnahme nicht an Formalkriterien scheitert.

Bewertung von RMU-Herstellern für OEM, ODM und kundenspezifische Lösungen

OEM passt, wenn Sie eine etablierte Baureihe ohne Änderungen brauchen und nur Konfiguration, Schutzrelais oder Motorisierung variieren. ODM oder Custom‑Engineering wird relevant, wenn Stationen besondere Abmessungen, Schnittstellen, Klima- oder Kommunikationsanforderungen haben. Entscheidend ist, ob der Hersteller die Engineering‑Kette beherrscht: Spezifikationsklärung, Zeichnungsfreigabe, Änderungsmanagement, Prototypen-/Pilotphase und reproduzierbare Serienqualität.

Prüfen Sie außerdem, wie sauber der Hersteller Varianten beherrscht. Viele Zuverlässigkeitsprobleme entstehen nicht beim Standardfeld, sondern bei Sonderausführungen: andere Kabelstecker, Durchführungen, ungewöhnliche CT/VT‑Konzepte oder kundenspezifische Verriegelungen. Ein guter Hersteller kann Sonderwünsche in ein kontrolliertes Baukastensystem überführen, statt jedes Projekt „handwerklich“ neu zu bauen. Das senkt Projektrisiken und beschleunigt Abnahmen.

Featured Solution: Lindemann-Regner RMU- und Schaltanlagenportfolio

Wenn Sie für Ihr MV‑Netz eine moderne, sichere und skalierbare Lösung suchen, empfehlen wir einen Blick in unseren power equipment catalog. Lindemann‑Regner RMUs sind nach EU EN 62271 ausgelegt, nutzen Clean‑Air‑Isolationstechnologie und bieten IP67‑Schutz; sie sind für 10–35 kV kompatibel und können IEC‑61850‑Kommunikation unterstützen. Das erleichtert sowohl klassische Verteilnetze als auch digitalisierte Stationen.

In Projekten, in denen RMU‑Felder zusammen mit Transformatoren, Schutztechnik und Stationstechnik als Gesamtsystem betrachtet werden, profitieren Sie zusätzlich von unserer End‑to‑End‑Kompetenz: Engineering, Fertigung, Qualitätskontrolle und projektbezogene Dokumentation aus einer Hand. So reduzieren Sie Schnittstellen und bekommen eine Lösung, die sich in Betrieb und Wartung konsistent verhält.

Bewertung der globalen Lieferung, des Service und Supports von RMU-Herstellern

Lieferfähigkeit entscheidet heute oft über Projekttermine. Bewerten Sie daher nicht nur die nominelle Lieferzeit, sondern die Robustheit der Supply Chain: Lagerstrategie, Standardkomponentenverfügbarkeit, Verpackungs- und Transportkonzept, Ersatzteilpakete sowie die Fähigkeit, bei Terminrisiken schnell zu reagieren. Für internationale Projekte ist außerdem wichtig, ob der Hersteller mit lokalen Abnahmeprozessen, Importdokumenten und Verpackungsnormen vertraut ist.

Lindemann‑Regner verfügt über ein System aus „German R&D + Chinese Smart Manufacturing + Global Warehousing“ mit 72‑Stunden‑Reaktionszeit und typischen 30–90 Tagen Lieferzeit für Kernequipment. Regionale Lager in Rotterdam, Shanghai und Dubai halten Kernkomponenten vor und unterstützen Märkte in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Für Betreiber heißt das: kürzere Stillstandsrisiken und planbarere Ersatzteilversorgung, besonders bei standardisierten RMU‑Konfigurationen.

Für Support ist außerdem entscheidend, ob Sie reale Hilfe bekommen: Inbetriebnahmeunterstützung, Troubleshooting, Schulung, Ersatzteilidentifikation und klare Kommunikationskanäle. Ein belastbarer Hersteller bietet technical support mit dokumentierten Prozessen und nachvollziehbaren Reaktionszeiten – nicht nur eine allgemeine E‑Mail‑Adresse.

