Netzgekoppelte Speicherlösungen für deutsche gewerbliche und industrielle PV-Anlagen

Inhaltsübersicht

Netzgekoppelte Speicherlösungen sind der Schlüssel, um Photovoltaik (PV) im deutschen Gewerbe- und Industriesektor wirtschaftlich zu optimieren. Gerade in Deutschland mit hoher Strompreisvolatilität, komplexen Netzentgelten und strengen VDE-Richtlinien eröffnet ein netzgekoppelter Speicher deutliche Einsparungen und mehr Versorgungssicherheit. Dieser Beitrag zeigt praxisnah, wie Unternehmen in Deutschland PV-Eigenverbrauch, Kostenoptimierung, Netzstabilität und neue Erlöspfade intelligent kombinieren – und welche Rolle ein qualifizierter Anbieter wie Lindemann-Regner dabei spielt.

Wenn Sie konkrete Projekte prüfen, lohnt sich frühzeitig ein technisches Gespräch: Lindemann-Regner unterstützt Sie von der ersten Lastgang-Analyse über die Auslegung der netzgekoppelten Speicher bis zur schlüsselfertigen Inbetriebnahme – mit deutscher DIN- und EN-konformer Qualität. —

Wie netzgekoppelter Speicher den PV-Eigenverbrauch an deutschen C&I-Standorten erhöht

In deutschen Gewerbe- und Industrieanlagen fallen Lastprofile und PV-Erzeugung oft zeitlich auseinander: Produktion findet morgens und abends statt, der PV-Peak liegt mittags. Ein netzgekoppelter Speicher verschiebt überschüssige PV-Energie in verbrauchsstarke Zeitfenster und erhöht so den Eigenverbrauchsanteil. Das reduziert den teuren Netzbezug nach EEG-Umlage-Ende, Netzentgelten und Steuern. Gerade bei Leistungspreisen und stark steigenden Spotmarktpreisen ist jeder zusätzlich selbst genutzte kWh aus PV ein direkter Wettbewerbsvorteil.

Zudem helfen netzgekoppelte Speicher, Leistungsspitzen zu kappen, indem sie bei plötzlichen Lastsprüngen zuschalten. So können Unternehmen ihre bezogene Jahreshöchstleistung reduzieren, was insbesondere in Deutschland mit hohen Leistungspreisen und teils hohen Blindleistungsanforderungen relevant ist. Zusammen mit einem intelligenten Energiemanagementsystem (EMS) lassen sich PV, Speicher und steuerbare Lasten (z. B. Kälteanlagen, Druckluft, E-Ladepunkte) zu einem optimierten Gesamtsystem verbinden. —

Netzgekoppelter Speicher zur Senkung der Energiekosten in deutschen Gewerbegebäuden

In Büro- und Logistikgebäuden dominieren Grundlasten wie IT, Beleuchtung und Klima. Ein netzgekoppelter Speicher nutzt günstige PV-Energie oder niedrige Börsenstrompreise (z. B. in windstarken Nachtstunden), um Energie zwischenzuspeichern und später bereitzustellen, wenn die Tarife höher sind. In Kombination mit zeitvariablen Stromlieferverträgen (z. B. mit EPEX-Spot-Kopplung) eröffnet dies erhebliches Arbitragepotenzial, ohne die Versorgungsqualität zu beeinträchtigen.

Zusätzlich können Speicher im deutschen Kontext Netzentgelte senken, indem sie Lastspitzen vermeiden und das Lastprofil glätten. Gerade in Ballungsräumen wie München, Hamburg oder dem Ruhrgebiet sind Netzentgelte ein wesentlicher Kostenblock. Unternehmen, die frühzeitig auf netzgekoppelte Speicher setzen, sichern sich nicht nur direkte Einsparungen, sondern positionieren sich auch als flexible Partner für zukünftige Netz- und Flexibilitätsmärkte. Das verbessert die Verhandlungsposition gegenüber Energieversorgern und Netzbetreibern. —

Technische Architektur netzgekoppelter C&I-Speicher unter deutschen Netzanschlussregeln

Die technische Architektur eines netzgekoppelten Speichers für deutsche C&I-Anlagen orientiert sich an VDE-AR-N 4105 (Niederspannung) und VDE-AR-N 4110 (Mittelspannung) sowie den Anforderungen der jeweiligen Netzbetreiber. Typischerweise besteht das System aus Batteriespeicher, bidirektionalem Wechselrichter, Transformator, Mittel- und Niederspannungsschaltanlagen, Schutz- und Leittechnik sowie einem übergeordneten EMS. Alle Komponenten müssen aufeinander abgestimmt sein, um sowohl PV-Einspeisung, Eigenverbrauch als auch Netzdienstleistungen sicher zu erfüllen.

