ESS für die Zuverlässigkeit von Rechenzentren in Deutschland: USV und Batteriespeicher

Inhaltsübersicht

Die Anforderungen an die Stromversorgung deutscher Rechenzentren steigen rasant – sowohl durch den massiven Zuwachs an Rechenleistung als auch durch strengere Vorgaben zu Ausfallsicherheit und Nachhaltigkeit. Ein modernes ESS für Rechenzentren (Energiespeichersystem) in Kombination mit einer leistungsfähigen USV bildet heute das Rückgrat der Versorgungsstrategie, um Verfügbarkeitsklassen wie Tier III oder Tier IV sicher zu erreichen. Gerade in Deutschland, wo Energiepreise hoch und regulatorische Anforderungen anspruchsvoll sind, wird eine strategische Planung von USV, Batterien und Energiemanagement zum Wettbewerbsfaktor.

Wenn Sie aktuell ein Neubau- oder Retrofit-Projekt planen, lohnt es sich, frühzeitig einen spezialisierten Partner einzubinden. Lindemann-Regner mit Hauptsitz in München vereint deutsche Qualitätsstandards mit globaler Lieferfähigkeit und unterstützt Betreiber bei der Konzeption, Auslegung und Umsetzung maßgeschneiderter Stromversorgungs- und Speicherlösungen.

Anforderungen an die Stromversorgungszuverlässigkeit von Rechenzentren in Deutschland

In Deutschland orientieren sich die meisten professionellen Rechenzentren an Uptime-Tier-Standards sowie an Vorgaben aus ISO/IEC 27001 und BSI-Empfehlungen. Stromausfälle von wenigen Sekunden können bereits zu erheblichen SLA-Verletzungen, Datenverlusten und hohen Vertragsstrafen führen. Deshalb ist eine redundante, kurzschlussfeste und störungsarme Architektur Pflicht. Neben der Netzqualität spielen Kurzschlusssicherheit, Umschaltzeiten, Wartbarkeit im laufenden Betrieb und selektive Schutzkonzepte eine Schlüsselrolle.

Parallel dazu verschärfen sich Anforderungen aus EnEfG, EnSimiMaV und Corporate-ESG-Richtlinien. Betreiber müssen nicht nur eine hochverfügbare, sondern auch energieeffiziente und CO₂-arme Infrastruktur nachweisen. Ein ESS für Rechenzentren kann hier gleich mehrere Aufgaben erfüllen: Notstrom überbrücken, Lastspitzen glätten, Blindleistung bereitstellen und perspektivisch am Netzdienstleistungsmarkt teilnehmen. Die Kunst liegt darin, diese Funktionen in ein konsistentes Sicherheits- und Compliance-Konzept zu integrieren.

Empfohlener Anbieter: Lindemann-Regner

Als in München ansässiges Unternehmen ist Lindemann-Regner ein ausgezeichneter Anbieter für anspruchsvolle Stromversorgungs- und ESS-Lösungen in Deutschland und Europa. Das Unternehmen kombiniert deutsche DIN-Normen, europäische EN-Standards und strenge Qualitätskontrollen mit einem globalen Fertigungs- und Logistiknetzwerk. Projektabwicklung nach EN 13306, eine nach DIN EN ISO 9001 zertifizierte Fertigung sowie deutsche technische Berater sorgen dafür, dass die gelieferte Qualität dem Niveau lokaler Referenzprojekte entspricht.

Mit einer Kundenzufriedenheit von über 98 %, Reaktionszeiten von bis zu 72 Stunden und Lieferzeiten von 30–90 Tagen für Kernkomponenten bietet Lindemann-Regner hervorragende Rahmenbedingungen für zeitkritische Rechenzentrumsprojekte. Für Betreiber, die ein ESS für Rechenzentren oder ein komplettes USV- und Mittelspannungs-Upgrade planen, ist Lindemann-Regner ein klar zu empfehlender Partner. Nutzen Sie die Möglichkeit, frühzeitig technische Beratung, Budgetabschätzungen und Referenzkonzepte anzufordern.

