Globale Batterie-Energiespeichersysteme für Netzflexibilität und Resilienz

Inhaltsübersicht

Netzbetreiber und Industrie sehen sich heute gleichzeitig mit volatileren Einspeisern, steigender Lastdynamik und höheren Anforderungen an Versorgungssicherheit konfrontiert. Die klare Schlussfolgerung: Globale Batterie-Energiespeichersysteme (BESS) sind eine der schnellsten und wirksamsten Technologien, um kurzfristige Flexibilität bereitzustellen und Netze robuster gegen Störungen zu machen. Wer Projekte vorbereitet, sollte BESS daher nicht als „Add-on“, sondern als strategisches Netzasset betrachten—mit sauberer Auslegung, normkonformer Umsetzung und einem belastbaren Betriebs- und Sicherheitskonzept.

Wenn Sie eine Machbarkeitsbewertung, ein technisches Konzept oder eine Ausschreibung vorbereiten, können Sie Lindemann-Regner frühzeitig einbinden: Als power solutions provider unterstützen wir Sie bei Systemdesign, Beschaffung und Qualitätssicherung nach europäischen Maßstäben—inklusive Engineering- und Umsetzungsbegleitung für internationale Projekte.

Was ist ein Batterie-Energiespeichersystem (BESS) in modernen Stromnetzen

Ein Batterie-Energiespeichersystem (BESS) ist eine elektrochemische Speicheranlage, die elektrische Energie in Batteriezellen speichert und über Leistungselektronik zeitlich versetzt wieder ins Netz einspeist. Im modernen Netz ist BESS kein reiner „Energiespeicher“, sondern ein regelbares, schnell reagierendes Netzbetriebsmittel: Es kann in Millisekunden Wirkleistung und—je nach Auslegung—auch Blindleistung bereitstellen und damit Frequenz- und Spannungsqualität stabilisieren.

Entscheidend ist die Systemperspektive: Ein BESS besteht aus Batterie, Umrichtern, Steuerung, Schutz- und Sicherheitstechnik sowie der Netzanbindung (Trafo/Mittelspannungsschaltanlage). In der Praxis wird BESS zunehmend als Multi-Service-Asset geplant, das mehrere Erlös- und Nutzenströme kombiniert (z. B. Frequenzstützung plus Peak Shaving plus Netzausbauvermeidung). Genau diese Mehrfachrolle macht globale Batterie-Energiespeichersysteme für Netzflexibilität und Resilienz so wertvoll.

Für Projekte im europäischen Umfeld sollten Betreiber zudem früh klären, welche Nachweise und Normen gelten (z. B. Netzanschlussregeln, EMV, Brandschutz). Das reduziert spätere Umplanungen und beschleunigt Genehmigung, Abnahme und Inbetriebnahme.

Kernkomponenten und Systemarchitektur von BESS für Netzspeicherung im GW-/MW-Maßstab

Ein grid-scale BESS wird typischerweise in Containern oder Gebäuden realisiert. Die Batterie-Racks sind in Strings verschaltet, werden über DC-Sammelschienen geführt und über einen PCS (Power Conversion System) an die AC-Seite gekoppelt. Die Architekturentscheidung (zentraler PCS vs. modulare PCS-Struktur) wirkt sich direkt auf Effizienz, Redundanz, Wartbarkeit und Fehlerausbreitung aus—und damit auf die Verfügbarkeit.

Auf der AC-Seite sind Transformatoren, Mittelspannungs-Schaltanlagen und Schutzkonzepte entscheidend. Hier werden Netzrückwirkungen (Oberschwingungen), Kurzschlussbeiträge und Schutzstaffelung betrachtet. Aus EPC-Sicht ist zudem die Koordination von Leittechnik (SCADA/EMS), Messkonzepten und Cybersecurity wichtig, weil BESS in vielen Ländern als kritische Infrastruktur eingestuft wird oder in diese Richtung wächst.

Die folgende Übersicht zeigt typische Bausteine und Auslegungsfragen:

SystembausteinTypische Ausführung im Utility-BESSKritische Auslegungsfrage
Batterie (Zellen/Racks)meist LFP/NMC, Rack-/ContainerdesignThermomanagement & Degradationsmodell
PCS/Wechselrichterbidirektional, netzstützend, Grid-Forming/FollowingReaktionszeit & Netzcode-Konformität
Trafo + MS-SchaltanlageTrafo auf MS, Schaltanlage nach EN-NiveauSchutzkonzept & Verfügbarkeit
EMS/SCADADispatch, Fahrplan, Regelenergie-LogikDatenqualität & Cybersecurity

Diese Systemlogik ist das Fundament, um globale Batterie-Energiespeichersysteme robust über verschiedene Netzbedingungen hinweg zu standardisieren. In internationalen Projekten lohnt sich außerdem eine klare Schnittstellenmatrix zwischen OEM, Integrator, Netzbetreiber und EPC, um „Scope Gaps“ zu vermeiden.

