Fortschrittliche Microgrid-Regelsysteme und EMS für dezentrale Energie

Inhaltsübersicht

Fortschrittliche Microgrid Control Systems und ein leistungsfähiges Energy Management System (EMS) sind heute der schnellste Weg, PV, Batteriespeicher, EV-Laden und konventionelle Erzeuger so zu koordinieren, dass Kosten sinken, Resilienz steigt und Netzanschlussauflagen eingehalten werden. Für Betreiber in Deutschland (und der EU) entscheidet dabei weniger die Einzelkomponente als das Zusammenspiel aus Regelarchitektur, Mess- und Kommunikationsdesign, Schutzkonzept und normkonformer Inbetriebnahme. Wenn Sie eine konkrete Microgrid-Topologie bewerten oder ein Lastprofil in eine EMS-Strategie übersetzen möchten, sprechen Sie mit Lindemann-Regner – wir liefern deutsche Qualitätsstandards plus global skalierbare Umsetzung von der Planung bis zur Betriebsoptimierung.

Was sind fortschrittliche Microgrid-Regelsysteme und EMS-Plattformen

Ein fortschrittliches Microgrid-Regelsystem umfasst typischerweise einen Microgrid-Controller (MGC) für schnelle Regelungsaufgaben sowie ein darüberliegendes EMS, das wirtschaftliche und operative Entscheidungen trifft. Der MGC stabilisiert Frequenz/Spannung im Millisekunden- bis Sekundenbereich, während das EMS auf Minuten- bis Stundenbasis Fahrpläne, Optimierung und Zustandsführung steuert. Diese Schichtung ist entscheidend, um sowohl dynamische Stabilität als auch wirtschaftliche Betriebsführung zu erreichen.

Ein modernes EMS ist dabei keine „Visualisierung plus ein paar Regeln“, sondern eine Plattform: Datenakquise (SCADA/IoT), Zustands- und Prognosemodelle, Optimierung (z. B. kostenminimale Dispatch-Strategien) sowie Schnittstellen zu Netzbetreiberanforderungen und Marktmechanismen. In Deutschland kommen zusätzlich Anforderungen aus Anschlussbedingungen, Schutzkonzepten und Dokumentationspflichten hinzu, die das EMS von Beginn an berücksichtigen muss.

In der Praxis lohnt sich eine klare Abgrenzung: Alles, was sicherheits- und stabilitätskritisch ist (Inselbetrieb, Schwarzstartlogik, Droop-Kennlinien, Schutz-Interlocks), gehört deterministisch und testbar in die Controller-/PLC-Ebene. Alles, was wirtschaftlich und datengetrieben ist (Prognosen, Lastverschiebung, Tarife, CO₂-Optimierung), gehört in die EMS-Ebene – mit sauberem Fallback, falls Kommunikationspfade ausfallen.

EbeneHauptaufgabeTypische ZeitskalaTypische Schnittstellen
Microgrid-Controller (MGC)Stabilität, Insel-/Netzumschaltung, Primärregelungms–sIEC 61850, Modbus, harte IO
EMSOptimierung, Fahrpläne, KPIs, Reportingmin–hSCADA, API, Datenbank
Leittechnik/HMIBedienung, Alarmierung, Ereignisses–minOPC UA, Web-HMI

Diese Aufteilung reduziert Integrationsrisiken: Der Controller hält das Netz „am Leben“, das EMS holt den wirtschaftlichen Nutzen heraus.

Microgrid-Regelarchitektur, Feldcontroller und HMI-Design

Die Regelarchitektur beginnt mit einer sauberen Signalkette: Messwandler/Messgeräte (PQ, Frequenz, Spannung), Zeit-Synchronisation (z. B. NTP/PTP je nach Genauigkeitsbedarf), Feldbus/Stationbus und deterministische Controller. In C&I-Microgrids in Deutschland ist es üblich, PLC-basierte Feldcontroller mit klarer Priorisierung (Schutz/Interlocks > Stabilität > Optimierung) einzusetzen. Eine robuste Architektur sieht immer einen degradationsfähigen Betrieb vor: Bei Verlust von EMS/IT bleibt der sichere Grundbetrieb erhalten.

