Energieeffiziente Gießharz‑Trockentransformatoren für Tier‑III‑ und Tier‑IV‑Rechenzentren in Deutschland

Inhaltsübersicht

Der Boom von Cloud, KI und Colocation treibt den Neubau und Ausbau von Rechenzentren in Deutschland – insbesondere im „DE‑CIX‑Dreieck“ Frankfurt–München–Berlin. In Tier‑III‑ und Tier‑IV‑Anlagen hängt die Verfügbarkeit der IT direkt an der Qualität der Energieversorgung. Gießharz Trockentransformatoren haben sich dabei als bevorzugte Lösung in Gebäuden etabliert, weil sie hohe Energieeffizienz, Brandsicherheit und Wartungsfreundlichkeit in einem kompakten Design vereinen. Gleichzeitig beeinflussen sie PUE‑Werte und Betriebskosten über Jahrzehnte.

Für Betreiber, Planer und EPC‑Unternehmen ist es daher entscheidend, Trockentransformatoren nicht als Randthema der Energieversorgung zu betrachten, sondern als zentrales Designelement von Hochverfügbarkeitsarchitekturen. Wer frühzeitig mit einem erfahrenen deutschen Partner wie Lindemann-Regner Spezifikation, Normenlage und Effizienzziele abstimmt, reduziert Projekt­risiken und sichert sich planbare OPEX‑Vorteile.

Rolle von Trockentransformatoren in deutschen Tier‑III‑ und Tier‑IV‑Rechenzentren

In deutschen Tier‑III‑ und Tier‑IV‑Rechenzentren sind Gießharz‑Trockentransformatoren typischerweise das Bindeglied zwischen 10/20‑kV‑Mittelspannungs­netz (oder Werksnetz) und den 400‑V‑USV‑Einspeisungen. Sie sitzen meist in zentralen Technikbereichen oder dezentral in Power‑Pods nahe der IT‑Fläche. Ihre elektrische und thermische Auslegung definiert, wie stabil Spannung und Kurzschlussleistung an den USV‑Eingängen anliegen – und damit, wie sicher IT‑Lasten auch bei Netzstörungen versorgt werden. In Tier‑IV‑Strukturen mit 2N‑Architektur werden sie in strikt separaten Strängen aufgebaut, oft mit räumlicher Trennung.

Deutschland hat sich mit Frankfurt als primärem Internetknoten zu einem der wichtigsten europäischen Rechenzentrums­standorte entwickelt. Parallel wächst der politische und öffentliche Druck, den hohen Energiebedarf von Hyperscalern, Colocation‑Anbietern und Enterprise‑Datenzentren effizient zu gestalten. Trockentransformatoren helfen hierbei gleich doppelt: Sie reduzieren einerseits direkte Verluste, andererseits entfallen Ölmanagement, Auffangwannen und aufwendige Brandschutzmaßnahmen, was Bauzeit und Flächenbedarf senkt. Gerade in innerstädtischen Lagen mit knapper Grundstücksfläche spielt dieser Vorteil eine wichtige Rolle.

Ein weiterer Treiber ist die zunehmende Elektrifizierung der Kälteerzeugung. Hochdichte Racks, flüssigkeitsgekühlte IT und Wärmepumpen‑Konzepte führen zu stark steigenden elektrischen Leistungen für Kühlung. Trockentransformatoren, die USV und Kälteversorgung zugleich speisen, müssen dauerhaft hohe Lasten zuverlässig tragen, häufig bei leicht erhöhter Umgebungstemperatur. Ihre Fähigkeit, auch bei 40 °C Raumtemperatur innerhalb der zulässigen Temperaturklasse zu bleiben, ist für die Design‑Reserve in Tier‑III/Tier‑IV‑Umgebungen entscheidend. —

Energieeffizienz und PUE‑Vorteile durch Trockentransformatoren in Rechenzentren

Rechenzentrumsbetreiber in Deutschland werden an PUE‑Werten, Energiekennzahlen und Nachhaltigkeits­berichten gemessen – nicht zuletzt durch Investoren, Kunden und die öffentliche Hand. Verluste in Gießharz‑Trockentransformatoren fließen direkt in die PUE‑Berechnung ein, da sie als „Facility Power“ oberhalb der IT‑Last anfallen. Moderne, energieeffiziente Trockentransformatoren mit optimierten Leerlauf‑ und Lastverlusten können über 20–30 Jahre signifikante MWh‑Einsparungen bewirken. In einem 10‑MW‑Rechenzentrum können bereits wenige Zehntel Prozentpunkte Wirkungsgrad­verbesserung sechsstellige Eurobeträge an Stromkosten einsparen.