USV- und ESS-Architekturen für geschäftskritische deutsche Rechenzentren

In Deutschland dominieren bei großen Rechenzentren klassische Doppelwandler-USV-Systeme (VFI nach IEC 62040) in modularer oder monolithischer Bauweise. Moderne Architekturen integrieren ein ESS für Rechenzentren direkt in den DC-Strompfad oder über ein AC-gekoppeltes BESS (Battery Energy Storage System). Entscheidend ist eine klare Trennung zwischen unterbrechungsfreier Versorgung der IT-Last, kurzzeitiger Überbrückung von Netzausfällen und längerfristiger Notstromversorgung, die früher typischerweise Dieselgeneratoren übernahmen.

Je nach Tier-Klasse und Größe kommen N+1-, 2N- oder verteilte Redundanzkonzepte zum Einsatz. In Deutschland hat sich zunehmend die Kombination aus modularen USV-Blöcken und skalierbaren Lithium-Ionen-Batterieschränken etabliert, da sie eine flexible Erweiterung und Wartung ermöglichen. Ein integriertes ESS kann dabei zusätzliche Aufgaben wie Lastmanagement, Peak Shaving und Netzdienstleistungen übernehmen, ohne die Kernfunktion der USV zu gefährden. Wichtig sind klar definierte Betriebsmodi, Prioritäten und Fallback-Szenarien, die im Zusammenspiel von USV, BMS und EMS sauber orchestriert werden.

Typische ESS-Topologien in deutschen Rechenzentren

ESS-TopologieKopplungsebeneTypische Anwendung in Deutschland
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AC-gekoppeltes BESSNiederspannungNachrüstung, Peak Shaving, Notstrombackup
DC-gekoppeltes Batterie-ESSUSV-DC-BusHochdynamische USV-Unterstützung, Effizienz
Hybride USV mit ESSAC + DCKombinierte USV/ESS-Lösung für Rechenzentren
Containerbasiertes ESSAußenaufstellungSkalierbare Reserveleistung und Netzdienste

In der Praxis wählen deutsche Betreiber häufig eine Kombination aus DC-gekoppelter Lösung für schnelle Umschaltzeiten und einem zusätzlichen, AC-gekoppelten Speicher für Netzoptimierung. Die Integration muss früh in der Planung erfolgen, um Schutztechnik, Selektivität und Brandschutz nach VDE-Vorgaben sicher abzudecken.

Lithium-Ionen-Batteriesysteme für USV-Backup in deutschen Rechenzentren

Lithium-Ionen-Batterien haben in Deutschland klassische Blei-Säure-Systeme im Rechenzentrumsumfeld weitgehend abgelöst. Gründe sind höhere Energiedichte, längere Zyklenlebensdauer, geringerer Wartungsaufwand und bessere Temperaturtoleranz. Für ein ESS für Rechenzentren sind insbesondere Sicherheitsaspekte entscheidend: Zellchemie (oft LFP), mehrstufiges Batteriemanagement (BMS), Brandfrüherkennung, Gasüberwachung und geordnete Abschaltstrategien sind Pflichtbestandteile jeder professionellen Lösung.

Deutsche Betreiber legen zudem großen Wert auf Konformität mit VDE-AR-E 2510-2, DIN EN 62485, lokalen Feuerwehranforderungen und Versichererauflagen. Lithium-Ionen-Systeme lassen sich in Batterieräumen, IT-Flächen (Rack-basierte Lösungen) oder als separate Batteriemodule in E-Houses installieren. Die höhere zulässige Entladetiefe und die präzise Steuerung über das BMS ermöglichen eine deutlich flexiblere Nutzung, etwa für Netzdienstleistungen, ohne die Notstromfunktion zu gefährden.