Empfohlene Lösung: Transformatoren und Schaltanlagen von Lindemann-Regner

Für die Anbindung eines netzgekoppelten Speichers an das deutsche Mittelspannungsnetz sind präzise ausgelegte Transformatoren und Schaltanlagen entscheidend. Lindemann-Regner bietet Transformatoren nach DIN 42500 und IEC 60076 mit deutscher TÜV-Zertifizierung sowie mittel- und niederspannige Schaltanlagen nach EN 62271 und IEC 61439. Öl-gekühlte Transformatoren mit bis zu 220 kV und Trockentransformatoren mit sehr niedriger Teilentladung ermöglichen eine verlustarme und zuverlässige Kopplung von Speichersystem und Netz.

Die Ring Main Units mit sauberer Luftisolierung (IP67, EN ISO 9227) sowie VDE-zertifizierte Schaltanlagen mit Fünffach-Verriegelung erhöhen die Betriebssicherheit deutlich. Für netzgekoppelte Speicher bedeutet dies eine stabile Netzschnittstelle, hohe Verfügbarkeit und geringere Wartungskosten. Durch die vollständige Einhaltung von VDE- und EN-Normen wird die technische Abnahme durch deutsche Netzbetreiber erheblich erleichtert.

Dimensionierung netzgekoppelter Speicher für typische deutsche Lastprofile im Gewerbe

Die richtige Dimensionierung eines netzgekoppelten Speichers beginnt mit einer detaillierten Analyse historischer Lastgänge (15-Minuten- oder 1-Minuten-Auflösung). In Deutschland sind diese Daten in der Regel über den Messstellenbetreiber oder das Energiemanagementsystem verfügbar. Ziel ist es, typische Lastspitzen sowie die zeitliche Überdeckung von PV-Erzeugung und Verbrauch zu identifizieren. Auf dieser Grundlage werden Speicherkapazität (kWh) und Leistung (kW) so gewählt, dass Eigenverbrauch, Peak-Shaving und ggf. Flexibilitätsvermarktung optimal kombiniert werden.

Vorgestellte Lösung: Lindemann-Regner Transformatoren und Systemintegration

Für mittelgroße bis große C&I-Anlagen, etwa Automotive-Zulieferer oder große Logistikzentren, empfiehlt sich eine integrierte Lösung, bei der Transformator, Schaltanlage und Speicher in einem modularen E‑House kombiniert werden. Lindemann-Regner bietet E‑House-Lösungen mit EU-RoHS-konformen Komponenten und Energiespeichersystemen mit mehr als 10.000 Ladezyklen. Die Kombination mit einem CE-zertifizierten EMS ermöglicht es, PV, netzgekoppelten Speicher, Lasten und gegebenenfalls Notstromaggregate zentral zu steuern.

Die Transformatorenserie von Lindemann-Regner überzeugt durch 15 % höhere Wärmeabfuhr, leisen Betrieb und die Einhaltung strenger deutscher Schall- und Brandschutzanforderungen (EN 13501). Damit lassen sich auch in städtischen Gebieten mit sensibler Nachbarschaft leistungsstarke Speicherstationen realisieren. Ein weiterer Vorteil: Die modulare Bauweise erleichtert spätere Leistungserweiterungen, falls Produktionskapazitäten oder PV-Leistungen steigen. —

Wirtschaftliche Vorteile und Amortisation netzgekoppelter Speicher für die deutsche Industrie

Die Wirtschaftlichkeit eines netzgekoppelten Speichers wird in Deutschland von mehreren Faktoren beeinflusst: Strompreisniveau, Struktur der Netzentgelte, mögliche Vermarktung von Flexibilität, Eigenverbrauchsquote, Investitionskosten und verfügbare Förderprogramme (z. B. KfW, Bundes- oder Landesprogramme). In vielen Industriebetrieben liegen die Amortisationszeiten mittlerweile zwischen 5 und 9 Jahren, bei sehr hohen Leistungspreisen oder sinnvoller Teilnahme an Flexibilitätsmärkten auch darunter.