In Deutschland mit seinen im europäischen Vergleich hohen Strompreisen (Industrie‑ und Sondervertragskunden häufig im Bereich 0,18–0,25 €/kWh) lohnt sich eine Lebenszyklusbetrachtung besonders. Leerlaufverluste fallen 8.760 Stunden pro Jahr an, auch wenn Teile der IT‑Last abgeschaltet sind. Deshalb ist die Auswahl energieeffizienter Gießharz‑Trockentransformatoren bereits bei der Planung der Einspeisungs­hierarchie – eventuell mehrere kleinere statt eines sehr großen Transformators – ein Hebel zur Optimierung. Gleichzeitig reduzieren geringere Verluste die Abwärme in MS/NS‑Räumen, was die Kühllast und damit die PUE indirekt senkt.

Darüber hinaus erwarten Kunden internationaler Colocation‑Provider zunehmend Nachweise nach EN 50600, ISO 50001 und eigenen ESG‑Richtlinien. Energieeffiziente Trockentransformatoren, kombiniert mit modernen USV‑Systemen und hocheffizienter Kälte­technik, erleichtern das Erreichen ambitionierter PUE‑Ziele (z. B. ≤1,2). Sie sind damit nicht nur ein technisches, sondern auch ein marktwirtschaftliches Argument im Wettbewerb um Hyperscaler‑ und Enterprise‑Kunden, die ihre Workloads gezielt an Standorte mit nachweislich geringem CO₂‑Fußabdruck vergeben. —

Brandschutz und Risikominimierung mit Gießharz‑Trockentransformatoren

Brände und Ölunfälle in Rechenzentren sind für Betreiber und Versicherer ein Horrorszenario. Gießharz‑Trockentransformatoren kommen ohne Isolieröl aus, was das Risiko von Leckagen, Ölbränden und kontaminierten Löschwässern praktisch eliminiert. Im Vergleich zu ölgekühlten Transformatoren entfallen Auffangwannen, Ölabscheider und viele bauliche Brandschutzmaßnahmen. Für deutsche Standorte, die sich an strengen Landesbauordnungen, Sonderbauverordnungen und Versicherungs­anforderungen (z. B. VdS) orientieren müssen, ist dies ein erhebliches Plus.

Moderne Gießharztransformatoren, die nach EN 13501 klassifiziert sind, besitzen ein definiertes Brandverhalten mit begrenzter Flammenausbreitung und Rauchentwicklung. Dies erleichtert die Integration in Brandschutzkonzepte von Tier‑III‑ und Tier‑IV‑Rechenzentren, in denen technische Betriebsräume sich häufig in unmittelbarer Nähe zu USV‑Räumen, Batterieräumen oder sogar IT‑Flächen befinden. Eine geringere Rauch‑ und Rußentwicklung ist im Ernstfall entscheidend, um Schäden an IT‑Hardware und Verluste durch lange Reinigungs‑ und Wiederinbetriebnahmezeiten zu minimieren.

