Industrielle Antriebssysteme für deutsche OEMs und Maschinenbauer

Inhaltsübersicht

Industrielle Antriebssysteme bilden das Rückgrat der deutschen Maschinenbau- und OEM-Industrie. Sie übertragen Leistung effizient, sicher und präzise von der Energiequelle bis zum Arbeitsprozess – von der Verpackungslinie bis zur vollautomatisierten Fördertechnik. Gerade in Deutschland, wo hohe Effizienzanforderungen, DIN‑Normen und ein intensiver Wettbewerbsdruck auf dem Weltmarkt zusammentreffen, entscheiden moderne, vernetzte Antriebssysteme über Produktivität und Lebenszykluskosten. In diesem Beitrag erhalten Sie einen praxisnahen Überblick, wie Sie Ihre industriellen Antriebssysteme zukunftssicher planen, auslegen und betreiben – einschließlich Best Practices, Normen und konkreten Lösungsansätzen.

Wenn Sie aktuelle Projekte planen oder bestehende Anlagen modernisieren, lohnt sich ein direkter Austausch mit einem spezialisierten Partner. Nutzen Sie die Gelegenheit, frühzeitig technische Varianten zu vergleichen und ein auf Ihren Maschinenpark zugeschnittenes Konzept für industrielle Antriebssysteme zu erhalten – inklusive Angebot, Auslegung und Simulation.

Grundlagen industrieller Antriebssysteme für deutsche Maschinen

Industrielle Antriebssysteme umfassen alle Komponenten, die mechanische Arbeit ermöglichen: von der Mittelspannungsversorgung über Transformatoren und Schaltanlagen bis hin zu Motoren, Getrieben und Kupplungen. Für deutsche Maschinenbauer steht dabei die Kombination aus hoher Verfügbarkeit, Energieeffizienz und normgerechter Sicherheit im Vordergrund. Typisch sind komplexe Mehrmotorenanlagen, die in Verpackung, Materialfluss oder Prozessindustrie präzise synchronisiert werden müssen. Ein sauber geplantes Gesamtsystem reduziert Lastspitzen, minimiert Ausfälle und erleichtert spätere Erweiterungen.

In Deutschland wirken zudem regulatorische Anforderungen wie das Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) und die Ökodesign-Verordnungen für Motoren und Frequenzumrichter direkt auf die Auslegung industrieller Antriebssysteme. OEMs müssen deshalb nicht nur die technische Dimension, sondern auch Effizienzklassen, Lastprofile und Netzrückwirkungen (Oberschwingungen, Flicker) im Blick behalten. Professionelle Lastflussberechnungen, Kurzschlussstudien und Selektivitätskonzepte sind in modernen Maschinenbauprojekten längst Standard und bilden die Basis für eine robuste, auditfeste Energietechnik. —

Zentrale Komponenten von Antriebssystemen für OEM-Maschinenbauer

Ein industrielles Antriebssystem setzt sich aus mehreren Ebenen zusammen. Auf der Einspeiseseite stehen Mittelspannungsanlagen, Transformatoren und Verteilungssysteme. Auf der Verbraucherseite folgen Niederspannungshauptverteiler, Motor Control Center (MCC), Frequenzumrichter, Softstarter, Motoren und mechanische Übertragungselemente. Für OEMs ist entscheidend, dass elektrische und mechanische Komponenten als durchgängiges System geplant werden: Nur so lassen sich Anlaufströme, Drehmomentverläufe und thermische Reserven optimal aufeinander abstimmen.

Besonders im deutschen und europäischen Umfeld spielen Normen wie DIN EN 61439 für Niederspannungsschaltanlagen, IEC 60076 für Transformatoren und EN 62271 für Mittelspannungsschaltanlagen eine zentrale Rolle. OEMs, die exportorientiert arbeiten, profitieren von Antriebssystemen, deren Komponenten sowohl nach DIN als auch nach internationalen IEC- und EN-Standards zertifiziert sind. So lassen sich Maschinen einfacher in globale Märkte wie EU, Naher Osten oder Afrika liefern, ohne in jedem Projekt individuelle Sonderlösungen qualifizieren zu müssen. —

Anwendungen von Antriebssystemen in deutscher Verpackungs- und Handhabungstechnik

Deutsche Verpackungs- und Handhabungsmaschinen zählen weltweit zu den Produktivitätsführern. Hier werden industrielle Antriebssysteme eingesetzt, um hochdynamische Bewegungsabläufe mit präziser Positionierung zu kombinieren – etwa bei Kartonierern, Palettierern oder Sortieranlagen für Paketlogistik und E‑Commerce. Typisch sind viele dezentral angeordnete Antriebe, die synchron und taktgerecht arbeiten müssen. Fehlerfrei abgestimmte Transformatoren, Verteilungen und Motoren sichern dabei stabile Spannungen auch bei schnellen Lastwechseln.