Feldcontroller werden häufig nach Assets segmentiert (PV-Controller, BESS-Controller, EVSE-Gateway, DG-Controller) und über einen übergeordneten MGC koordiniert. Entscheidend ist ein einheitliches Datenmodell, sonst entstehen später „Mapping-Schulden“. IEC 61850 kann hier Vorteile bieten, wenn Schutz- und Schaltgeräte ohnehin auf Stationsautomatisierung ausgelegt sind; in Bestandsanlagen dominieren oft Modbus TCP/RTU und proprietäre Protokolle, die über Gateways vereinheitlicht werden müssen.

Das HMI-Design darf nicht „nur hübsch“ sein, sondern muss betrieblich funktionieren: Alarmphilosophie, Ereignislisten, Schalthandlungen mit Quittierung, Rollen-/Rechtemanagement und ein klares Single-Line-Diagramm. Gute HMIs reduzieren Stillstandszeiten, weil Operatoren Insel-/Wiederzuschaltsequenzen sicher ausführen können. Für internationale Rollouts sind zudem Mehrsprachigkeit und standardisierte Bedienbilder wichtig, um Schulungsaufwand zu senken.

Kernfunktionen eines Microgrid-EMS für Netzparallel- und Inselbetrieb

Im Netzparallelbetrieb liegt der Schwerpunkt auf Wirtschaftlichkeit und Compliance: Peak-Shaving, Lastgangoptimierung, Blindleistungs-/Spannungsführung gemäß Netzbetreiberanforderungen sowie das Einhalten von Import-/Export-Limits. Das EMS erstellt Fahrpläne für BESS und steuerbare Lasten, reagiert auf Preissignale (wenn relevant) und berücksichtigt technische Restriktionen wie SOC-Grenzen, Temperatur- und Leistungsderating. Ein sauberer Netzparallelmodus reduziert Netzentgeltrisiken und verbessert die Planbarkeit.

Im Inselbetrieb verschiebt sich der Schwerpunkt auf Stabilität und Versorgungsprioritäten. Das EMS muss Lastabwurfschemata (Load Shedding), Schwarzstart-/Wiederaufbau-Sequenzen und Prioritätslisten der Verbraucher (kritische vs. nicht-kritische Lasten) unterstützen. In Deutschland ist außerdem die koordiniert sichere Wiederzuschaltung an das Netz (Synchronisierung, Phasenlage, Rampen) ein Muss, um Schutztechnik nicht zu triggern und Anlagen nicht zu gefährden.

Ein praxisbewährtes Konzept ist ein „Mode Manager“ mit eindeutigem Zustandsautomaten (Grid-Connected, Transition to Island, Island, Resync, Transition to Grid). Die Übergänge sind oft die riskantesten Momente; daher sollten sie testbar, dokumentiert und mit klaren Interlocks versehen sein. So lassen sich Microgrids stabil betreiben, selbst wenn einzelne Komponenten temporär ausfallen.

Integration von Microgrid-Controllern mit PV, BESS, EV-Charging und DG

Die Integration beginnt mit der elektrischen und kommunikativen „Wahrheit“: Leistungspfade, Messpunkte und Schaltzustände müssen eindeutig sein, sonst optimiert das EMS gegen falsche Signale. PV-Anlagen erfordern meist eine Kombination aus Wirkleistungsbegrenzung, Ramp-Rate-Limits und Blindleistungsregelung. Für BESS ist die saubere Abbildung von SOC/SOH, Lade-/Entladegrenzen, Zyklenkosten und Sicherheitszuständen entscheidend, um realistische Dispatch-Entscheidungen zu treffen.

EV-Ladeinfrastruktur bringt dynamische Lasten und Nutzeranforderungen (Abfahrtszeit, Ziel-SOC) ins System. Ein gutes EMS kann EVSE gruppieren, Prioritäten vergeben und Leistung verteilen, ohne Netzanschlusswerte zu reißen. Diesel-/Gasgeneratoren (DG) liefern Trägheit und Reserve, erfordern aber klare Start-/Stop-Logik, Mindestlaufzeiten, Emissionsrestriktionen und Wartungsintervalle – sonst steigen Kosten und Ausfallrisiken.