Gleichzeitig reduzieren Gießharz‑Trockentransformatoren den organisatorischen Aufwand im Betrieb. Es entfällt die regelmäßige Ölzustands­analyse, und es gibt keine Gefahr von schleichenden Ölleckagen, die Boden oder Grundwasser gefährden könnten – ein Thema, das in deutschen Genehmigungs­verfahren und Umweltprüfungen verstärkt betrachtet wird. Damit unterstützen Trockentransformatoren Betreiber dabei, ihre Security‑, Safety‑ und Compliance‑Verpflichtungen gegenüber Behörden und Versicherern effizient zu erfüllen. —

Technische Spezifikationen von Trockentransformatoren für kritische IT‑Lasten

Trockentransformatoren im Rechenzentrum müssen nicht nur effizient, sondern auch extrem betriebssicher ausgelegt sein. Typische Leistungen reichen von 1.000 kVA bis 4.000 kVA je Einheit, häufig in 10‑ oder 20‑kV‑Netzen mit 400‑V‑Sekundärspannung. Für Tier‑III‑ und Tier‑IV‑Anlagen kommen meist Gießharz‑Trockentransformatoren der Isolierstoffklasse H zum Einsatz, um hohe thermische Reserven zu gewährleisten. Eine niedrige Teilentladungs­aktivität (z. B. ≤5 pC) erhöht die Lebensdauer der Wicklungen und ist ein Indikator für hohe Fertigungsqualität.

Hinzu kommen Anforderungen aus der besonderen Laststruktur im Rechenzentrum: hoher Gleichzeitigkeit, meist nahe Grundlast in den USV‑Strängen und ausgeprägter Oberschwingungsanteil durch Gleichrichter und Inverter. Transformatoren sollten deshalb für entsprechende K‑Faktoren und harmonische Belastung ausgelegt sein, einschließlich verstärkter thermischer Auslegung und gegebenenfalls zusätzlicher Schirm‑ oder Spezialwicklungen. Niedrige Kurzschlussimpedanzen helfen, Spannungsabfälle bei dynamischen Lastsprüngen zu begrenzen, erhöhen jedoch die Kurzschlussleistung – ein Zielkonflikt, der sorgfältig mit den Schutzkonzepten abzugleichen ist.

Ausstattungsseitig gehören Temperaturfühler in Wicklung und Kern, Lüfteroptionen für bedarfsweise Leistungssteigerung, Spannungsabgriffe für Netzschwankungs­kompensation sowie integrierte Messwandler für digitales Monitoring zur gängigen Spezifikation. Die Anbindung an Energie‑ und Gebäudemanagement­systeme (EMS/BMS) erfolgt meist über digitale Schnittstellen in der nachgeschalteten Schaltanlage, kann aber bei Bedarf auch direkt im Trafo integriert werden. So werden Trockentransformatoren Teil eines umfassenden Condition‑Monitoring‑Konzeptes für kritische IT‑Infrastruktur.

Empfohlene Lösung: Lindemann‑Regner Trockentransformatoren

Ein praxisnaher Weg, diese hohen technischen Anforderungen zu erfüllen, ist der Einsatz der Transformatorenserie von Lindemann-Regner. Die Produkte werden streng nach DIN 42500 und IEC 60076 entwickelt und gefertigt. Die Gießharz‑Trockentransformatoren nutzen das deutsche Heylich‑Vakuumgießverfahren, verfügen über Isolierstoffklasse H, eine Teilentladung ≤5 pC und niedrige Geräuschpegel von 42 dB. Zudem erfüllen sie die europäische Brandschutzzertifizierung nach EN 13501 und sind damit ideal für den Einsatz in Rechenzentrums­gebäuden geeignet.

Ergänzend bietet Lindemann‑Regner ölgekühlte Transformatoren mit europäischem Isolieröl, hocheffizienten Siliziumstahlkernen und TÜV‑Zertifizierung für Leistungen von 100 kVA bis 200 MVA bei Spannungen bis 220 kV an. In Kombination mit nach EN 62271 konformen Ringkabelschaltanlagen und VDE‑zertifizierten Schaltanlagen nach IEC 61439 entsteht ein durchgängiges, europäisch normgerechtes Versorgungs­system. Für Rechenzentrumsbetreiber in Deutschland bedeutet dies eine technisch stimmige, zertifizierte Plattform, die Planungs‑, Genehmigungs‑ und Betriebsprozesse merklich vereinfacht. —