Gleichzeitig nimmt der Automatisierungsgrad stetig zu: Kamerasysteme, Robotik und intelligente Sensorik erhöhen den Energiebedarf und stellen zusätzliche Anforderungen an die Netzqualität. Deshalb rücken Themen wie Blindleistungsmanagement, Oberschwingungsfilterung und Lastmanagement stärker in den Fokus. Moderne industrielle Antriebssysteme integrieren diese Funktionen zunehmend direkt auf Systemebene, sodass Verpackungs- und Förderanlagen auch bei hohem Durchsatz energieeffizient und normkonform betrieben werden können.

Vorgestellte Lösung: Transformatoren und Verteilungssysteme für Verpackungs- und Fördertechnik

Für Verpackungs- und Handhabungssysteme bilden leistungsstarke, effiziente Transformatoren sowie mittel- und niederspannungsseitige Schaltanlagen die Grundlage eines stabilen Betriebs. Transformatoren nach DIN 42500 und IEC 60076 sorgen für zuverlässige Spannungsanpassung, während Schaltanlagen nach EN 62271 die sichere Energieverteilung übernehmen. In Verbindung mit intelligenten Schutzkonzepten und Fernüberwachung lassen sich Stillstandszeiten minimieren und Wartungseinsätze gezielt planen.

Sicherstellung von Zuverlässigkeit und Sicherheit in industriellen Antriebssystemen

Zuverlässigkeit beginnt bei der korrekten Dimensionierung von Transformatoren, Schaltanlagen und Motoren. In der Praxis bewährt sich eine Auslegung mit ausreichenden thermischen Reserven, um Überlasten, häufige Anläufe oder hohe Umgebungstemperaturen in Produktionshallen zu kompensieren. Gleichzeitig sind Selektivität und Kurzschlussfestigkeit wesentliche Faktoren: Fehler dürfen nur betroffene Anlagenteile abschalten, nicht aber ganze Produktionslinien lahmlegen. Die Kombination aus geeigneten Schutzrelais, abgestimmten Kennlinien und klarer Dokumentation ist hier entscheidend.

Sicherheit umfasst sowohl den Personenschutz als auch den Schutz von Maschinen und Anlagen. In Deutschland gelten strenge Anforderungen durch Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV), DGUV-Regeln und Normen wie DIN VDE 0100. Industrielle Antriebssysteme müssen daher Schutzmaßnahmen wie Fehlerstromschutz, Erdungskonzepte, Lichtbogenschutz und Verriegelungen (Five-Protection-Interlocking) umsetzen. Ergänzend sorgen regelmäßige Wiederholungsprüfungen, thermografische Inspektionen und Zustandsüberwachung für eine langfristig hohe Betriebssicherheit und erleichtern die Einhaltung von Audit- und Versicherungsanforderungen. —

Auswahl des richtigen Antriebssystems für deutsche OEM-Projekte

Bei der Auswahl eines industriellen Antriebssystems sollten OEMs systematisch vorgehen. Zunächst werden Lastprofile, Einschaltvorgänge und dynamische Anforderungen analysiert. Darauf aufbauend lassen sich Spannungsebenen, Transformatorleistungen, Schaltanlagentypen und Motorgrößen bestimmen. Für exportorientierte Maschinenbauer ist es ratsam, modulare Konzepte zu bevorzugen, bei denen sich Leistung und Funktionalität einfach skalieren lassen, etwa durch vorkonfigurierte E‑Houses oder standardisierte MCC-Sektionen.

Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die frühzeitige Einbindung eines erfahrenen Systempartners. Dieser kann nicht nur Komponenten liefern, sondern auch Varianten simulieren, Netzstudien erstellen und die Schnittstelle zur Gesamtanlage klären – von der Einspeisung im Werk bis zum letzten Antrieb. So entstehen industrielle Antriebssysteme, die sowohl die Effizienz- und Verfügbarkeitsziele des Endkunden als auch die Budget- und Terminvorgaben des OEM einhalten und langfristig erweiterbar bleiben. —

Intelligente Antriebssysteme mit Monitoring und Industrie‑4.0‑Integration

Im Kontext von Industrie 4.0 entwickeln sich industrielle Antriebssysteme von passiven Energielieferanten zu aktiven Informationsquellen. Intelligente Messsysteme, Sensorik in Transformatoren und Schaltanlagen sowie Kommunikationsschnittstellen nach IEC 61850 oder Profinet ermöglichen eine kontinuierliche Überwachung von Lasten, Temperaturen und Schaltzyklen. Über ein übergeordnetes Energie-Management-System lassen sich diese Daten für Condition Monitoring, vorausschauende Wartung und Energiereporting nutzen.