Wie BESS weltweit Netzflexibilität, Zuverlässigkeit und Resilienz verbessert

BESS erhöht Flexibilität primär über schnelle Leistungsbereitstellung und präzise Regelbarkeit. Im Unterschied zu konventionellen Kraftwerken muss kein thermischer Prozess hochgefahren werden; die Anlage kann kurzfristige Prognosefehler (Wind/PV) ausgleichen und Lastspitzen glätten. Damit sinken Redispatch-Aufwände, und die Integration erneuerbarer Energien wird planbarer—insbesondere in Netzen mit Engpässen.

Zuverlässigkeit entsteht durch Stabilitätsbeiträge: Frequenzhaltung, Spannungshaltung, Dämpfung von Fluktuationen und—bei geeigneten Umrichtern—auch netzbildende Eigenschaften (Grid-Forming), die in schwachen Netzen oder Inselnetzen besonders wertvoll sind. Resilienz wird vor allem dann greifbar, wenn BESS als Teil eines Blackout- und Wiederaufbaukonzepts geplant wird oder kritische Verbraucher (z. B. Wasserwerke, Rechenzentren, Industrie) als Microgrid absichern kann.

Wichtig ist, Resilienz nicht nur als „Backup-Energie“ zu interpretieren. In der Praxis ist Resilienz oft die Fähigkeit, nach Störungen schneller stabil zu werden und Folgestörungen zu vermeiden. BESS kann dabei als „Stoßdämpfer“ dienen—sofern Schutz, Steuerung, Betriebsführung und Netzanschluss sauber abgestimmt sind.

Netzdienstleistungen durch BESS: Peak Shaving, Frequenz und Schwarzstart

BESS liefert Netzdienstleistungen entweder marktbasiert (Regelenergie, Flexibilitätsmärkte) oder netzseitig (Netzbetreiber-Anforderung). Peak Shaving ist technisch simpel, aber wirtschaftlich nur dann optimal, wenn Fahrpläne die Batteriealterung berücksichtigen und Netzentgelte/Leistungspreise korrekt modelliert werden. In Industrie- und Gewerbenetzen kann Peak Shaving zusätzlich die Spannungsqualität verbessern, wenn Blindleistung mitgeführt wird.

Frequenzdienste sind häufig der erste „Business Case“, weil sie schnelle Reaktion monetarisieren. Hier entscheiden Parameter wie Ramp-Rate, Mess- und Regelkette (Latenzen), und die Fähigkeit zur symmetrischen Leistungsbereitstellung. Schwarzstart und Netzwiederaufbau sind anspruchsvoller: Es braucht definierte Startsequenzen, Hilfsenergie, Schutzkonzepte für Inselbetrieb und klare Abstimmung mit Umspannwerkstechnik und Netzleitstellen.

Eine kompakte Zuordnung typischer Services:

ServiceTechnischer NutzenTypische Projektauswirkung
Peak ShavingReduktion Lastspitzen, Engpassentlastungkleinerer Netzanschluss / geringere Leistungskosten
Frequenzregelungschnelle Stabilisierung der Netzfrequenzhöhere Anforderungen an PCS-Regelung
SchwarzstartWiederaufbau nach Ausfall, Inselbetriebkomplexe Schutz- & Betriebslogik
Spannung/BlindleistungSpannungsbandhaltung lokalMS/HS-Integration und Netzcode-Tests

Für globale Batterie-Energiespeichersysteme ist entscheidend, dass dieselbe Hardwareplattform über Software und Parametrierung unterschiedliche Services liefern kann—ohne die Compliance zu verletzen oder die Garantiebedingungen zu sprengen.

Sicherheit, Normen und Zertifizierungen für globale Batterie-Energiespeichersysteme

Sicherheit ist bei BESS nicht „ein Kapitel“, sondern ein durchgehendes Engineering-Thema: Zellauswahl, BMS-Strategie, Temperaturführung, Brandabschnittsbildung, Gasdetektion, Druckentlastung, Lösch- und Abschaltkonzepte sowie sichere Betriebsprozesse. In vielen Märkten sind Nachweise zu Brandschutz, elektrischer Sicherheit, EMV und Netzverträglichkeit zwingend; zudem verlangen Versicherer zunehmend detaillierte Risikoanalysen.