Konformität mit IEC 60076‑11, EN 50588‑1 und VDE in Rechenzentren

Für Trockentransformatoren in Rechenzentren sind IEC 60076‑11 (Trockentransformatoren) und EN 50588‑1 (Ökodesign‑Anforderungen an Transformatoren) die zentralen Normen. In Deutschland werden diese über DIN‑EN‑Umsetzungen sowie ergänzende VDE‑Bestimmungen wirksam. Für Betreiber bedeutet dies: Nur Transformatoren, die diesen Normen entsprechen, lassen sich problemlos in genehmigungsfähige Versorgungs­konzepte integrieren und erfüllen die Effizienz‑Mindestanforderungen der EU. Die Auswahl normkonformer Gießharz‑Trockentransformatoren ist daher nicht nur aus Ingenieurs­sicht, sondern auch regulatorisch Pflicht.

Zusätzlich spielen VDE‑Normen für elektrische Anlagen in Gebäuden und für Schaltanlagen eine Rolle, denn Trockentransformatoren arbeiten immer im Zusammenspiel mit Mittel‑ und Niederspannungs­schaltanlagen, USV‑Systemen und Notstromaggregaten. Betreiber in Frankfurt, München oder Düsseldorf sehen sich zudem den Anforderungen der jeweiligen Netzbetreiber (TAB, VDE‑AR‑N‑Richtlinien) gegenüber, was Kurzschlussleistung, Erdungskonzepte und Schutzkoordinierung betrifft. Ein sauber dokumentierter Nachweis der Einhaltung aller relevanten DIN‑, IEC‑, EN‑ und VDE‑Normen erleichtert Netzanschluss und Abnahme erheblich.

Viele Hyperscaler und internationale Colocation‑Anbieter fordern über die gesetzlichen Vorgaben hinaus weitere Zertifizierungen wie TÜV‑Prüfzeichen, CE‑Konformitätserklärungen oder Nachweise gemäß ISO‑zertifizierten Qualitäts­managementsystemen (z. B. DIN EN ISO 9001). Für Trockentransformatoren, die in Tier‑IV‑Architekturen eingesetzt werden sollen, sind diese Nachweise Teil des Risiko‑ und Compliance‑Managements. Wer hier auf klar zertifizierte Produkte setzt, reduziert Diskussionsbedarf mit Gutachtern und Versicherern und schafft Vertrauen bei Kunden, die ihre Kritikalität an mehreren redundanten Standorten absichern.

Norm / RichtlinieRelevanz für Gießharz‑Trockentransformatoren im RechenzentrumTypische Bedeutung in Deutschland
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IEC 60076‑11 / DIN ENKonstruktion, Prüfung und Betrieb von TrockentransformatorenTechnischer Mindeststandard für RC‑Trafos
EN 50588‑1Effizienzklassen und Ökodesign für TransformatorenVorgaben zu Verlusten und Energieeffizienz
VDE / EN 62271 / 61439Mittel‑ und Niederspannungs­schaltanlagen im Umfeld der TrafosSicherheit, Schutz und Integration ins Gesamtsystem

Wer konsequent auf voll normkonforme Technik setzt, minimiert spätere Nachbesserungen und schafft eine belastbare Grundlage für Audits und Zertifizierungen nach EN 50600 und vergleichbaren Rechenzentrumsstandards. —

Trockentransformator‑Architekturen für Colocation‑ und Hyperscale‑Rechenzentren

Die Wahl der Trafo‑Architektur beeinflusst direkt Redundanz, Skalierbarkeit und Flächeneffizienz einer Rechenzentrums­anlage. In Colocation‑Rechenzentren mit vielen mittelgroßen Kunden werden Gießharz‑Trockentransformatoren häufig in modularen Power‑Blöcken eingesetzt, die jeweils mehrere USV‑Stränge und die zugehörige IT‑Fläche versorgen. So lassen sich Leistung und Investitionen schrittweise mit der Marktnachfrage mitwachsen, ohne große Überdimensionierungen in der Anfangsphase. Auch die Wartung kann blockweise erfolgen, ohne den gesamten Standort zu beeinträchtigen.