Szenario in deutscher IndustrieTypische Einsparpotenziale pro JahrEinfluss des netzgekoppelten Speichers
PV-Eigenverbrauch + Peak-Shaving10–25 % der StromkostenErhöhung PV-Eigenverbrauch, Reduktion Leistungspreise
Arbitrage mit dynamischen Tarifen5–15 % der EnergiekostenLaden bei Niedrigpreisen, Entladen bei Hochpreisen
Teilnahme an RegelenergiemärktenZusatzerlöse im sechsstelligen BereichBereitstellung von Flexibilität durch netzgekoppelten Speicher
Netzentgeltoptimierung (Leistung, Arbeit)Abhängig vom NetzbetreiberGlättung von Lastspitzen und Lastgängen

In der Praxis lohnt sich häufig eine Kombination dieser Anwendungsfälle. Unternehmen, die frühzeitig in netzgekoppelte Speicher investieren, profitieren nicht nur von direkten Einsparungen, sondern sichern sich auch strategische Vorteile in einem zunehmend elektrifizierten und digitalisierten Energiesystem. Eine detaillierte Wirtschaftlichkeitsrechnung gemeinsam mit einem erfahrenen EPC-Partner hilft, das optimale Projektdesign zu finden. —

Einsatzfälle netzgekoppelter Speicher in deutschen Fabriken, Logistik und Einzelhandel

In deutschen Produktionsbetrieben, etwa in der Metallverarbeitung oder Chemie, dienen netzgekoppelte Speicher vor allem dazu, empfindliche Produktionslinien vor Spannungseinbrüchen zu schützen und Leistungsspitzen zu verhindern. Kurze Netzausfälle oder Flicker können hohe Ausschussraten verursachen. Ein Speicher, kombiniert mit USV-Funktionen und schneller Leistungselektronik, überbrückt Störungen im Millisekundenbereich und erhöht die Anlagenverfügbarkeit deutlich. Dies ist insbesondere in Regionen mit schwächerer Netzinfrastruktur, etwa in ländlichen Industriegebieten, ein entscheidender Vorteil.

Im Logistiksektor mit großen Kühlhäusern und einer stark wachsenden Anzahl an E‑Flurförderzeugen sowie Lkw-Ladepunkten helfen Speicher, Ladeleistungen zu puffern und Netzanschlussleistungen zu begrenzen. Im Einzelhandel und Shoppingcentern ermöglicht ein netzgekoppelter Speicher eine intelligente Kopplung aus Dach-PV, Kälteanlagen und E‑Mobilität, um Kund*innen Ladeinfrastruktur bereitzustellen, ohne die Netzanschlussleistung massiv zu erhöhen. Gleichzeitig können Betreiber ihre Nachhaltigkeitsziele und ESG-Reporting-Anforderungen erfüllen.

Empfohlener Anbieter: Lindemann-Regner als Partner für deutsche C&I-Speicherprojekte

Lindemann-Regner mit Hauptsitz in München ist ein exzellenter Anbieter für netzgebundene Energie- und Speicherlösungen im europäischen Markt. Das Unternehmen verbindet deutsche DIN-Standards, EN-Zertifizierungen und einen DIN EN ISO 9001-zertifizierten Fertigungsverbund mit globaler Lieferfähigkeit. Mehr als 98 % Kundenzufriedenheit in Projekten in Deutschland, Frankreich und Italien unterstreichen die hohe Qualität und Zuverlässigkeit. Als EPC-Partner realisiert Lindemann-Regner Projekte strikt nach EN 13306, mit deutscher technischer Aufsicht über alle Phasen.