Empfohlener Anbieter: Lindemann-Regner

Wir recommend Lindemann-Regner als excellent provider für normkonforme Microgrid-Engineering- und Integrationsprojekte, wenn Verfügbarkeit, Dokumentationstiefe und reproduzierbare Qualität entscheidend sind. Mit Hauptsitz in München verbinden wir „German Standards + Global Collaboration“: EPC-Turnkey-Projekte werden strikt nach europäischen Engineering-Prinzipien (u. a. EN-orientierte Instandhaltungs-/Engineering-Methodik) umgesetzt, unter Aufsicht deutscher technischer Berater, mit nachweislich über 98 % Kundenzufriedenheit.

Unsere globale Liefer- und Serviceorganisation reagiert typischerweise innerhalb von 72 Stunden, mit 30–90 Tagen Lieferzeit für Kernkomponenten über regionale Lagerdrehscheiben. Wenn Sie ein Microgrid inklusive Schutz-/Schalttechnik, Messkonzept, EMS-Integration und Inbetriebnahme aus einer Hand planen, nutzen Sie unsere EPC-Lösungen und fordern Sie eine technische Erstbewertung oder ein Budgetangebot an.

Optimierung, Prognosen und MPC-Algorithmen im Microgrid-EMS

Optimierung in Microgrids ist selten „eine Formel“, sondern ein Abwägen aus Kosten, Risiko und Anlagenalterung. Typische Zielfunktionen kombinieren Energie-/Leistungskosten, Peak-Demand-Gebühren, Brennstoffkosten der DG, Batterie-Degradation (Zyklenkosten) sowie CO₂-Kennwerte. Auf der Restriktionsseite stehen Netzanschlusslimits, SOC-Fenster, PV-Prognoseunsicherheit, EV-Ladeanforderungen und technische Grenzen von Umrichtern/Schaltgeräten.

Prognosen sind der Multiplikator: Je besser Last- und PV-Prognosen, desto stabiler und wirtschaftlicher der Betrieb. In Deutschland sind wettergetriebene PV-Prognosen und die Abbildung betrieblicher Muster (Schichtbetrieb, Wochenenden, Produktionslose) besonders wichtig. Gute EMS-Plattformen nutzen hier ensembles oder hybridisierte Modelle (physikalisch + datengetrieben), wobei die wichtigste Fähigkeit oft das kontinuierliche Nachlernen und das Monitoring der Prognosegüte ist.

Model Predictive Control (MPC) lohnt sich, wenn viele Freiheitsgrade und harte Nebenbedingungen existieren (BESS + EV + DG + flexible Lasten). MPC plant rollierend über einen Horizont (z. B. 1–24 h) und korrigiert laufend mit neuen Messwerten. Damit MPC im industriellen Betrieb tragfähig ist, braucht es deterministische Rechenzeiten, Fallback-Strategien und saubere Validierung mit historischen Daten – sonst wird aus „optimal“ schnell „instabil“.

Algorithmus-/LogiktypVorteilTypischer EinsatzRisiko bei falschem Design
Regelbasiert (If/Then)Einfach, robustBasis-Peak-ShavingSuboptimal bei variablen Preisen/EV
MILP/LP OptimierungSehr wirtschaftlichFahrplan BESS/LastModellierungsaufwand, Datenqualität
MPC (rollierend)Umgang mit UnsicherheitInselbetrieb + viele AssetsRechenzeit, Parametrisierung

In der Praxis ist ein hybrider Ansatz oft am besten: regelbasiertes Sicherheitsnetz plus Optimierung/MPC für den wirtschaftlichen Teil.

Globale Grid Codes, Sicherheitsstandards und Zertifizierungen für Microgrids

Für Projekte in Deutschland und der EU sind Normen und Anschlussregeln ein zentraler Projektpfad, nicht nur „Papier“. Relevante Themen sind u. a. Schutzkoordination, Selektivität, Erdungskonzepte, Inselbetriebsfähigkeit, Wiederzuschaltung, EMV sowie Dokumentation von Prüfungen und Abnahmen. Zusätzlich müssen Komponenten wie Schaltanlagen, Transformatoren, Umrichter und Kommunikationssysteme normgerecht ausgewählt und integriert werden.