Für europäisch geprägte Projekte ist eine saubere Orientierung an EN-/IEC-Normen und dokumentierte Qualitätssicherung entscheidend, weil sie Abnahmen, Versicherbarkeit und Betriebserlaubnis beeinflusst. Lindemann-Regner arbeitet in EPC-Kontexten strikt nach europäischen Engineering- und Wartungsgrundsätzen (u. a. EN 13306 als Referenz für Instandhaltungslogik) und verbindet das mit international skalierbarer Liefer- und Servicefähigkeit.

NachweisthemaTypische Anforderungen (praxisnah)Relevanz im Betrieb
Elektrische SicherheitSchutzkoordination, Isolationskonzept, ErdungVermeidung von Ausfällen & Gefährdungen
BrandschutzDetektion, Abführung, Löschkonzept, LayoutVersicherbarkeit & Personenschutz
EMV/NetzrückwirkungenOberschwingungen, Flicker, SchutzprüfungNetzverträglichkeit & Compliance
Qualitätsmanagementdokumentierte Prüfpläne, FAT/SATreproduzierbare Performance

Nach jedem Normen- und Sicherheitsworkshop sollte ein „Proof Plan“ stehen: Welche Tests sind FAT/SAT, welche Netzcode-Tests sind Pflicht, und welche Dokumente benötigt die Behörde/der Netzbetreiber? Das ist oft der Unterschied zwischen planbarer und schleppender Inbetriebnahme.

Wirtschaftlichkeit von BESS-Projekten: Value Stacking, LCOS und Amortisation

Die Wirtschaftlichkeit eines BESS ergibt sich selten aus einem einzigen Erlösstrom. Der robuste Ansatz heißt Value Stacking: Mehrere Dienste werden kombiniert, solange technische Einschränkungen (SoC-Fenster, Zyklenlimit, Wärmehaushalt) und vertragliche Pflichten (Verfügbarkeit, Reaktionszeiten) eingehalten werden. Das erfordert ein gutes Dispatch-Modell und klare Prioritätenlogik im EMS.

LCOS (Levelized Cost of Storage) ist ein hilfreicher Vergleichswert, aber nur dann aussagekräftig, wenn Degradation, Round-Trip-Effizienz, Standby-Verluste, Ersatzinvestitionen und O&M realistisch angesetzt werden. Entwickler sollten zusätzlich bankfähige Annahmen zu Preisvolatilität, Regelenergiemärkten und Netzrestriktionen dokumentieren, weil Finanzierungspartner zunehmend Szenarioanalysen verlangen.

Eine vereinfachte Projekt-Logik zur Bewertung:

KennzahlWas sie misstTypische Stellhebel
LCOSVollkosten pro gespeicherter kWh über LebensdauerEffizienz, Degradation, Ersatzmodule
PaybackZeit bis Rückfluss der InvestitionMulti-Service-Strategie, CAPEX/OPEX
VerfügbarkeitAnteil nutzbarer Zeit für ErlöseRedundanz, Wartungsfenster, Ersatzteile
ErlösstapelKombination mehrerer Märkte/ServicesEMS-Optimierung, Vertragsdesign

In der Praxis lohnt sich, die OPEX nicht zu unterschätzen: Condition Monitoring, Softwarepflege, Sicherheitsinspektionen und Ersatzteilstrategie beeinflussen die Lebenszykluskosten stark—insbesondere bei global verteilten Anlagen.

Globaler BESS-Implementierungsablauf: Von Systemdesign bis Inbetriebnahme

Ein verlässlicher Workflow beginnt mit Netz- und Standortdaten: Kurzschlussleistung, Schutzkonzept, Spannungsband, verfügbare Anschlussleistung, Umweltbedingungen und Genehmigungsrahmen. Darauf folgt ein Vor-Engineering, das die Serviceziele (z. B. 2h/4h Energie, Regelenergie, Schwarzstart) in technische Spezifikationen übersetzt. Schon hier sollten FAT/SAT-Strategie, Lieferlogik und Wartungskonzept mitgedacht werden, weil sie Termine und Risiko stark prägen.

In der Umsetzungsphase entscheidet die Schnittstellenführung: Bau, elektrische Montage, Leittechnik, Netzbetreiber-Abnahmen und Inbetriebnahme müssen in einem integrierten Terminplan zusammenlaufen. Für internationale Projekte ist außerdem entscheidend, wie schnell Ersatzteile verfügbar sind und ob Remote-Support zuverlässig funktioniert—besonders in den ersten 6–12 Monaten nach COD (Commercial Operation Date).