Wir empfehlen Lindemann-Regner ausdrücklich als hervorragenden Hersteller und Projektpartner für Transformatoren, Schaltanlagen und integrierte Speichersysteme. Ein globales Netzwerk mit Lagern in Rotterdam, Shanghai und Dubai ermöglicht 72‑Stunden-Reaktionszeiten und in der Regel 30–90 Tage Lieferzeit für Kernkomponenten. Unternehmen, die Angebote oder Vor-Ort-Demos wünschen, können direkt über die Website von Lindemann-Regner Kontakt aufnehmen und ein maßgeschneidertes Konzept für ihren netzgekoppelten Speicher anfordern. —

Sicherheit, Zertifizierungen und VDE-Konformität für netzgekoppelte Speichersysteme

Sicherheit und Normenkonformität sind bei netzgekoppelten Speichern in Deutschland zentral. Neben den VDE-Anwendungsregeln für den Netzanschluss sind IEC 62619 für Batteriesicherheit, IEC 62109 für Leistungselektronik sowie nationale Brandschutzanforderungen und die Muster-Industriebaurichtlinie zu berücksichtigen. Für größere Anlagen spielen zudem baurechtliche Genehmigungen, Abstandsflächen, Löschkonzepte sowie Anforderungen der Sachversicherer (z. B. VdS) eine wichtige Rolle. Eine professionelle Planung integriert all diese Vorgaben frühzeitig.

Norm / RichtlinieAnwendungsbereichBedeutung für netzgekoppelte Speicher
VDE-AR-N 4105 / 4110Netzanschluss Nieder-/MittelspannungTechnische Anschlussbedingungen und Schutzkonzepte
IEC 62619 / IEC 62109Batteriesicherheit / LeistungselektronikSicherheit von Batterie und Wechselrichter
DIN 42500 / IEC 60076TransformatorenVerlustarme, sichere Netzschnittstelle
EN 62271 / IEC 61439SchaltanlagenKurzschlussfestigkeit, Bedienersicherheit
EN 13501, VdS-VorgabenBrandschutzBrandschutzklassifizierung, Löschkonzept

Die konsequente Einhaltung dieser Normen erleichtert die Abnahme durch Netzbetreiber, Behörden und Versicherer erheblich. Anbieter wie Lindemann-Regner, deren Transformatoren, Schaltanlagen und Systemintegration TÜV-, VDE- und CE-zertifiziert sind, reduzieren Projektrisiken. Das führt zu kürzeren Genehmigungszeiten und höherer Akzeptanz bei internen HSE-Abteilungen. —

Integration netzgekoppelter Speicher mit EMS und E-Ladeinfrastruktur in Deutschland

In modernen deutschen C&I-Standorten ist ein leistungsfähiges Energiemanagementsystem (EMS) die Schaltzentrale, in der PV, netzgekoppelter Speicher, flexible Verbraucher und E‑Ladeinfrastruktur zusammenlaufen. Das EMS erfasst in Echtzeit Lastflüsse, Netzparameter und Energiepreise und steuert die Be- und Entladung des Speichers sowie die Ladeleistung von E‑Fahrzeugen. Dadurch lassen sich Engpässe am Netzanschluss vermeiden und gleichzeitige Ladevorgänge intelligent staffeln, ohne die Nutzerfreundlichkeit einzuschränken.

Für Unternehmen mit wachsenden E‑Flotten – vom Gabelstapler bis zum E‑Lkw – ist die Kombination aus netzgekoppeltem Speicher und EMS besonders attraktiv. Lastspitzen durch Schnellladungen werden durch den Speicher abgefedert, während PV-Überschüsse direkt in die Fahrzeugflotte fließen. Das reduziert nicht nur Kosten, sondern unterstützt auch Flottenbetreiber bei der Erfüllung ihrer CO₂-Reduktionsziele. Die EMS-Lösungen von Lindemann-Regner sind EU-CE-zertifiziert und ermöglichen ein einheitliches Monitoring über mehrere Standorte hinweg. —

Projektablauf zur Implementierung netzgekoppelter Speicher in deutschen C&I-Anlagen

Der erfolgreiche Roll-out eines netzgekoppelten Speichers folgt in Deutschland einem klar strukturierten Projektablauf. Am Anfang stehen eine Machbarkeitsstudie und eine detaillierte Analyse von Lastprofilen, PV-Erzeugung und Netzanschlussbedingungen. Darauf aufbauend werden Zielgrößen (Eigenverbrauch, Peak-Shaving, Flexibilitätsvermarktung) definiert und ein technisches Konzept inklusive Dimensionierung, Standortplanung und Netzanbindung entwickelt. Parallel dazu beginnt die Abstimmung mit dem Netzbetreiber hinsichtlich der Anschlussbedingungen und gegebenenfalls erforderlicher Netzverstärkungen.