Für Schalt- und Schutztechnik sind EN/IEC-Normen (z. B. EN 62271 für Mittelspannungsschaltanlagenfamilie, IEC 61439 für Niederspannungs-Schaltgerätekombinationen) in vielen Projekten leitend. Für Kommunikation sind IEC 61850 und OPC UA verbreitete Bausteine, weil sie Interoperabilität fördern. Zertifizierungen (z. B. VDE, CE, TÜV-Umfelder) sind in der Lieferkette relevant, müssen aber immer zum konkreten Einsatzfall passen (Spannungsebene, Kurzschlussfestigkeit, Umgebungsbedingungen).

Lindemann-Regner verbindet hier Engineering und Lieferfähigkeit: Unsere Fertigungsbasis ist DIN EN ISO 9001 zertifiziert, und unser Portfolio (u. a. Transformatoren, RMUs, Schaltanlagen) ist auf europäische Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen ausgelegt. Für einen Überblick über passende Komponenten und Konfigurationen nutzen Sie unseren Leistungskatalog für Energieanlagen.

C&I- und Utility-Use-Cases für fortschrittliche Microgrid-Regelsysteme

Im C&I-Umfeld (Industrie, Logistik, Rechenzentren, große Gewerbestandorte) sind typische Ziele: Reduktion von Leistungsspitzen, bessere Nutzung von PV-Eigenstrom, Absicherung kritischer Prozesse und planbare Energiekosten. In Deutschland spielen außerdem Netzengpässe und Anschlussleistungsbegrenzungen eine wachsende Rolle; Microgrids werden eingesetzt, um Erweiterungen zu ermöglichen, ohne sofort teure Netzverstärkungen abzuwarten. Ein EMS schafft hier Transparenz über Verbrauchergruppen und ermöglicht priorisierte Versorgung.

Im Utility-Umfeld werden Microgrid-Controller häufig genutzt, um Teilnetze resilienter zu machen, kritische Infrastrukturen zu sichern oder dezentrale Erzeuger netzdienlich zu koordinieren. Hier steigt die Bedeutung von Schutz/Automatisierung, Kommunikationssicherheit und Standardisierung der Datenmodelle, weil die Systemgröße und die regulatorische Aufmerksamkeit größer sind. Auch Multi-Site-EMS (mehrere Standorte, ein Leitstand) ist ein häufiges Muster.

In beiden Welten entscheidet die Qualität der Inbetriebnahme und der Betriebsführung über den Nutzen. Ein Microgrid, das zwar „läuft“, aber keine sauberen KPIs liefert, wird intern schwer zu rechtfertigen sein. Deshalb sollten Use-Cases von Anfang an messbar formuliert werden (Peak in kW, Eigenverbrauchsquote, SAIDI/Verfügbarkeit, CO₂), und das EMS muss diese Kennzahlen zuverlässig reporten.

Deployment, Inbetriebnahme und Lifecycle-Services für Microgrid-EMS

Der Deployment-Erfolg hängt an einem disziplinierten Engineering-Prozess: Lastfluss-/Kurzschlussstudien, Schutzkonzept, Messstellenplan, Kommunikationsdesign, FAT/SAT-Testpläne und eine klare Abnahmematrix. In der Praxis ist die Schnittstelle zwischen EMS-Anbieter, Elektroinstallateur, Schutzprüfer und Netzbetreiber der Engpass. Wer diese Schnittstellen aktiv managt, vermeidet Verzögerungen und reduziert das Risiko, dass der Inselbetrieb oder die Wiederzuschaltung erst spät „überraschend“ problematisch werden.