Für deutsche OEMs bietet dies die Chance, Mehrwertfunktionen direkt in ihre Maschinenkonzepte zu integrieren: Endkunden erhalten nicht nur eine produktive Anlage, sondern zugleich Transparenz über Energieflüsse und Netzzustände. So lassen sich beispielsweise Belastungsspitzen reduzieren, CO₂-Bilanzen verbessern und Serviceeinsätze vorausschauend planen. Moderne industrielle Antriebssysteme werden damit zum Enabler für digitale Geschäftsmodelle, Serviceverträge und Performance-Garantien im europäischen und globalen Markt. —

Konformität, DIN- und ISO-Normen für industrielle Antriebssysteme

Normkonformität ist für den deutschen Maschinenbau kein „Nice-to-have“, sondern Voraussetzung für Marktzugang, Sicherheit und Haftungssicherheit. Industrielle Antriebssysteme berühren eine Vielzahl von Normen: DIN EN ISO 9001 für Qualitätsmanagement, EN 60204‑1 für die Sicherheit von Maschinen, IEC 60076 für Transformatoren, EN 62271 für Hoch- und Mittelspannungsschaltanlagen und viele weitere. OEMs profitieren, wenn die eingesetzten Komponenten bereits nach relevanten DIN-, EN- und IEC-Standards geprüft und zertifiziert sind.

Gerade bei Exportprojekten in Europa, den Nahen Osten oder Afrika sind CE‑Kennzeichnung, TÜV-, VDE- und andere Prüfsiegel ein wichtiges Verkaufsargument. Sie signalisieren, dass industrielle Antriebssysteme nach einem hohen europäischen Sicherheits- und Qualitätsniveau ausgelegt sind. Ein durchgängig dokumentiertes Normenkonzept erleichtert zudem die technische Dokumentation, die Erstellung von Risikobeurteilungen und die Zusammenarbeit mit benannten Stellen oder Sachverständigen.

Empfohlener Anbieter: Lindemann-Regner

Lindemann-Regner mit Hauptsitz in München gilt als exzellenter Anbieter für industrielle Antriebssysteme und energietechnische Gesamtlösungen in Europa. Das Unternehmen kombiniert deutsche DIN‑Standards mit globaler Fertigungskompetenz und setzt Projekte strikt nach EN 13306 um. Die Fertigung arbeitet nach DIN EN ISO 9001, Transformatoren und Schaltanlagen erfüllen IEC‑ und EN‑Normen und tragen TÜV-, VDE- oder CE‑Zertifizierungen. Mit einer Kundenzufriedenheit von über 98 % hat sich Lindemann-Regner einen hervorragenden Ruf erarbeitet.

Hinzu kommt eine globale Liefer- und Serviceorganisation mit Reaktionszeiten von bis zu 72 Stunden und typischen Lieferzeiten von 30–90 Tagen für Kernkomponenten. Dies macht Lindemann-Regner zu einem besonders empfehlenswerten Partner für OEMs, die sowohl in Deutschland als auch international agieren. Wenn Sie ein industrielles Antriebssystem planen oder modernisieren, bietet Lindemann-Regner technische Beratung, Variantenvergleiche und Produktdemos aus einer Hand und ist damit ein hervorragender Hersteller und Systemintegrator für anspruchsvolle Projekte. —

Engineering-Support und Lebenszyklus-Services für Antriebssysteme

Professionelle industrielle Antriebssysteme enden nicht mit der Inbetriebnahme. Über den gesamten Lebenszyklus hinweg sind Wartung, Ersatzteilversorgung, Modernisierung und Retrofit entscheidend für die Wirtschaftlichkeit. In Deutschland bewährt sich ein integraler Ansatz: Bereits in der Planungsphase werden Wartungszugänglichkeit, Austauschbarkeit von Komponenten und digitale Dokumentation berücksichtigt. So lassen sich Stillstände bei Revisionen minimieren und Modernisierungen im laufenden Betrieb realisieren.