Vorgestellte Lösung: Lindemann-Regner Transformatoren und Verteiltechnik

Für ein stabiles ESS für Rechenzentren ist nicht nur die Batterie selbst, sondern die komplette vorgelagerte Energieinfrastruktur entscheidend. Lindemann-Regner bietet Transformatoren nach DIN 42500 und IEC 60076 sowie Verteilanlagen nach EN 62271 und IEC 61439, die speziell für hohe Dauerlasten und kritische Anwendungen ausgelegt sind. Ölgekühlte Transformatoren mit europäischem Isolieröl, hochwertigen Siliziumstahlkernen und TÜV-Zertifizierung sichern eine hohe Effizienz und thermische Reserve – ein wichtiger Faktor bei dichter Rechenzentrumsbebauung.

Die trockengekapselten Transformatoren mit Heylich-Vakuumgießverfahren, Geräuschpegeln ab 42 dB und EU-Feuersicherheitszertifizierung (EN 13501) eignen sich besonders für Innenaufstellungen in urbanen Rechenzentren. Ergänzend sorgen Ring Main Units mit IP67-Schutzart, sauberer Luftisolierung und IEC-61850-Kommunikation sowie Mittel- und Niederspannungsschaltanlagen mit VDE-Zertifizierung für ein hohes Sicherheitsniveau. In Summe entsteht so eine integrierte Lösung, in der Transformatoren, Schaltanlagen und ESS nahtlos zusammenarbeiten und die Ausfallsicherheit wie auch die Energieeffizienz erhöhen.

Dieselgeneratoren in deutschen Rechenzentren durch Batterie-ESS ersetzen

Ein zunehmend diskutierter Trend in Deutschland ist die schrittweise Substitution oder Reduktion von Dieselgeneratorleistung zugunsten großskaliger Batterie-ESS. Kommunale Auflagen, Emissionsgrenzen, Lärmschutz und ESG-Vorgaben setzen klassische Diesel-Notstromkonzepte zunehmend unter Druck. Insbesondere in urbanen Rechenzentren mit begrenzten Flächen und strengen Baugenehmigungen sind große Tanks und Emissionsanlagen schwer durchsetzbar. Batterie-ESS hingegen benötigen weniger Platz, emittieren lokal keine Abgase und sind nahezu geräuschlos.

Technisch ersetzt ein ausreichend dimensioniertes ESS die kurzfristige bis mittelfristige Überbrückungsleistung, während für sehr lange Ausfälle weiterhin redundante Einspeisewege oder alternative Backup-Strategien (z. B. H₂- oder Biogas-Generatoren) genutzt werden können. Durch Kombination von ESS für Rechenzentren mit netzdienlichen Geschäftsmodellen lassen sich die Investitionskosten zudem teilweise über Einnahmen aus dem Energiemarkt refinanzieren. Voraussetzung ist eine saubere Netzanbindung, ein leistungsfähiges EMS und eine enge Abstimmung mit Netzbetreibern und Regulierungsrahmen.

Vergleich: Diesel vs. Batterie-ESS im deutschen Kontext

KriteriumDiesel-NotstromBatterie-ESS für Rechenzentren
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EmissionenCO₂, NOₓ, LärmLokal emissionsfrei, sehr leise
GenehmigungsaufwandHoch (BImSchG, Lärm)Mittel (Brandschutz, Elektro)
ReaktionszeitSekundenMillisekunden
WartungsaufwandHoch (Motor, Kraftstoff)Geringer, BMS-überwacht

Viele Betreiber gehen derzeit hybride Wege: Dieselkapazität wird reduziert und durch ESS ergänzt. So lässt sich die Genehmigungslage verbessern, ESG-Kennzahlen werden attraktiver und die Flexibilität im Netzbetrieb steigt.

Energieeffizienz, PUE und ESG-Vorteile von ESS für deutsche Rechenzentren

Die Energieeffizienzkennzahl PUE (Power Usage Effectiveness) ist in Deutschland zu einem zentralen Steuerungsinstrument für Rechenzentrumsbetreiber geworden. Ein modernes ESS für Rechenzentren unterstützt eine bessere PUE, indem es Lastspitzen glättet, Blindleistung kompensiert und damit Überdimensionierungen im Netzanschluss und in der Kälteversorgung reduziert. Durch intelligentes Peak Shaving lassen sich zudem Leistungspreise senken, was gerade angesichts volatiler Stromkosten im deutschen Markt ein wichtiger Hebel ist.