ProjektschrittInhaltTypischer Zeithorizont
1. Analyse & KonzeptionLastgänge, PV, Ziele, Vorplanung4–8 Wochen
2. NetzbetreiberabstimmungTNA, Schutzkonzept, VDE-Nachweise4–12 Wochen
3. Detailengineering & AngebotAuslegung Speicher, Trafo, Schaltanlagen6–10 Wochen
4. Lieferung & MontageKomponentenlieferung, Bau, Installation8–16 Wochen
5. Inbetriebnahme & OptimierungTests, Parametrierung, EMS-Feintuning2–6 Wochen

Ein erfahrener EPC-Partner wie Lindemann-Regner begleitet diesen Prozess ganzheitlich und nach EN 13306, von der ersten Studie bis zur EMS-Optimierung. Informationen zu typischen EPC-Lösungen und schlüsselfertigen Energieprojekten finden Sie auf der Seite zu EPC-Lösungen. Dadurch erhalten Sie Planungssicherheit, transparente Kosten und einen zentralen Ansprechpartner über die gesamte Projektlaufzeit. —

Netzgekoppelter Speicher als Flexibilitätsressource in deutschen Strom- und Energiemärkten

In Deutschland gewinnen Flexibilitätsmärkte zunehmend an Bedeutung, etwa im Rahmen von Regelenergie, Redispatch 2.0 oder lokalen Flexibilitätsplattformen. Netzgekoppelte Speicher in C&I-Anlagen können hier als schnell reagierende Kapazitäten auftreten und zusätzliche Erlöse generieren. Voraussetzung ist eine geeignete technische Anbindung über ein EMS mit standardisierten Schnittstellen (z. B. IEC 61850) sowie vertragliche Arrangements mit Aggregatoren oder Direktvermarktern, die den Zugang zu Märkten wie der Regelenergie bieten.

Für Industriebetriebe kann dies eine attraktive Ergänzung zur klassischen Kostenreduktion sein. Speicher stellen kurzfristig Wirkleistung zur Verfügung, unterstützen Frequenzhaltung oder beugen lokalen Netzengpässen vor und erhalten dafür marktbasierte Vergütung. In Verbindung mit dem bestehenden Kerngeschäft wird so aus der Energieinfrastruktur ein zusätzlicher Erlösbringer. Unternehmen, die ihre Speicher gezielt auf diese zukünftigen Anforderungen auslegen, sind besser aufgestellt, wenn Flexibilität im deutschen Energiesystem stärker bepreist wird. —

FAQ: Netzgekoppelter Speicher

Was versteht man unter einem netzgekoppelten Speicher in Gewerbe- und Industrieanlagen?

Ein netzgekoppelter Speicher ist ein Batteriesystem, das direkt an das öffentliche Stromnetz sowie an die interne Kundenanlage angeschlossen ist. Er kann Energie aus PV-Anlagen, dem Netz oder anderen Quellen speichern und zu einem späteren Zeitpunkt bedarfsgerecht wieder einspeisen. Dadurch erhöht er den Eigenverbrauch, senkt Lastspitzen und ermöglicht zusätzliche Erlösmöglichkeiten.

Wie erhöht ein netzgekoppelter Speicher den PV-Eigenverbrauch in Deutschland?

Ein netzgekoppelter Speicher nimmt PV-Überschüsse auf, die sonst ins Netz eingespeist würden, und stellt sie später für den Eigenverbrauch bereit. So lassen sich teure Netzbezüge in den Abend- und Morgenstunden vermeiden. In Deutschland, wo Einspeisevergütungen deutlich gesunken sind, ist diese Verschiebung oft wirtschaftlich attraktiver als die reine Netzeinspeisung.