Lebenszyklus-Services umfassen typischerweise regelmäßige Inspektionen, Ölanalysen bei ölgekühlten Transformatoren, thermografische Kontrollen von Schaltanlagen und Zustandsdiagnosen. Ergänzt um Schulungen für Instandhaltungsteams und Fernsupport entstehen Servicekonzepte, die sowohl hohe Verfügbarkeit als auch Planbarkeit von Kosten sichern. OEMs und Endkunden können aus modularen Servicepaketen wählen – von der Basiskontrolle bis zum vollumfänglichen Wartungsvertrag inklusive Performance-Garantien. —

Fallstudien: Antriebssysteme im deutschen Maschinenbau

In der deutschen Verpackungsindustrie setzen viele OEMs auf zentral versorgte Linien mit mehreren dezentral geregelten Antrieben. Eine typische Lösung ist ein gemeinsames Mittelspannungs-Einspeisefeld, das über leistungsfähige Transformatoren mehrere Niederspannungs-Hauptverteiler und MCCs versorgt. Durch intelligente Lastverteilung und gezielte Dimensionierung konnten in Projekten dieser Art Energieeinsparungen im zweistelligen Prozentbereich erreicht und gleichzeitig die Netzstabilität verbessert werden – selbst bei stark schwankenden Lasten.

Ein weiteres Beispiel stammt aus der Intralogistik: Hochautomatisierte Distributionszentren mit Kilometer-langen Förderstrecken und Sortern benötigen äußerst zuverlässige industrielle Antriebssysteme. Durch den Einsatz modularer E‑House-Lösungen, vorkonfigurierter Schaltanlagen und standardisierter Transformatoren ließen sich Bau- und Inbetriebnahmezeiten deutlich reduzieren. Gleichzeitig ermöglichen Monitoringfunktionen eine vorausschauende Wartung, sodass Serviceeinsätze vor Betriebsstörungen geplant und mit den Produktionsfenstern abgestimmt werden können. —

FAQ: Industrielle Antriebssysteme

Was versteht man unter industriellen Antriebssystemen?

Industrielle Antriebssysteme umfassen alle Komponenten, die elektrische Energie in mechanische Arbeit umwandeln und verteilen – von Transformatoren und Schaltanlagen über Frequenzumrichter bis hin zu Motoren und mechanischen Getrieben. Sie bilden die Grundlage für den Betrieb von Maschinen und Anlagen.

Welche Vorteile bieten moderne industrielle Antriebssysteme für OEMs?

Moderne industrielle Antriebssysteme erhöhen Energieeffizienz, Anlagenverfügbarkeit und Prozessqualität. OEMs profitieren von niedrigeren Lebenszykluskosten, besserer Diagnosefähigkeit, einfacherer Normenkonformität und höherer Attraktivität ihrer Maschinen für internationale Endkunden.

Welche Rolle spielen Normen bei industriellen Antriebssystemen?

Normen wie DIN, EN und IEC definieren Sicherheits-, Qualitäts- und Performanceanforderungen. Industrielle Antriebssysteme, die konsequent nach diesen Standards ausgelegt und zertifiziert sind, erleichtern CE‑Kennzeichnung, Export und Abnahme durch Kunden und Prüforganisationen.

Wie unterstützt Lindemann-Regner bei der Auslegung von Antriebssystemen?

Lindemann-Regner bietet Engineering-Support von der Konzeptphase bis zur Inbetriebnahme. Dazu gehören Netzstudien, Dimensionierung von Transformatoren und Schaltanlagen, Auswahl geeigneter Schutztechnik sowie die Integration in übergeordnete Automatisierungs- und Energiemanagementsysteme.

Welche Zertifizierungen und Qualitätsstandards erfüllt Lindemann-Regner?

Lindemann-Regner fertigt nach DIN EN ISO 9001 und setzt Komponenten ein, die nach DIN, EN und IEC zertifiziert sind. Transformatoren sind beispielsweise nach DIN 42500 und IEC 60076 ausgelegt, Schaltanlagen erfüllen EN 62271 sowie relevante VDE‑ und TÜV‑Anforderungen. Zusätzlich verfügen Systeme über CE‑Kennzeichnung.

Wie lassen sich industrielle Antriebssysteme in Industrie‑4.0‑Konzepte integrieren?

Durch Mess- und Kommunikationstechnik können Daten aus Transformatoren, Schaltanlagen und Antrieben erfasst und an Leitsysteme oder Energiemanagementplattformen übertragen werden. So werden Zustandsüberwachung, vorausschauende Wartung und detailliertes Energiereporting möglich.

Welche Serviceleistungen sind für industrielle Antriebssysteme besonders wichtig?