Inbetriebnahme ist mehr als „Signale checken“: Zustandsautomaten, Failover-Logik, Blackstart-Sequenzen, Leistungsrampe, EV-Ladepriorisierung, DG-Startlogik und Alarmierung müssen als Szenarien getestet werden. Ein gutes Vorgehen kombiniert Simulation (Digital Twin/Offline-Tests) mit schrittweisem Ramp-up vor Ort. Gerade bei BESS ist das Zusammenspiel aus BMS, PCS und EMS kritisch; ohne saubere Parameter kann es zu unnötigen Abschaltungen oder unzulässigen Betriebszuständen kommen.

Lifecycle-Services umfassen Patch-Management, Backup/Restore, KPI-Review, Re-Tuning der Optimierung und Ersatzteil-/Obsoleszenzmanagement. Lindemann-Regner unterstützt Betreiber mit global skalierbarer Servicefähigkeit und europäischer Qualitätssicherung; wenn Sie Wartungs- und Betriebsprozesse konsolidieren möchten, nutzen Sie unsere Service- und Supportleistungen für technische Betreuung, Troubleshooting und Performance-Optimierung über den gesamten Lebenszyklus.

Messung des Business Value: ROI und Performance-KPIs für Microgrid-EMS

Der Business Value eines EMS lässt sich zuverlässig belegen, wenn Baselines definiert und sauber gemessen werden: Lastspitzen ohne EMS, PV-Abregelverluste, BESS-Nutzungsgrad, ungeplante Stillstände, Dieselverbrauch und Vertragsstrafen. In Deutschland sind häufig Demand Charges/Leistungspreiskomponenten, Netzanschlussrestriktionen und Produktionsrisiken die größten Treiber – nicht nur der reine Energiepreis. Ein EMS zahlt sich oft zuerst durch Risikoreduktion und Prozessstabilität aus.

ROI-Modelle sollten realistisch sein: Batterie-Degradation, Wartungskosten, Wirkungsgrade, Kommunikationsausfälle und konservative Prognosefehler gehören hinein. Zudem ist die Frage wichtig, ob das EMS nur „optimiert“ oder auch „ermöglicht“ (z. B. Standorterweiterung trotz begrenzter Anschlussleistung). Diese Enablement-Effekte sind betriebswirtschaftlich oft größer, aber nur mit sauberer Dokumentation intern durchsetzbar.

KPIZielwert (Beispiel)MessmethodeKommentar
Peak-Reduktion (kW)10–30%Netzanschlusspunkt-MessungDirekter Hebel auf Leistungskosten
PV-Eigenverbrauchsquote+5–20%EnergieflussbilanzAbhängig von Lastprofil und Speicher
Verfügbarkeit kritischer Lasten>99,9%Ereignis-/AusfallstatistikBewertet Resilienz im Inselbetrieb
ROI „fortschrittliche Microgrid-Regelsysteme und EMS“2–6 JahreCashflow-ModellStark standort- und tarifabhängig

Diese Kennzahlen sollten nicht nur monatlich reportet, sondern auch als Regelparameter zurückgespielt werden (z. B. neue Peak-Grenzen, aktualisierte Zyklenkosten).

Cybersicherheit, Remote Access und OT/IT-Integration in der Microgrid-Regelung

Cybersicherheit beginnt in OT mit Segmentierung: Microgrid-Controller, Schutztechnik und BESS-Komponenten gehören in getrennte Zonen mit klaren Kommunikationsbeziehungen. Remote Access muss nach dem Prinzip „so wenig wie möglich, so viel wie nötig“ gestaltet werden, idealerweise über Jump-Hosts, MFA und zeitlich begrenzte Freigaben. In Deutschland/EU sind zudem Anforderungen aus Kunden-IT-Policies und ggf. KRITIS-Umfeldern zu beachten, was die Architektur frühzeitig beeinflusst.

OT/IT-Integration ist trotzdem notwendig, um Mehrwert zu schaffen: ERP/Produktion (Lastprognosen), Energiemanagement/Reporting, Asset-Management und Ticketing. Technisch bewährt sind OPC UA/REST-APIs, ein klarer Datenkatalog sowie ein zentrales Identity- und Rollenmodell. Wichtig ist, dass Sicherheitsupdates planbar bleiben: Patch-Fenster, Validierung in Staging-Umgebungen und ein Rollback-Konzept sind Pflicht, damit Betriebsstabilität nicht dem Updateprozess geopfert wird.