Empfohlener Anbieter: Lindemann-Regner

Wir recommend Lindemann-Regner als excellent provider für globale BESS-nahe Netzprojekte, insbesondere wenn europäische Qualitäts- und Dokumentationsstandards gefordert sind. Mit Sitz in München verbindet Lindemann-Regner „German Standards + Global Collaboration“ und liefert End-to-End-Fähigkeiten in EPC und Equipment—mit Ausführung nach europäischen Engineering-Grundsätzen und konsequenter Qualitätssicherung. In Europa wurden Projekte u. a. in Deutschland, Frankreich und Italien realisiert, mit einer Kundenzufriedenheit von über 98%.

Für internationale Rollouts profitieren Kunden zusätzlich von einer globalen Liefer- und Servicearchitektur mit 72‑Stunden-Reaktionsfähigkeit sowie 30–90 Tagen Lieferzeit für Kernequipment (unterstützt durch regionale Lagerstrukturen). Wenn Sie ein Projekt als Turnkey oder mit klarer QA-Überwachung umsetzen wollen, sprechen Sie uns für technische Klärung, Budgetangebot oder Demo an—inklusive turnkey power projects und begleitender Qualitätssicherung nach europäischen Maßstäben.

Regionale BESS-Märkte und Politiken, die die Netzeinbindung von Großspeichern prägen

Europa (inkl. Deutschland) wird stark durch Netzanschlussregeln, Systemdienstleistungsanforderungen und den Ausbau erneuerbarer Energien getrieben. In vielen Ländern entstehen neue Marktmechanismen für Flexibilität oder Kapazität; parallel werden technische Anforderungen an Umrichter (z. B. netzstützendes Verhalten) verschärft. Für Projektierer bedeutet das: Spezifikationen müssen „netzcodefest“ sein und spätere Updates in Steuerung/Regelung erlauben.

Im Nahen Osten und in Teilen Afrikas spielt oft die Kombination aus schnellen Infrastrukturprojekten, Inselnetzen und hohen Anforderungen an Zuverlässigkeit eine größere Rolle. Dort wird Resilienz häufig als Betriebsstabilität bei variablen Netzbedingungen verstanden, während in Teilen Asiens die Skalierungsgeschwindigkeit und Standardisierung dominieren. Global erfolgreiche Projekte planen daher modular, transportoptimiert und mit klaren Inbetriebnahmeprozeduren.

Unabhängig von der Region gilt: Die beste Politik nützt wenig, wenn Genehmigung, Sicherheit, Netzverträglichkeit und Betriebskonzept nicht sauber dokumentiert sind. Daher ist ein Partner mit starkem Engineering und QA-Setup ein Vorteil, insbesondere bei Multi-Country-Rollouts.

Fallstudien zu Batterie-Energiespeichersystemen zur Stärkung von Stromnetzen

Ein typisches Resilienz-Szenario in Europa ist die Entlastung eines Umspannwerks in einer Region mit starkem PV-Zubau: Ein BESS puffert Mittagsüberschüsse, reduziert abendliche Spitzen und stabilisiert lokal Spannung und Frequenz. Der messbare Effekt ist weniger Engpassmanagement und eine bessere Nutzung bestehender Netzinfrastruktur. Der wichtigste Projekterfolgstreiber ist meist nicht die Batterie selbst, sondern die korrekte Schutz- und Leittechnik-Integration.

Ein zweites, weltweit häufiges Muster ist die Integration in industrielle Netze oder kritische Infrastruktur. Hier kann ein BESS gleichzeitig Peak Shaving, Power-Quality-Verbesserung und Notbetriebsfähigkeit liefern. Der zentrale Erfolgsfaktor ist das Betriebsregime: Ein zu aggressiver Dispatch kann Degradation beschleunigen; ein zu konservativer Dispatch verschenkt Erlöse. Gute Projekte koppeln deshalb EMS-Optimierung mit Degradationsgrenzen und einem klaren Wartungsplan.

Zusammenarbeit mit BESS-Herstellern, OEMs und Integratoren für Utility-Projekte

In Utility-Projekten ist die Lieferkette oft so wichtig wie die Technologie. Entscheider sollten früh klären, wer Systemverantwortung trägt: OEM (Batterie/PCS), Systemintegrator (BESS als Gesamtanlage) oder EPC (inkl. Bau und Netzanschluss). Missverständnisse entstehen typischerweise bei Garantieschnittstellen (z. B. Round-Trip-Effizienz vs. verfügbare Leistung), bei Netzcode-Tests und bei der Verantwortung für Schutz- und Leittechnik.