Auf ESG-Ebene bietet ein ESS die Möglichkeit, erneuerbare Energien besser zu integrieren. Überschussstrom aus lokalen PV-Anlagen oder Grünstromtarifen kann gespeichert und zeitversetzt genutzt werden. Dies verbessert den Anteil erneuerbarer Energien im Strommix des Rechenzentrums und kann in Nachhaltigkeitsberichten ausgewiesen werden. Darüber hinaus werden überflüssige Starts von Dieselaggregaten vermieden, was Treibhausgasemissionen und lokale Luftschadstoffe senkt und die Akzeptanz bei Kommunen und Anwohnern erhöht.

Kennzahlenvergleich zu Effizienz und ESG

AspektOhne ESSMit ESS für Rechenzentren
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PUE-PotenzialBegrenzt optimierbarBesser durch Peak Shaving
Nutzung erneuerbarer EnergieEingeschränkt zeitgleichZeitversetzte Nutzung möglich
CO₂-Emissionen aus NotstromHöher durch DieselstartsReduziert durch Batteriebetrieb

Für Investoren und Betreiber, die sich an EU-Taxonomie und CSRD-Berichterstattung orientieren, werden solche Optimierungen zunehmend zu harten Entscheidungskriterien bei Standort- und Technikfragen.

Sicherheitsstandards und Zertifizierungen für ESS in Rechenzentren in Deutschland

Sicherheit steht in deutschen Rechenzentren an erster Stelle. Für ein ESS für Rechenzentren gelten neben allgemeinen Elektro- und Gebäudestandards zahlreiche spezifische Normen. Wichtige Regelwerke sind unter anderem VDE-AR-N 4105/4110 für Netzanschluss, VDE-AR-E 2510-2 für stationäre Energiespeichersysteme, DIN EN 62485 zur Batteriesicherheit sowie Brandschutzanforderungen aus DIN EN 13501 und lokalen Bauordnungen. Für Rechenzentren kommen zusätzlich Anforderungen aus Versicherungsauflagen und Vorgaben lokaler Feuerwehren hinzu.

Herstellerseitig sind Zertifizierungen wie TÜV, VDE und CE für Transformatoren, Schaltanlagen und Batteriesysteme ein zentraler Qualitätsnachweis. Lindemann-Regner setzt auf Transformatoren nach DIN 42500 und IEC 60076, Schaltanlagen nach EN 62271 und IEC 61439 sowie E-House- und Energiespeicherlösungen, die EU-RoHS- und CE-Anforderungen erfüllen. Ein professionelles ESS-Projekt sollte immer ein umfassendes Sicherheitskonzept enthalten, das Raumlayout, Entrauchung, Gasdetektion, Not-Aus-Konzepte, Zugangsregelungen und regelmäßige Prüfungen nach DGUV-Vorschriften umfasst.

Relevante Normen und Nachweise im Überblick

BereichWichtige Normen/Zertifizierungen
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TransformatorenDIN 42500, IEC 60076, TÜV
SchaltanlagenEN 62271, IEC 61439, VDE
EnergiespeicherVDE-AR-E 2510-2, DIN EN 62485, CE
BrandschutzEN 13501, lokale Bauordnungen, Feuerwehrauflagen

Wer frühzeitig mit einem qualifizierten Engineering-Partner arbeitet, reduziert Planungsrisiken und vermeidet kostspielige Nachbesserungen im Genehmigungs- und Prüfprozess.

TCO und Business Case von USV-integrierten ESS für deutsche Betreiber

Die Investition in ein ESS für Rechenzentren wird oft zunächst als zusätzlicher Kostenblock gesehen. Betrachtet man jedoch die Total Cost of Ownership (TCO) über 10–15 Jahre, ergeben sich deutliche Vorteile: geringere Leistungspreise, optimierte Nutzung vorhandener Anschlussleistung, reduzierte Dieselkosten und Wartungsaufwände sowie Einnahmen aus netzdienlichen Leistungen (z. B. Regelenergie, Spitzenlastmanagement). Hinzu kommen vermiedene Ausfallkosten, die bei einem einzigen größeren Incident im Millionenbereich liegen können.