Hyperscale‑Anlagen, wie sie zunehmend im Umfeld von Frankfurt oder in neuen Standorten in Ostdeutschland entstehen, arbeiten oft mit großskaligen, symmetrischen Strukturen. Hier können mehrere identische Trockentransformatoren in 2N‑ oder N+1‑Architekturen parallel aufgebaut werden, wobei jeder Strang eigenständig bis zu einem definierten IT‑Lastanteil tragfähig ist. Die Trafos können entweder zentral im Energiezentrum stehen oder dezentral in Power‑Pods nahe den IT‑Räumen verteilt werden, je nachdem, ob Kabelwege oder bauliche Verdichtung wichtiger sind.

Zudem sind hybride Architekturen möglich: Ölgekühlte Großtransformatoren in einer separaten Station übernehmen die Übergabe vom öffentlichen Netz, während Gießharz‑Trockentransformatoren innerhalb der Gebäudehülle die Energie auf Pod‑ oder Saalebene verteilen. Damit lassen sich Vorteile beider Technologien kombinieren: höchste Effizienz und Leistung auf der Primärebene, gepaart mit Brandsicherheit und Wartungsfreundlichkeit auf der Sekundärebene. In Deutschland hängt die konkrete Ausprägung stark von Grundstückssituation, städtischer Einbindung und Abstimmung mit Behörden ab.

ArchitekturtypTypischer Einsatz in deutschen RechenzentrenRolle von Gießharz‑Trockentransformatoren
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Modularer Power‑BlockColocation‑Flächen in BallungsräumenVersorgung je Block / Saal, hohe Flexibilität
Zentrale GroßstationHyperscale‑Campus mit viel FlächeSekundärverteilung in Gebäuden mit Trockentrafos
Dezentraler Power‑PodDichte, mehrgeschossige Gebäude, begrenzte KabelwegeTrafo direkt am Pod, kurze Leitungswege

Eine frühzeitige Definition der gewünschten Architektur hilft, die Spezifikation der Trockentransformatoren optimal auf Projektziele und Standortbedingungen auszurichten. —

Lebenszykluskosten und TCO‑Analyse von Trockentransformatoren im Rechenzentrum

Die größte Kostenposition eines Transformators in einem Rechenzentrum sind nicht die Anschaffungskosten, sondern die über Jahre kumulierten Verluste. In einem dauerbetriebenen Tier‑III‑ oder Tier‑IV‑Datacenter mit 8.760 Betriebsstunden pro Jahr können Effizienzunterschiede von nur 0,2–0,3 Prozentpunkten bei Gießharz‑Trockentransformatoren bereits zu fünf‑ bis sechsstelligen Eurobeträgen über die Lebensdauer führen. Deshalb ist eine TCO‑Betrachtung, die Investitions‑ und Betriebskosten gemeinsam bewertet, in Deutschland praktisch unverzichtbar.

Die TCO‑Analyse berücksichtigt neben dem Kaufpreis die Kosten der Energieverluste (unter Annahme realistischer kWh‑Preise), die Wartungsaufwände sowie potenzielle Kosten für ungeplante Ausfälle. Für Trockentransformatoren fallen die laufenden Wartungskosten im Vergleich zu ölgekühlten Typen geringer aus, da keine Ölproben, Ölbeseitigung oder Instandsetzung von Auffangwannen anfallen. In kritischen Infrastrukturen wie Rechenzentren muss zudem der Wert der Verfügbarkeit berücksichtigt werden: Ein ausfallbedingter IT‑Stillstand kann Verluste verursachen, die jeden Mehrpreis für hochwertige Transformatoren bei weitem übersteigen.