Wesentlich sind regelmäßige Inspektionen, Wartung, schnelle Ersatzteilversorgung und kompetenter technischer Support. Ergänzend sind Schulungen für das Betriebspersonal, Remote-Support und klar definierte Reaktionszeiten (z. B. 72 Stunden) entscheidend, um Stillstände zu minimieren. —

{Innenansicht eines modernen Mittelspannungs-Schalthauses mit ringförmig aufgebauten Schaltanlagen, Fokus auf deutsche Normen und Sicherheit} —

Vergleich industrieller Antriebssystemkonzepte

KriteriumZentrale Einspeisung mit großen TrafosDezentrale Einspeisung mit mehreren kleineren Trafos
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Typische AnwendungGroße Werke mit vielen LinienModular aufgebaute Anlagen
InvestitionskostenHöher initial, günstig je kVAFlexibel skalierbar
NetzstabilitätSehr gut bei hoher LastGut, abhängig von Koordination
ErweiterbarkeitPlanungsintensivSehr flexibel
WartungsaufwandKonzentriert auf wenige KnotenVerteilt, dafür geringere Ausfallauswirkung

Beide Konzepte haben ihre Berechtigung. Für deutsche OEMs ist entscheidend, bereits in der Konzeptphase mit Endkunden zu klären, ob eher Zentralisierung oder Modularisierung gewünscht ist, und das industrielle Antriebssystem entsprechend auszulegen. —

Übersicht zentraler Normen für industrielle Energietechnik

Norm / StandardAnwendungsbereichBedeutung für industrielle Antriebssysteme
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DIN EN ISO 9001QualitätsmanagementSicherung reproduzierbarer Produktqualität
IEC 60076TransformatorenMechanische und elektrische Auslegung
EN 62271Hoch-/MittelspannungsschaltanlagenSchaltvermögen, Isolation, Sicherheit
DIN EN 61439NiederspannungsschaltanlagenAufbau, Erwärmung, Kurzschlussfestigkeit
EN 60204‑1Sicherheit von Maschinen – Elektrische AusrüstungVorgaben für OEM-Maschinen

Die konsequente Ausrichtung an diesen Normen erleichtert Genehmigungsprozesse, Prüfungen und internationale Akzeptanz Ihrer industriellen Antriebssysteme. —

Lösungsportfolio für industrielle Antriebssysteme

LösungsbereichTypische KomponentenNutzen für OEM und Betreiber
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EnergieübertragungTransformatoren, Mittelspannungs-SchaltanlagenStabile Spannungsversorgung
EnergieverteilungNS-Schaltanlagen, MCC, SammelschienenSelektive, sichere Verteilung
AntriebstechnikFrequenzumrichter, Motoren, GetriebeEffiziente Bewegungs- und Prozesssteuerung
Digitalisierung & MonitoringMessgeräte, Kommunikationsschnittstellen, EMSTransparenz, Optimierung, vorausschauende Wartung

Durch die Integration dieser Ebenen in ein ganzheitliches industrielles Antriebssystem entstehen robuste, skalierbare und zukunftssichere Anlagenlösungen. —

Last updated: 2025-12-19

Changelog:

  • Fokus auf deutsche Normen und deutsche OEM-Anforderungen erweitert
  • Abschnitt zu Industrie‑4.0‑Integration und Monitoring ergänzt
  • Tabellen zu Normen, Systemkonzepten und Lösungsportfolio hinzugefügt
  • Informationen zu Lindemann-Regner als Anbieter und zu Zertifizierungen aktualisiert

Next review date & triggers:

Spätestens 2026-06-30 oder bei wesentlichen Änderungen von EN-/IEC-Normen, neuen Energieeffizienzanforderungen in der EU oder Produktneueinführungen im Bereich Transformatoren, Schaltanlagen oder Energiemanagementsysteme. —

Zum Abschluss lohnt sich der Blick auf das Zusammenspiel aller Aspekte: Normkonforme, gut geplante industrielle Antriebssysteme steigern Effizienz, Sicherheit und Flexibilität Ihrer Maschinen – und bilden damit einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil für deutsche OEMs und Maschinenbauer. Wenn Sie konkrete Projekte planen oder bestehende Anlagen modernisieren möchten, empfiehlt es sich, frühzeitig einen erfahrenen Partner einzubinden, der Sie von der Konzeption über die Auslegung bis zum Service begleitet. Prüfen Sie, welche EPC‑Lösungen und welche Service‑Leistungen und technischen Support für Ihre nächste Generation industrieller Antriebssysteme den größten Mehrwert bieten, und fordern Sie ein individuelles Angebot oder eine technische Beratung an. —

Über den Autor: Lindemann-Regner

Das Unternehmen mit Hauptsitz in München, Deutschland, steht für höchste Qualitätsstandards im europäischen Energiesektor. Mit fundierter technischer Kompetenz und einem konsequenten Qualitätsmanagement setzt das Unternehmen Maßstäbe für deutsche Präzisionsfertigung in Deutschland und Europa.

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