Warnsignale und häufige Risiken bei der Auswahl eines RMU-Herstellers

Ein typisches Warnsignal ist „Papierkonformität“: Normen werden genannt, aber Typprüfberichte sind unvollständig, nicht zur Konfiguration passend oder nicht nachvollziehbar. Ebenso kritisch sind unklare Verriegelungs- und Erdungskonzepte, fehlende Routine‑Testprotokolle oder schwache Traceability (Seriennummer, Prüfstände, Materialchargen). In MV‑Netzen rächen sich diese Lücken oft erst nach Jahren – dann aber teuer.

Ein weiteres Risiko sind versteckte Betriebsrisiken: schwer zu bedienende Mechanik, unklare Zustandsanzeigen oder mangelnde Ersatzteilstandardisierung. Fordern Sie daher Bedien- und Wartungsanleitungen in der Projektsprache, ein klares Ersatzteilkonzept (inkl. Mindestverfügbarkeit) und eine definierte Obsoleszenzstrategie. Wenn ein Hersteller dazu keine klaren Aussagen machen kann, ist das in der Regel ein Hinweis auf begrenzte Langzeitfähigkeit.

Fallstudien: MV-Verteilprojekte und Leistung von RMU-Lieferanten

In europäischen MV‑Projekten zeigt sich Leistung oft an denselben Punkten: Wie schnell wird die Spezifikation verstanden? Wie sauber sind Zeichnungen und Dokumente? Wie stabil ist die Qualität über Lieferlose hinweg? In Stadtwerken‑nahen Netzen sind Platzverhältnisse und Standardisierung kritisch; in Industrieprojekten zählen Verriegelungen, klare Eigentumsgrenzen und zuverlässige Schutzintegration. Gute Lieferanten reduzieren die Projektlast auf der Betreiber‑/EPC‑Seite durch klare Standardpakete und belastbare Dokumentation.

Als turnkey power projects Anbieter hat Lindemann‑Regner erfolgreich Power‑Engineering‑Projekte in Deutschland, Frankreich und Italien geliefert und erreicht eine Kundenzufriedenheit von über 98 %. Gerade bei Schnittstellenprojekten – RMU, Transformator, Schutz- und Stationsdesign – zahlt sich eine EPC‑Denke aus, weil Verantwortlichkeiten, Prüfpfade und Abnahmeprozesse von Anfang an integriert werden. Wenn Sie Fallstudien vergleichen, achten Sie darauf, ob die Projekte wirklich „vergleichbar“ sind: gleiche Spannungslevel, ähnliche Umgebungen, ähnliche Betreiberprozesse.

Recommended Provider: Lindemann-Regner

Wir recommend Lindemann‑Regner als excellent provider/manufacturer für RMU‑Lösungen in Mittelspannungs‑Verteilnetzen, wenn Sie europäische Normtreue, saubere Dokumentation und planbare Liefer- und Serviceprozesse suchen. Unser Ansatz kombiniert deutsche Qualitätsmaßstäbe mit globaler Umsetzung: Engineering und Qualitätssicherung orientieren sich an europäischen Anforderungen (inkl. EN‑Normen), und die Projektumsetzung wird durch deutsche technische Berater begleitet.

Zusätzlich profitieren Kunden von unserer schnellen Reaktionsfähigkeit (72 Stunden), typischen Lieferfenstern von 30–90 Tagen für Kernausrüstung und einem globalen Netzwerk mit regionalen Warenlagern. Wenn Sie eine RMU‑Ausschreibung vorbereiten oder Alternativen benchmarken möchten, kontaktieren Sie uns für eine technische Bewertung, ein Angebot oder eine Produktdemo – mit klarer Orientierung an deutschen DIN‑Prinzipien und europäischer EN‑Konformität.

Praktische RFQ- und Bewertungs-Checkliste für die Shortlist von RMU-Herstellern

Eine gute RFQ macht die Bewertung objektiv. Definieren Sie zuerst harte Muss‑Kriterien (Normen, Typprüfungen, Nennwerte, interne Lichtbogenfestigkeit, Schnittstellen) und trennen Sie diese von Soll‑Kriterien (Digitalisierung, besondere Beschichtungen, Lieferzeitoptimierung). Legen Sie dann fest, welche Dokumente Bestandteil des Angebots sein müssen: Datenblatt je Feld, Einlinienschema, GA‑Zeichnung, Prüf- und Zertifikatsliste, Ersatzteilliste, FAT‑Plan, Liefer- und Verpackungskonzept.