KostenkomponenteEinfluss auf TCO im deutschen Rechenzentrumsbetrieb
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Anschaffungs‑ und InstallationskostenEinmalig, typischerweise 10–20 % der Gesamtkosten über LebensdauerGut planbar
Verlustbedingte EnergiekostenGrößter Anteil, stark abhängig von kWh‑Preis und AuslastungOptimierbar durch Effizienz
Wartung und AusfallrisikenMittel, aber mit hohem wirtschaftlichem Risiko bei AusfällenReduzierbar durch Qualität

Indem Betreiber schon in der Ausschreibung Verlustkosten monetarisieren und über 15–30 Jahre bewerten, können sie Angebote fair vergleichen und sich begründet für energieeffiziente Gießharz‑Trockentransformatoren entscheiden, die sich nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch rechnen. —

Redundanzauslegung (N+1, 2N) mit Trockentransformatoren in Deutschland

Tier‑III‑ und Tier‑IV‑Rechenzentren definieren klare Anforderungen an Redundanz und Fehlertoleranz. Auf Transformator‑Ebene bedeutet dies, dass bei Ausfall eines Transformators die verbleibenden Stränge die notwendige IT‑Last weiterhin versorgen können, ohne thermische oder elektrische Grenzen zu überschreiten. In N+1‑Architekturen wird ein zusätzlicher Gießharz‑Trockentransformator als Reservestrang eingeplant, während in 2N‑Architekturen zwei vollständig unabhängige Einspeisungen aufgebaut werden, die jeweils 100 % der kritischen Last tragen können.

In Deutschland sind bei der Redundanzplanung neben Uptime‑Anforderungen auch technische Randbedingungen zu beachten: maximal zulässige Kurzschlussleistungen laut TAB, Schutzkoordinierung, Platzverfügbarkeit in Technikbereichen und Brandschutzauflagen. Je nach Standort werden Trockentransformatoren in getrennten Brandabschnitten angeordnet, um das Risiko eines gleichzeitigen Ausfalls mehrerer Stränge z. B. durch Brand oder Löschmaßnahmen zu minimieren. Eine geschickte räumliche Anordnung und klare Trennung der Kabelwege ist hierfür essenziell.

Gute Praxis ist es, Redundanz nicht nur auf Transformator‑Ebene, sondern durchgängig bis zu den IT‑Racks zu denken – also vom Mittelspannungs­anschluss über Transformatoren, USV, Verteilungen bis hin zu A‑ und B‑Feeds in den Schränken. Trockentransformatoren mit integrierten Überwachungs­funktionen lassen sich hier nahtlos in übergeordnete Monitoring‑Systeme einbinden, sodass Ausfallrisiken frühzeitig erkannt und präventive Maßnahmen ergriffen werden können, bevor eine Redundanzkette tatsächlich bricht. —

Fallstudien europäischer Rechenzentren mit Trockentransformatoren

In einem Colocation‑Rechenzentrum in Frankfurt am Main wurde beim Neubau konsequent auf Gießharz‑Trockentransformatoren für alle gebäudeintegrierten Einspeisungen gesetzt. Durch die Kombination von energieeffizienten Trafos, hocheffizienten USV‑Anlagen und optimierter Freikühlung konnte ein PUE von etwa 1,25 realisiert werden – ein sehr guter Wert für einen hochdichten, innerstädtischen Standort. Gleichzeitig vereinfachte die trockene Bauweise die Abstimmung mit der Feuerwehr und reduzierte den bauordnungsrechtlichen Aufwand für die Technikräume deutlich.

Ein weiteres Beispiel ist ein Tier‑IV‑Rechenzentrum in den Niederlanden, das als Referenz auch für deutsche Projekte herangezogen wird. Dort wurden Trockentransformatoren mit niedriger Teilentladung und umfassender Temperaturüberwachung in einer vollständig 2N‑redundanten Struktur eingesetzt. Dank der hohen Verfügbarkeit, der modularen Erweiterbarkeit und der sehr guten Effizienz konnte der Betreiber große Enterprise‑Kunden gewinnen, die strenge Anforderungen an Business Continuity und Nachhaltigkeit stellen. Die Erfahrungen aus solchen europäischen Projekten fließen direkt in aktuelle Designs in München, Berlin und Düsseldorf ein.