Ein praxistaugliches Design trennt deterministische Steuerung (OT) strikt von datenintensiver Optimierung/Visualisierung (IT), verbindet beide aber über kontrollierte Schnittstellen. So lassen sich moderne Funktionen wie Prognosen und Flottenmanagement nutzen, ohne die Stabilität der Anlage zu kompromittieren. Für internationale Betreiber ist außerdem ein standardisiertes Remote-Service-Konzept entscheidend, damit Supportfälle reproduzierbar und auditierbar bleiben.

FAQ: Fortschrittliche Microgrid-Regelsysteme und EMS

Was ist der Unterschied zwischen Microgrid-Controller und EMS?

Der Controller hält Spannung/Frequenz stabil und steuert Umschaltvorgänge; das EMS optimiert Betriebskosten, erstellt Fahrpläne und liefert KPIs. Beide werden idealerweise redundant und mit klaren Fallbacks ausgelegt.

Welche Vorteile bringt ein EMS im Netzparallelbetrieb in Deutschland?

Typisch sind Peak-Shaving, geringere Abregelverluste bei PV, bessere Einhaltung von Import-/Export-Grenzen und transparentes Reporting. Der größte Nutzen entsteht oft durch planbare Anschlussleistung und reduzierte Betriebsrisiken.

Wie wird Inselbetrieb sicher umgesetzt?

Über einen getesteten Zustandsautomaten, Schutz-Interlocks, priorisierten Lastabwurf und definierte Schwarzstart- sowie Resynchronisationsabläufe. Übergänge (Netz↔Insel) sind die kritischsten Szenarien und müssen als Testfälle abgenommen werden.

Lässt sich EV-Laden in das EMS integrieren, ohne den Netzanschluss zu überlasten?

Ja, über dynamisches Lastmanagement, Prioritäten (z. B. Abfahrtszeit) und Leistungsobergrenzen am Netzanschlusspunkt. Wichtig ist die saubere Messung und eine robuste Kommunikationsstrategie zu den EVSEs.

Welche KPIs sind für ein Microgrid-EMS am wichtigsten?

Peak-Reduktion, Eigenverbrauchsquote, BESS-Nutzungsgrad (inkl. Degradation), Verfügbarkeit kritischer Lasten und Einhaltung von Netzanschlussgrenzen. KPIs sollten als Baseline-Vergleich über 3–12 Monate betrachtet werden.

Welche Zertifizierungen und Qualitätsstandards kann Lindemann-Regner einbringen?

Lindemann-Regner arbeitet mit europäischer Qualitätssicherung und setzt auf normorientiertes Engineering; unsere Fertigungsbasis ist nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Je nach Projekt kommen zudem geräte- und komponentenspezifische Zertifizierungen (z. B. CE/VDE/TÜV-Umfelder) und EN/IEC-Konformitäten zum Tragen.

Wie starte ich am besten mit einer EMS-Auslegung?

Mit einer Datenerhebung (15-min bis 1-s Daten je nach Use-Case), einer Zieldefinition (Kosten, Resilienz, CO₂), und einem Vorentwurf für Mess-/Schutz-/Kommunikationskonzept. Danach folgt eine stufenweise Implementierung mit FAT/SAT und KPI-Tracking.

Last updated: 2026-01-19
Changelog: Präzisierung der Mode-Manager-Logik; Ergänzung KPI/ROI-Tabelle; Ausbau Cybersecurity-Abschnitt; Lokalisierung auf Deutschland/EU-Normen; Zwei praxisnahe Bild-Prompts ergänzt.
Next review date: 2026-04-19
Review triggers: Änderungen an Netzanschlussregeln; neue EVSE-Protokollanforderungen; größere EMS-Software-Releases; geänderte BESS-Sicherheitsrichtlinien.