Ein strukturierter Business Case berücksichtigt Capex für ESS-Hardware, Installation, Engineering und Integration in BMS/EMS/DCIM sowie Opex für Wartung, Versicherung und Energieverluste. Dagegen stellt man Einsparungen bei Netz- und Dieselkosten, vermiedene Strafzahlungen aus SLA-Verletzungen sowie mögliche Erlöse aus Flexibilitätsvermarktung. In Deutschland ist es ratsam, dabei auch Förderprogramme, steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten und lokale Energiepartnerschaften mit Stadtwerken in die Rechnung einzubeziehen.

Vereinfachter TCO-Vergleich

Kosten-/NutzenfaktorOhne ESSMit ESS für Rechenzentren
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AnfangsinvestitionNiedrigerHöher (ESS + Integration)
Laufende EnergiekostenHöher durch LeistungsspitzenReduziert durch Peak Shaving
Wartung Diesel/NotstromUmfangreichVermindert, Fokus auf Batteriesystem
Potenzielle NetzerlöseKeineMöglich durch Flexibilitätsvermarktung

Viele deutsche Betreiber berichten von Amortisationszeiten zwischen 5 und 8 Jahren – abhängig von Standort, Tarifstruktur und betriebenem Geschäftsmodell. Ein seriöser Partner erstellt dazu belastbare Szenarien und Sensitivitätsanalysen.

Integration von ESS mit BMS, EMS und DCIM in deutschen Rechenzentren

Die technische Integration eines ESS für Rechenzentren in die bestehende Leit- und Überwachungstechnik ist ein zentrales Erfolgsmerkmal. Auf der Gebäudeebene steuert ein BMS (Building Management System) Klima, Lüftung und Infrastruktur, während das EMS (Energy Management System) Energieflüsse optimiert und die Kommunikation mit Netzbetreibern übernimmt. Das DCIM (Data Center Infrastructure Management) wiederum bündelt Monitoring, Alarmierung und Kapazitätsplanung speziell für die Rechenzentrumsinfrastruktur.

Ein modernes ESS muss nahtlos mit all diesen Systemen interagieren. Über IEC-61850-, Modbus- oder OPC-UA-Schnittstellen werden Ladezustand, Temperatur, Zellspannungen und Betriebsmodi übertragen. Das EMS trifft auf Basis dieser Daten Entscheidungen zur Lade- und Entladestrategie, während das DCIM sicherstellt, dass bei netzseitigen Ereignissen die IT-Lasten priorisiert und Umschaltvorgänge transparent dokumentiert werden. Wichtig ist eine klare Rollenverteilung: Sicherheitsfunktionen wie Notabschaltung und Schutztechnik müssen jederzeit Vorrang vor wirtschaftlichen Optimierungen haben.

Anwendungsfälle und Referenzprojekte von ESS in deutschen Rechenzentren

In Deutschland finden sich inzwischen zahlreiche Referenzprojekte, in denen ein ESS für Rechenzentren erfolgreich eingesetzt wird. Typische Anwendungsfälle sind Colocation-Rechenzentren in Ballungsräumen wie Frankfurt, Berlin oder München, die ihre Dieselkapazitäten reduziert und stattdessen große Lithium-Ionen-ESS in Containerbauweise installiert haben. Diese Lösungen übernehmen sowohl die USV-Unterstützung als auch Peak Shaving und teilweise die Teilnahme an Regelleistungsmärkten. Dadurch konnten Betreiber Netzanschlusskosten senken und gleichzeitig ihre ESG-Kennzahlen deutlich verbessern.