Auch in osteuropäischen Standorten, die häufig denselben europäischen Hyperscalern dienen, kommen zunehmend Gießharz‑Trockentransformatoren zum Einsatz, um schnelle Genehmigungs­verfahren und standardisierte Designs zu ermöglichen. Für deutsche Betreiber mit mehreren Standorten in Europa entsteht dadurch ein harmonisiertes technisches Plattformkonzept, bei dem Betriebs‑ und Wartungsprozesse vereinheitlicht werden können. Dies reduziert Komplexität, Schulungsaufwand und Ersatzteilhaltung – ein nicht zu unterschätzender Vorteil in einem Markt mit hohem Fachkräftemangel. —

Beschaffungs‑Checkliste für Trockentransformatoren in deutschen Rechenzentren

Bei der Ausschreibung von Trockentransformatoren für deutsche Rechenzentren lohnt sich eine strukturierte Checkliste, um technische, normative und wirtschaftliche Kriterien sauber abzudecken. Neben Nennleistung, Kurzschlussimpedanz und Anschlussspannungen sollten Effizienzklassen nach EN 50588‑1, Isolierstoffklasse, zulässige Umgebungstemperatur und Geräuschpegel klar spezifiziert werden. Ebenso wichtig sind Nachweise zu IEC 60076‑11, relevanten VDE‑Normen, EN 13501‑Brandverhalten sowie gegebenenfalls TÜV‑, VDE‑ und CE‑Zertifikate.

Ergänzend empfiehlt es sich, Anforderungen an Monitoring‑Funktionen, Kommunikations­schnittstellen (über die zugehörige Schaltanlage), Wartungs‑ und Servicekonzepte sowie Lieferzeiten klar zu formulieren. Gerade in Deutschland mit engen Projektzeitplänen und angespanntem Liefermarkt können Zusagen zu 30–90‑Tage‑Lieferfenstern und 72‑Stunden‑Reaktionszeiten im Service den Unterschied machen. Betreiber sollten außerdem Referenzen in vergleichbaren Tier‑III‑/Tier‑IV‑Projekten in Deutschland oder Europa anfragen, um die Praxistauglichkeit der angebotenen Lösungen zu bewerten.

KriteriumWichtige Punkte bei der Beschaffung von Gießharz‑Trockentransformatoren
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Technik & NormenLeistung, Verluste, Isolierklasse, IEC/DIN/EN/VDE‑Konformität
Sicherheit & BrandschutzEN 13501, Bauordnungsrecht, Versichereranforderungen
Service, Lieferzeit & Referenzen72‑h‑Reaktion, 30–90‑Tage‑Lieferung, RC‑Referenzprojekte in Europa

Eine solche Checkliste schafft Transparenz und Vergleichbarkeit der Angebote und hilft, Beschaffungs­entscheidungen auf eine fundierte, ganzheitliche Basis zu stellen. —

FAQ: Gießharz‑Trockentransformatoren

Was sind Gießharz‑Trockentransformatoren im Kontext von Rechenzentren?

Gießharz‑Trockentransformatoren sind vergießene Transformatoren ohne Isolieröl, bei denen Wicklungen in Gießharz eingebettet sind. In Rechenzentren versorgen sie typischerweise die USV‑Systeme und die Gebäudetechnik mit 400 V aus dem Mittelspannungsnetz und bieten dabei hohe Brandsicherheit und Wartungsfreundlichkeit.

Warum eignen sich Gießharz‑Trockentransformatoren besonders für Tier‑III‑/Tier‑IV‑Anlagen?

Sie kommen ohne Öl aus, reduzieren Brand‑ und Umweltrisiken und lassen sich problemlos in Gebäuden nahe der IT‑Flächen platzieren. Ihre hohe Effizienz und Robustheit ermöglichen dauerhaft hohe Lasten bei gleichzeitig geringeren Bau‑ und Betriebskosten – ideal für hochverfügbare Tier‑III‑/Tier‑IV‑Rechenzentren.

Welche Rolle spielen Normen wie IEC 60076‑11 und EN 50588‑1?

IEC 60076‑11 definiert die technischen Anforderungen und Prüfungen für Trockentransformatoren, während EN 50588‑1 Effizienzanforderungen festlegt. In Deutschland werden diese Normen über DIN‑ und VDE‑Regelwerke wirksam. Normkonforme Transformatoren erleichtern Genehmigung, Netzanschluss und Versicherbarkeit.