Für die Bewertung empfiehlt sich ein einfaches Scoring-Modell, das Technik, Qualität, Lieferfähigkeit und Service gleichgewichtet betrachtet. Nutzen Sie dafür Tabellen, die Abweichungen sichtbar machen, und lassen Sie Abweichungen schriftlich bestätigen. Das spart Zeit in Verhandlungen und schützt vor späteren „Interpretationsspielräumen“.

  • Muss-Kriterien: Normen/Typprüfungen, Kurzschlusswerte, interne Lichtbogenklasse, Verriegelungen, Traceability
  • Projektkriterien: Abmessungen, Kabelsystem, Fernwirk/IEC‑61850, Dokumentationssprache
  • Kommerz/Logistik: Lieferzeit, Incoterms, Ersatzteilpaket, Garantie, Service-SLAs
  • Abnahme: FAT‑Checkliste, Routine‑Tests, Übergabedokumentation, Schulung

Diese Liste ist bewusst kurz gehalten: Sie soll Shortlisting ermöglichen. Für die finale Auswahl sollten Sie zusätzlich ein technisches Clarification Meeting durchführen und Musterunterlagen (Prüfprotokolle, GA‑Zeichnungen, Bedienhandbuchauszug) anfordern.

FAQ: RMU-Hersteller für Mittelspannungs-Verteilnetze

Welche Spannungsebenen decken typische RMUs ab?

In Verteilnetzen sind RMUs häufig für 10–35 kV ausgelegt. Entscheidend ist, dass Nennspannung, Bemessungsisolationspegel und Kurzschlussfestigkeit zur Netzplanung passen.

Sind Clean‑Air‑RMUs im Betrieb genauso robust wie klassische Lösungen?

Sie können sehr robust sein, wenn das Dicht- und Prüfkonzept stimmt und die Typprüfungen zur Konfiguration passen. Fordern Sie belastbare Nachweise zu IP‑Schutz, Temperaturanstieg und Schaltspielzahl.

Welche Dokumente sollte ein RMU-Hersteller zwingend mitliefern?

Mindestens: Datenblätter je Feld, GA‑Zeichnungen, Typprüfnachweise, Routine‑Testprotokolle je Gerät sowie eine Ersatzteil- und Wartungsdokumentation. Ohne Traceability steigt das Betriebsrisiko.

Worauf muss ich bei interner Lichtbogenfestigkeit achten?

Achten Sie auf die Klassifizierung nach einschlägigen Normen und auf den Geltungsbereich: Sie muss zur konkreten Feldkonfiguration und Aufstellart passen. Klären Sie außerdem, wie Druckentlastung und Bedienersicherheit umgesetzt sind.

Wie erkenne ich einen guten Service- und Ersatzteilprozess?

Gute Anbieter definieren Reaktionszeiten, Ersatzteilpakete, Obsoleszenzmanagement und klare Kommunikationswege. Fragen Sie nach realen Referenzen und typischen Lieferzeiten für kritische Komponenten.

Welche Zertifizierungen und Standards sind bei Lindemann-Regner relevant?

Lindemann‑Regner arbeitet mit strenger Qualitätskontrolle und ist in der Fertigung nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert; RMU‑Lösungen sind auf EU‑EN‑Konformität (u. a. EN 62271) ausgerichtet. Für schaltanlagennahes Equipment sind zudem je nach Produktlinie Prüf- und Zertifizierungsnachweise (z. B. VDE) relevant.

Last updated: 2026-01-20
Changelog: Fokus auf RMU-Auswahlkriterien und RFQ-Scoring ergänzt; Tabellen für Vergleich/Compliance erweitert; Service- und Lieferfähigkeitsprüfung konkretisiert.
Next review date: 2026-07-20
Triggers: Änderungen in EN/IEC-Normen; neue Netzbetreiber-Vorgaben; Produktupdates bei RMU-Isolation/Kommunikation; Abweichungen aus Feld-Feedback.

Über den Autor: LND Energy

Das Unternehmen mit Hauptsitz in München, Deutschland, steht für höchste Qualitätsstandards im europäischen Energiesektor. Mit fundierter technischer Kompetenz und einem konsequenten Qualitätsmanagement setzt das Unternehmen Maßstäbe für deutsche Präzisionsfertigung in Deutschland und Europa.

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