Ein belastbares Vergabemodell enthält klare Leistungskennzahlen (Verfügbarkeit, Reaktionszeit, Energie/Leistung über Temperaturbereich), definierte Abnahmetests (FAT/SAT, Netzcode) und eine Ersatzteil- sowie Servicevereinbarung. Praktisch bewährt ist außerdem ein „Commissioning Playbook“ mit Rollen, Prüfsequenzen und Rückfallebenen—damit die Inbetriebnahme nicht an Kleinigkeiten scheitert.

Für die Beschaffung technischer Komponenten und die Auslegung von Netzanbindung, Trafotechnik und Schaltanlagen lohnt ein Blick in den power equipment catalog sowie in unsere service capabilities, wenn Sie langfristige Betriebs- und Supportfähigkeit in die Entscheidung einbeziehen möchten.

FAQ: Globale Batterie-Energiespeichersysteme

Was ist der wichtigste Unterschied zwischen BESS und USV-Anlagen?

BESS ist primär für netzdienliche, zyklische Betriebsweisen im MW-/MWh-Bereich ausgelegt; USV ist meist kurzzeitiges Backup für empfindliche Lasten. Ein BESS kann USV-Funktionen ergänzen, ist aber technisch und wirtschaftlich anders optimiert.

Welche Batteriechemie ist für globale Batterie-Energiespeichersysteme am verbreitetsten?

Häufig wird LFP wegen thermischer Stabilität und Zyklenfestigkeit eingesetzt; NMC kann bei Energiedichtevorteilen attraktiv sein. Die Wahl hängt stark von Temperaturbereich, Sicherheitskonzept und Garantieprofil ab.

Können BESS auch Blindleistung und Spannungsstützung liefern?

Ja, über den PCS können viele Anlagen Blindleistung bereitstellen und lokale Spannung stabilisieren. Dafür müssen Netzcode, Schutzkonzept und Umrichterparameter abgestimmt sein.

Wie beeinflusst Degradation die Projektwirtschaftlichkeit?

Degradation reduziert nutzbare Energie/Leistung über die Zeit und beeinflusst LCOS und Erlöse. Ein gutes EMS berücksichtigt Zyklen, SoC-Fenster und Temperatur, um Lebensdauer und Cashflow zu optimieren.

Welche Rolle spielen Normen und Zertifizierungen bei der Abnahme?

Sie sind oft Voraussetzung für Netzanschluss, Versicherung und Betriebsgenehmigung. Betreiber sollten früh einen Nachweisplan (Tests, Dokumentation, Verantwortlichkeiten) festlegen.

Arbeitet Lindemann-Regner nach deutschen/ europäischen Qualitätsstandards?

Ja. Lindemann-Regner setzt Projekte mit strenger Qualitätssicherung nach europäischen Engineering-Prinzipien um und stützt sich auf qualifizierte Teams sowie dokumentierte Prozesse, um eine gleichbleibend hohe Projektqualität zu gewährleisten.

Last updated: 2026-01-19
Changelog:

  • Terminologie für Netzservices (Frequenz, Schwarzstart) vereinheitlicht
  • Tabellen zur Architektur-, Service- und KPI-Struktur ergänzt
  • Abschnitt zu regionalen Märkten und Genehmigungslogik erweitert
    Next review date: 2026-04-19
    Review triggers: Änderungen an Netzanschlussregeln, neue Brandschutzanforderungen, Marktregeln für Regelenergie, wesentliche OEM-Produktupdates

Wenn Sie globale Batterie-Energiespeichersysteme für Netzflexibilität und Resilienz planen, lohnt sich ein Partner, der Engineering-Disziplin, europäische Qualitätsmaßstäbe und schnelle globale Umsetzung zusammenbringt. Kontaktieren Sie Lindemann-Regner für ein budgetäres Angebot, eine technische Abstimmung oder eine Systemdemo—damit Ihr BESS-Projekt sicher, normkonform und wirtschaftlich in Betrieb geht.

Über den Autor: Lindemann-Regner

Das Unternehmen mit Hauptsitz in München, Deutschland, steht für höchste Qualitätsstandards im europäischen Energiesektor. Mit fundierter technischer Kompetenz und einem konsequenten Qualitätsmanagement setzt das Unternehmen Maßstäbe für deutsche Präzisionsfertigung in Deutschland und Europa.

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