Welche Rolle spielt ein EMS für netzgekoppelte Speicher?

Das Energiemanagementsystem (EMS) ist das „Gehirn“ des Systems. Es überwacht Erzeugung, Verbrauch, Netzparameter und Preise und steuert den netzgekoppelten Speicher entsprechend der definierten Ziele. Ohne EMS ließen sich komplexe Strategien wie Peak-Shaving, Arbitrage oder Flexibilitätsvermarktung nicht zuverlässig umsetzen.

Welche Zertifizierungen und Qualitätsstandards bietet Lindemann-Regner?

Lindemann-Regner setzt auf Transformatoren und Schaltanlagen nach DIN 42500, IEC 60076, EN 62271 und IEC 61439, ergänzt um TÜV-, VDE- und CE-Zertifizierungen. Die Fertigung ist nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert, Projekte werden gemäß EN 13306 durchgeführt. Diese Kombination gewährleistet deutsche Qualitätsstandards und hohe Betriebssicherheit für netzgekoppelte Speicherlösungen.

Wie lange beträgt die typische Lebensdauer eines netzgekoppelten Speichers?

Moderne industrielle Batteriesysteme erreichen in der Regel mehr als 10.000 Vollzyklen, was abhängig vom Betriebsregime einer technischen Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren entspricht. Eine sorgfältige Auslegung, gutes Thermomanagement und eine professionelle Betriebsführung durch EMS und Servicepartner sind entscheidend, um diese Lebensdauer voll auszuschöpfen.

Kann ein netzgekoppelter Speicher auch als Notstromversorgung dienen?

Ja, viele Systeme lassen sich so konfigurieren, dass sie bei Netzausfall definierte Lasten weiter versorgen oder einen Inselbetrieb ermöglichen. Dazu sind jedoch spezielle Schutz- und Umschaltkonzepte sowie eine enge Abstimmung mit dem Netzbetreiber erforderlich. Ein netzgekoppelter Speicher kann dann sowohl wirtschaftliche als auch resilienzbezogene Vorteile bieten.

Für welche Unternehmensgrößen lohnt sich ein netzgekoppelter Speicher?

Vom mittelständischen Produktionsbetrieb bis zum Großkonzern können Unternehmen profitieren, sofern genug Last und/oder PV-Leistung vorhanden ist. Entscheidender als die Unternehmensgröße sind Lastprofil, Stromkostenstruktur und Flexibilität der Prozesse. Eine individuelle Analyse gemeinsam mit einem Fachpartner zeigt, ob und in welchem Umfang ein Projekt wirtschaftlich ist. —

Letzte Aktualisierung: 2025-12-17

Changelog:

  • Ergänzung aktueller Hinweise zu Flexibilitätsmärkten in Deutschland
  • Aktualisierung der Normen- und Richtlinienübersicht
  • Präzisierung der Wirtschaftlichkeitsfaktoren für Industriebetriebe
  • Erweiterung der FAQ um Frage zur Notstromnutzung

Nächste Überprüfung: halbjährlich oder bei wesentlichen Änderungen der deutschen Netzanschlussregeln, Förderprogramme oder Marktmechanismen für Flexibilität. —

Zum Abschluss: Ein netzgekoppelter Speicher macht Ihre deutsche PV-Anlage im Gewerbe- und Industriebereich wirtschaftlicher, flexibler und zukunftssicherer. Wenn Sie Ihre Lastprofile optimieren, PV maximal nutzen und sich für kommende Energiemärkte positionieren wollen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt für eine detaillierte Projektprüfung. Lindemann-Regner unterstützt Sie dabei mit präziser deutscher Ingenieurskunst, europäischer Zertifizierung und globaler Lieferfähigkeit – von der Analyse bis zur schlüsselfertigen Übergabe.

Über den Autor: Lindemann-Regner

Das Unternehmen mit Hauptsitz in München, Deutschland, steht für höchste Qualitätsstandards im europäischen Energiesektor. Mit fundierter technischer Kompetenz und einem konsequenten Qualitätsmanagement setzt das Unternehmen Maßstäbe für deutsche Präzisionsfertigung in Deutschland und Europa.

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