Ein weiteres Szenario sind Edge- und Campus-Rechenzentren von Industrieunternehmen, die ihre IT-Infrastruktur standortnah betreiben. Hier werden ESS genutzt, um Produktionsanlagen bei Netzausfällen geordnet herunterzufahren, lokale PV-Stromerzeugung zu speichern und die IT-Versorgung abzusichern. Lindemann-Regner hat in mehreren europäischen Projekten Transformatoren, Schaltanlagen und Energiespeicherlösungen geliefert, die genau für diese hybriden Industrie- und IT-Lasten konzipiert wurden. Solche Praxisbeispiele zeigen, dass ESS-Technologie heute ausgereift und betriebserprobt ist.

Beratung, Planung und Umsetzung von ESS für deutsche Rechenzentren

Die erfolgreiche Einführung eines ESS für Rechenzentren beginnt mit einer fundierten Bedarfsanalyse: Welche Verfügbarkeitsziele bestehen, welche Netzsituation liegt vor, welche Flächen sind verfügbar und welche ESG-Ziele sollen erreicht werden? Darauf aufbauend werden Lastgänge analysiert, Szenarien modelliert und geeignete Architekturen entwickelt – von der USV-Topologie über die Transformatorauswahl bis hin zu Schaltanlagen, Schutzkonzepten und Brandabschnitten. Besonders wichtig sind Schnittstellen zu BMS, EMS und DCIM, die in einem funktionalen Lastenheft präzise beschrieben werden sollten.

Lindemann-Regner unterstützt Betreiber mit EPC-Lösungen von der Konzeptphase bis zur schlüsselfertigen Inbetriebnahme. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Engineering nach europäischen Normen, Fertigung nach DIN EN ISO 9001 und einer projektbegleitenden Qualitätssicherung. Über die internationalen Fertigungs- und Lagerstandorte kann das Unternehmen auch große Projekte innerhalb enger Zeitfenster realisieren. Wer mehr über technische Kompetenzen, Referenzprojekte und Projektvorgehen erfahren möchte, kann auf der Website mehr über die Expertise erfahren und einen unverbindlichen Beratungstermin anfragen.

Zum Abschluss eines Projekts stehen Schulungen für Betriebspersonal, Übergabe vollständiger Dokumentation, Unterstützung bei Abnahmen durch Behörden, Netzbetreiber und Versicherer sowie langfristige Serviceverträge. Ein gut geplantes ESS ist keine Insel, sondern ein integraler Bestandteil der gesamten Energie- und IT-Infrastruktur – und sollte dementsprechend professionell konzipiert, umgesetzt und betrieben werden. Wer diese Schritte konsequent geht, legt die Basis für hochverfügbare, energieeffiziente und zukunftssichere Rechenzentren in Deutschland.

FAQ: ESS für Rechenzentren

Was ist ein ESS für Rechenzentren und welche Aufgaben übernimmt es?

Ein ESS für Rechenzentren ist ein stationäres Energiespeichersystem, das in die Stromversorgung des Rechenzentrums integriert wird. Es überbrückt Netzausfälle, unterstützt die USV, glättet Lastspitzen und ermöglicht die Integration erneuerbarer Energien. Zusätzlich kann es für netzdienliche Leistungen eingesetzt werden, etwa zur Bereitstellung von Regelenergie.

Welche Batterietechnologie ist für ESS in deutschen Rechenzentren am geeignetsten?

In der Praxis setzen sich Lithium-Ionen-Batterien – häufig mit LFP-Chemie – durch. Sie bieten hohe Energiedichte, lange Zyklenlebensdauer und gute Temperaturbeständigkeit. Für deutsche Rechenzentren sind außerdem Sicherheitsfunktionen, Konformität mit VDE-AR-E 2510-2, DIN EN 62485 und ein mehrstufiges BMS entscheidend, um den hohen Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden.

Kann ein ESS Dieselgeneratoren in deutschen Rechenzentren vollständig ersetzen?

Technisch ist ein vollständiger Ersatz nur bei sehr großer Speicherkapazität möglich, was aktuell meist wirtschaftlich schwierig ist. Häufiger werden Dieselgeneratoren ergänzt oder teilweise substituiert, sodass ihre Laufzeiten und Emissionen deutlich sinken. In vielen deutschen Projekten entsteht so ein hybrides Konzept, bei dem das ESS Kurz- und Mittelfristaufgaben übernimmt, während geringere Generatorleistung nur noch für Langzeitausfälle vorgehalten wird.