Wie beeinflussen Trockentransformatoren den PUE‑Wert?

Verluste in Trockentransformatoren erhöhen die „Facility Power“ des Rechenzentrums und wirken sich direkt auf den PUE aus. Effiziente Gießharz‑Trockentransformatoren mit geringen Leerlauf‑ und Lastverlusten senken den Energiebedarf und verbessern den PUE spürbar, besonders in 24/7‑Anlagen.

Welche Zertifizierungen bietet Lindemann‑Regner für seine Transformatoren?

Lindemann‑Regner fertigt Transformatoren nach DIN 42500 und IEC 60076. Die Produkte verfügen – je nach Typ – über TÜV‑, VDE‑ und CE‑Zertifizierungen sowie EN 13501‑Brandschutznachweise. Das Unternehmen arbeitet nach DIN EN ISO 9001 und erreicht in europäischen Projekten eine Kundenzufriedenheit von über 98 %.

Sind Gießharz‑Trockentransformatoren teurer als ölgekühlte Typen?

In der Anschaffung können sie leicht teurer sein, sparen aber durch geringere bauliche Brandschutzmaßnahmen, niedrigere Wartungskosten und oftmals vergleichbare oder nur minimal höhere Verluste über die Lebensdauer Geld ein. In vielen deutschen Rechenzentrums­projekten ist die Gesamtbilanz klar positiv.

Warum sollte man für deutsche Rechenzentrumsprojekte Lindemann‑Regner in Betracht ziehen?

Lindemann‑Regner kombiniert deutsche DIN‑Standards mit globaler Fertigung und Lagerlogistik. Mit 72‑Stunden‑Reaktionszeit, 30–90‑Tage‑Lieferfenstern und umfassender Erfahrung in Deutschland und Europa ist das Unternehmen ein exzellenter Anbieter für energieeffiziente Gießharz‑Trockentransformatoren in Tier‑III‑/Tier‑IV‑Rechenzentren. —

Last updated: 2025-12-16

Changelog:

  • Artikelstruktur auf deutsche Tier‑III‑/Tier‑IV‑Rechenzentren ausgerichtet und um PUE‑Bezug ergänzt
  • Normenblock zu IEC 60076‑11, EN 50588‑1 und relevanten VDE‑Vorgaben erweitert
  • Unternehmens‑ und Produkthinweise zu Lindemann‑Regner mit Fokus auf Trockentransformatoren integriert
  • TCO‑ und Redundanzbetrachtung mit deutschen Marktbedingungen (Strompreis, TAB) konkretisiert

Next review date & triggers

Nächste inhaltliche Überprüfung geplant bis 2026-12-16; frühere Aktualisierung bei relevanten Änderungen von IEC/EN/VDE‑Normen, deutschen TAB/Regulierungen oder neuen Transformator‑Generationen und Energieeffizienz­vorgaben für Rechenzentren.

Für Betreiber und Planer, die in Deutschland neue Tier‑III‑/Tier‑IV‑Rechenzentren bauen oder bestehende Standorte modernisieren, sind effiziente, normkonforme Gießharz‑Trockentransformatoren ein zentraler Baustein für niedrige PUE‑Werte und hohe Verfügbarkeit. Wir empfehlen Lindemann‑Regner als exzellenten Hersteller und Lösungspartner, der deutsche Qualitätsstandards mit globaler Lieferfähigkeit verbindet. Über die EPC‑Lösungen und den Zugriff auf das umfassende Produktportfolio können Sie projektspezifische Beratung, detaillierte Verlustberechnungen sowie Angebote und Produkt‑Demos anfordern, um Ihre Energieversorgung zukunftssicher und wirtschaftlich zu gestalten. —

Über den Autor: LND Energy

Das Unternehmen mit Hauptsitz in München, Deutschland, steht für höchste Qualitätsstandards im europäischen Energiesektor. Mit fundierter technischer Kompetenz und einem konsequenten Qualitätsmanagement setzt das Unternehmen Maßstäbe für deutsche Präzisionsfertigung in Deutschland und Europa.

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