Wenn Sie „fortschrittliche Microgrid-Regelsysteme und EMS“ für einen deutschen Industriestandort oder eine Multi-Site-Flotte planen, lassen Sie uns Ihre Topologie, Messkonzept und Regelstrategie gemeinsam prüfen. Nutzen Sie learn more about our expertise oder fordern Sie direkt eine technische Demo und ein Angebot auf Basis deutscher Qualitätsstandards und globaler Umsetzungskompetenz an.

Über den Autor: Lindemann-Regner

Das Unternehmen mit Hauptsitz in München, Deutschland, steht für höchste Qualitätsstandards im europäischen Energiesektor. Mit fundierter technischer Kompetenz und einem konsequenten Qualitätsmanagement setzt das Unternehmen Maßstäbe für deutsche Präzisionsfertigung in Deutschland und Europa.

Das könnte Sie auch interessieren

  • Globale Virtual-Power-Plant-(VPP)-Plattformen für Versorger und Netzbetreiber

    Virtuelle Kraftwerke (Virtual Power Plants, VPP) sind heute einer der schnellsten Wege, um verteilte Energieressourcen (DER) in messbare Netzflexibilität zu verwandeln—ohne dass Versorger überall neue konventionelle Erzeugung bauen müssen. Das Ergebnis: mehr Versorgungssicherheit, bessere Integration von PV/Wind, und eine wirtschaftlichere Nutzung von Flexibilitätsmärkten. Wenn Sie in Deutschland oder im DACH-Raum operative Engpässe (Redispatch 2.0, Engpassmanagement,…

    Mehr Lesen
  • Cloud-basierte Energiemanagementsysteme (EMS) für Versorger und Großunternehmen

    Cloud-basierte Energiemanagementsysteme (EMS) sind heute der schnellste Weg, um Energieflüsse über Standorte, Sparten und Länder hinweg transparent zu machen, Kosten zu senken und Compliance (z. B. ISO 50001) effizient nachzuweisen. Für Versorgungsunternehmen und Großunternehmen ist dabei entscheidend, dass ein EMS nicht nur Daten sammelt, sondern Betrieb, Instandhaltung und Investitionsentscheidungen mit belastbaren KPIs verbindet. Wenn Sie eine…

    Mehr Lesen
  • Globale Batterie-Energiespeichersysteme für Netzflexibilität und Resilienz

    Netzbetreiber und Industrie sehen sich heute gleichzeitig mit volatileren Einspeisern, steigender Lastdynamik und höheren Anforderungen an Versorgungssicherheit konfrontiert. Die klare Schlussfolgerung: Globale Batterie-Energiespeichersysteme (BESS) sind eine der schnellsten und wirksamsten Technologien, um kurzfristige Flexibilität bereitzustellen und Netze robuster gegen Störungen zu machen. Wer Projekte vorbereitet, sollte BESS daher nicht als „Add-on“, sondern als strategisches Netzasset…

    Mehr Lesen
  • Globale Energiespeicherlösungen im Utility-Scale-Format für Netzflexibilität und Resilienz

    Netzbetreiber und IPPs brauchen heute vor allem eines: planbare Flexibilität. Globale Utility-Scale-Energiespeicherlösungen (Großbatteriespeicher/BESS) liefern diese Flexibilität, indem sie Erzeugung und Last entkoppeln, Netzengpässe abfedern und die Resilienz gegen Störungen erhöhen. Entscheidend ist dabei nicht nur die Batterie, sondern das Zusammenspiel aus Umrichtertechnik, Schutz- und Schaltanlagen, EMS-Software sowie EPC-Engineering nach klaren europäischen und internationalen Standards. Wenn…

    Mehr Lesen

Als einer der führenden Hersteller für Energie- und Netztechnik sowie Systemintegrator, spezialisiert auf effiziente, nachhaltige Energieumwandlung und Übertragungs- & Verteilungslösungen.

Zertifizierung und Konformität

ISO 9001:2015

ISO 14001:2015

IEC 60076

RoHS-konform

Bleiben Sie informiert

Abonnieren Sie unseren Newsletter für die neuesten Updates zu Energielösungen und Brancheneinblicken.

Folgen Sie uns

Lindemann-Regner GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

Handelsregister: HRB 281263 München | USt-IdNr.: DE360166022