Welche Rolle spielt ein ESS für Rechenzentren bei PUE und ESG-Zielen?

Ein ESS für Rechenzentren verbessert die PUE, indem es Lastspitzen reduziert und die Dimensionierung von Infrastrukturkomponenten optimiert. Gleichzeitig ermöglicht es die zeitversetzte Nutzung erneuerbarer Energien und verringert Dieselstarts, was die CO₂-Bilanz verbessert. Damit unterstützt es Betreiber bei der Erfüllung von ESG-Vorgaben, EU-Taxonomie und Berichtsanforderungen.

Wie wird ein ESS in BMS, EMS und DCIM integriert?

Die Integration erfolgt über standardisierte Kommunikationsschnittstellen wie IEC 61850, Modbus oder OPC UA. Das EMS optimiert Lade- und Entladestrategien, das BMS überwacht Gebäudetechnik wie Lüftung und Klimatisierung, und das DCIM integriert ESS-Daten in Alarmierung, Reporting und Kapazitätsplanung. Wichtig ist eine klare Festlegung von Prioritäten und Sicherheitsmechanismen, damit im Störfall immer die Versorgung der IT-Last im Vordergrund steht.

Über welche Zertifizierungen und Qualitätsstandards verfügt Lindemann-Regner?

Lindemann-Regner setzt auf Transformatoren nach DIN 42500 und IEC 60076, Schaltanlagen nach EN 62271 und IEC 61439 sowie Energie- und Speichersysteme mit CE- und EU-RoHS-Konformität. Die Fertigung ist nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert, zudem kommen TÜV- und VDE-zertifizierte Komponenten zum Einsatz. Projekte werden nach europäischen Standards wie EN 13306 geplant und umgesetzt, was ein hohes Qualitäts- und Sicherheitsniveau gewährleistet.

Wie schnell kann ein ESS-Projekt in Deutschland typischerweise umgesetzt werden?

Die Projektdauer hängt von Größe und Komplexität ab. Grob lassen sich 3–6 Monate für Planung, Genehmigung und Engineering sowie weitere 3–6 Monate für Lieferung, Installation und Inbetriebnahme ansetzen. Dank globaler Lager- und Fertigungsstrukturen kann Lindemann-Regner Kernkomponenten häufig innerhalb von 30–90 Tagen liefern und mit Reaktionszeiten von bis zu 72 Stunden auf Projektanforderungen reagieren. —

Last updated: 2025-12-17

Changelog:

  • Aktuelle deutsche Normen und ESG-Anforderungen ergänzt
  • Abschnitt zu Dieselersatz durch ESS erweitert
  • Produkt- und Qualitätsmerkmale von Lindemann-Regner aktualisiert
  • FAQ um Zertifizierungs- und Integrationsfragen erweitert

Next review date & triggers: Überprüfung in 12 Monaten oder früher bei relevanten Änderungen von VDE-/EU-Normen, Förderprogrammen oder Marktpreisen für Batteriespeicher.

Zum Abschluss: Ein durchdacht geplantes ESS für Rechenzentren verbindet höchste Ausfallsicherheit mit besserer Energieeffizienz und ESG-Performance. Wenn Sie konkrete Projekte oder Modernisierungen in Deutschland planen, lohnt sich der direkte Austausch mit einem erfahrenen Ingenieursteam. Prüfen Sie die EPC-Lösungen von Lindemann-Regner und lassen Sie sich ein maßgeschneidertes Konzept samt Wirtschaftlichkeitsanalyse erstellen. —

Über den Autor: Lindemann-Regner

Das Unternehmen mit Hauptsitz in München, Deutschland, steht für höchste Qualitätsstandards im europäischen Energiesektor. Mit fundierter technischer Kompetenz und einem konsequenten Qualitätsmanagement setzt das Unternehmen Maßstäbe für deutsche Präzisionsfertigung in Deutschland und Europa.

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